Weinbeschreibung für Roter Veltliner Wagram 2025 von Fritsch
- Farbe & Aussehen
- Mittleres Goldgelb mit zarten grünen Reflexen – heller, als man es von dieser oft kraftvollen Sorte erwartet, und doch mit sichtbarer Dichte im Glas.
- Nase
- Ein Duftbild von seltener Präzision: Roter Apfel, Grapefruit und Quitte, dazu die grüne, kräutrige Seite von Efeu und Brennnessel. Darunter liegt etwas Würzig-Erdiges, das an Roggenbrot und einen Hauch Senf erinnert – kein Wein, der sich anbiedert, sondern einer, der Aufmerksamkeit verlangt und belohnt.
- Gaumen
- Saftig, geradlinig, mit salziger Energie, die den Mundwinkel zupft. Die Frucht bleibt kühl und präzise, dazu eine pikante Würze, die den Wein über den Moment hinausträgt. Bei nur 12,0 % Vol. ein bemerkenswert schlanker, zugleich substanzvoller Auftritt.
- Abgang
- Lang, frisch, mit diesem reizvollen Funken Pikantem im Nachhall – ein Ende, das eher Fragen stellt als Antworten gibt.
- Terroir & Herkunft
- Am Wagram, jener markanten Geländestufe westlich von Wien, die einst die Küste des Tethysmeeres bildete, wachsen die Reben auf Lössboden in 220 Metern Höhe – eiszeitliche Ablagerungen, durchsetzt mit kalkreichem Meeressediment, die Wasser und Nährstoffe speichern wie ein Schwamm. Genau hier, auf der Weingütern wie Fritsch seit Generationen vertrauten Lössterrasse, findet der Roter Veltliner seine ideale Bühne.
- Rebsorte & Vinifikation
- Der Roter Veltliner – benannt nach der rötlichen Beerenhaut, verwandtschaftlich nicht mit dem Grünen Veltliner – galt lange als Randerscheinung. Karl Fritsch hat ihn zur Visitenkarte des Hauses gemacht. Die Trauben stammen von 5 bis 11 Jahre alten Reben, werden per Handlese geerntet und spontan im Stahltank vergoren – trocken ausgebaut, ohne jede kosmetische Zutat.
- Speiseempfehlungen
- Die salzige Spannung und die pikante Note rufen nach intensiver, erdiger Küche: Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat, gebackener Champignon mit Kräuterremoulade, Spargel mit Sauce Hollandaise oder ein reifer Bergkäse. Auch zu geräucherter Forelle und würziger asiatischer Küche eine verlässliche Wahl.
- Besonderheiten
- Seit 2006 bewirtschaftet Karl Fritsch seine 25 Hektar biodynamisch, als Gründungsmitglied von respekt-BIODYN – und der Roter Veltliner ist sein stilles Meisterstück: In der Ried Steinberg erreicht die Sorte bei Fritsch regelmäßig 94 Falstaff-Punkte. Dieser Einstiegswein trägt dieselbe Handschrift: Handarbeit, Geduld und das Vertrauen, dass der Keller weniger braucht als der Weinberg.
Steckbrief
| Winzer | Fritsch |
|---|---|
| Land | Österreich |
| Region | Wagram |
| Jahrgang | |
| Sorte | |
| Inhalt | |
| Restsüße | |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Hersteller | Weinberghof Fritsch, Oberstockstall 24, A-3470 Kirchberg am Wagram / Austria |
| Vollständige Produktbezeichnung | Fritsch – Roter Veltliner Wagram 2025 |
| Farbe | |
| Typ |






