Ein naturnaher Nord-Rhône-Rotwein aus Syrah, Viognier und der raren Sérine-Rebe — tiefgründig, vibrierend und von beeindruckender Reinheit aus steilen Granit- und Gneisterrassen.
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Abfüller: Jean-Michel Stephan, 1 ancienne route de Semons, 69420 Tupin-et-Semons / France
Im Glas
Farbe
Leuchtendes Purpur mit hellen Reflexen und violetten Einschlüssen.
Aroma
Mysteriös und vielschichtig: eisenhaltige, blutige Noten treffen auf frische Hagebutte, Rooibos-Tee, Hibiskus und Stiefmütterchen. Feuchter Waldboden, Kiefernrinde, schwarzer Pfeffer, Wacholder und Piment verbinden sich mit Lakritz, Kakaobutter und dunklen Früchten wie Schattenmorelle, Süßkirsche, Holunderbeere und Brombeere.
Geschmack
Saftig wie ein großer Schluck Holunderbeerensaft, umspielt von feinporigem Tannin und rassiger Säure. Dicht gewoben, aber leichtfüßig, mit bitter-süßem Spiel, erdig-würzigen Anklängen und einem langen, belebend-erfrischenden Nachhall voller ätherischer Aromen.
Charakter
Ein Wein von fast elektrischer Energie und subtiler Tiefe — kraftvoll und zugleich schwebend, mit betörender Frische und minutenlangem, mediterran anmutendem Ausklang.
Dazu
Geschmorte Ochsenbacke mit Jus und Wurzelgemüsepürée, gebratenes Rinderfilet mit Kartoffel-Trüffel-Gratin oder im Ofen gegarte Rote Bete mit Pinienkernen und Basilikum-Pesto.
Besonderheiten
Assemblage aus vier Steillagen (bis 40 % Gefälle) mit bis zu 125 Jahre alten Rebstöcken der autochthonen Sérine-Selektion; kompromisslos naturnah bereitet — ganz ohne önologische Zusätze, Schwefel gegen null, Semi-Carbonic-Vergärung und 24 Monate Reife in Eichenfässern aus dem Tronçais.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Ein leuchtendes Purpur, das im Glas vibriert, durchzogen von violetten Reflexen und hellen Einschlüssen – die Farbe von Jugend und Konzentration zugleich.
Nase
Ein Parfüm von geheimnisvoller Tiefe: frische Hagebutte und Rooibos-Tee treffen auf schwarzen Pfeffer, Wacholder und Piment. Darüber schweben florale Noten von Hibiskus und Stiefmütterchen, während feuchter Waldboden, Kiefernrinde und eine eisenhaltige, fast blutige Mineralität für Spannung sorgen. Dunkle Früchte – Schattenmorellen, Holunderbeere, Brombeere – schweben im Hintergrund, großzügig, aber zurückhaltend.
Gaumen
Im Antrunk explodiert die Frucht: ein großer Schluck Holunderbeerensaft, eingebettet in feinporiges Tannin und eine rassige Säure, die den Wein elektrisiert. Trotz seiner Dichte bewegt er sich leichtfüßig, mit einem bitter-süßen Spiel aus Frucht und Tannin, das den Mundraum perfekt auskleidet.
Abgang
Minutenlang wirkt er nach – mediterran, belebend, erfrischend, mit einer ganzen Bandbreite ätherischer Aromen, die im Nachhall die Oberhand gewinnen.
Terroir & Herkunft
Aus den steilsten Terrassen der Côte-Rôtie, wo Granit- und Gneisböden tiefwurzelnde Reben ernähren. Die südöstlich exponierten Hänge fangen die Sonne ein, während kühle Nordwinde für Balance sorgen. Bis zu 125 Jahre alte Reben auf 4,5 Hektar liefern winzige Erträge von durchschnittlich 17 hl/ha.
Rebsorte & Vinifikation
Eine Assemblage aus Sérine – der uralten, autochthonen Form der Syrah – und Viognier. Nach Kaltmazeration der ganzen Trauben folgt eine Vergärung im Semi-Carbonic-Verfahren mit regelmäßiger Remontage und Pigeage. Der Ausbau erfolgt 24 Monate in Eichenfässern aus dem Troncais-Wald – ohne jegliche Zusätze, ohne Schwefel, ohne Filtration.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für geschmorte Ochsenbacke mit Wurzelgemüsepürée, für gebratenes Rinderfilet mit Kartoffel-Trüffel-Gratin oder für ofengegarte Rote Bete mit Pinienkernen und Basilikum-Pesto.
Besonderheiten
Jean-Michel und Romain Stephan bewahren mit akribischer Selektion massale das genetische Erbe der Sérine-Rebe. Seit 1997 wird hier kompromisslos naturnah gearbeitet – das Ergebnis ist ein Wein von vibrierender Reinheit und fast elektrischer Energie, der zu den authentischsten Interpretationen der Côte-Rôtie gehört.