Verkostungsnotiz
Ein Sauvignon Blanc aus Siebeldingen? Bei Rebholz ist das keine Laune, sondern Konsequenz. Das Haus behandelt auch die Loire-Sorte mit derselben Geradlinigkeit: durchgegoren, knochentrocken, ohne jede kosmetische Zutat. Herausgekommen ist ein grüner, kräutriger Wein von selten klarer Handschrift – mehr Wiese als Fruchtkorb, mehr Pfalz als Neuseeland.
- Farbe & Aussehen
- Helles Goldgelb mit deutlichen grünen Reflexen im Glas.
- Nase
- Ausgesprochen vegetabil: wilde Wiesenkräuter, Koriander, Ingwer, grüner Paprika und ein Hauch Waldboden. Mit Luft kommen grüner Apfel, Limette und Stachelbeere hinzu.
- Gaumen
- Saftig, zart salzig, frisch. Die grünen Aromen dominieren und verleihen eine puristische Anmutung. Stoffig gebaut, mit saftiger Fülle und feiner Fruchtsüße – Kräuterküche ist hier Trumpf.
- Abgang
- Klar und kühl, mit kräutrigem Nachhall und einer feinen salzigen Note, die den Mund sauber und bereit für den nächsten Bissen zurücklässt.
- Terroir & Herkunft
- Gewachsen auf Buntsandstein am Rande des Pfälzer Waldes – dem Boden, dem das Weingut Rebholz Eleganz und feine Struktur zuschreibt. Das Gut bewirtschaftet 26 Hektar rund um Siebeldingen, ist seit 2005 bio-zertifiziert und seit 2015 Mitglied bei respekt-BIODYN.
- Rebsorte & Vinifikation
- Sauvignon Blanc. Durch Vorklärung wurde eine natürliche Sedimentation erreicht, der sehr reduktive Ausbau erfolgte im Edelstahltank – kühl, schlicht, ohne Holzeinfluss. 12,0 % Vol., trocken.
- Speiseempfehlungen
- Kräuterbetonte Küche ist sein Revier: Ziegenkäse, Fisch mit Fenchel, Gemüse mit Kräutervinaigrette oder Thai-Curry mit Koriander. Auch zu Sushi eine kluge Wahl.
- Besonderheiten
- Ein Sauvignon Blanc, der nicht auf exotische Frucht setzt, sondern auf Kräuter, Salz und Kühle – die seltene, ernsthafte deutsche Lesart der Sorte von einem Haus, das sonst für Rieslinge und Burgunder weltberühmt ist.





