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Mayschosser Mönchberg 2023

Ein feingliedriger Spätburgunder von terrassierten Schiefer-Steillagen der Ahr, der mit nur 11,5% Alkohol Tiefe und burgundische Finesse zeigt. Spontan vergoren, in gebrauchten Fässern ausgebaut und über zwei Winter gereift, entsteht ein Wein von Präzision und Natürlichkeit.

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Herkunft
Ahr, Deutschland
Jahrgang
2023
Alkohol
11,5 % Vol.
Restsüße
trocken
Servieren
14–16 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9912012169

Im Glas

  1. Farbe

    Transparentes Rubinrot mit leuchtender Klarheit

  2. Aroma

    Dunkle Beerenfrucht (Schwarze Johannisbeere), feine Schießpulver-Noten, Bleistift, Unterholz, ein Hauch von Zimt und Anissaat

  3. Geschmack

    Tief, feinkörnig und geschmeidig mit lebendiger Säure, dunkler Frucht, saftiger Fülle und klarer Mineralität

  4. Charakter

    Ein präziser, frischer Spätburgunder mit Schiefer-Prägung, der Leichtigkeit und Substanz meisterhaft verbindet

  5. Dazu

    Pilzgerichte, Wildgeflügel, Lammkarree mit Kräutern

  6. Besonder­heiten

    Von biologisch und biodynamisch bewirtschafteten Steillagen mit bis zu 70% Neigung; reduktiver Ausbau, minimale Schwefelzugabe, keine Chaptalisierung – ein authentischer Ausdruck des Ahrtals

Verkostungsnotiz


Farbe & Aussehen
Transparentes, leuchtendes Rubinrot – durchscheinend wie ein Blick durch rotes Glas, ganz ohne die Schwere, die man von Spätburgundern früherer Generationen kennt.
Nase
Zunächst zeigt sich die reduktive Handschrift des Kellers: ein Hauch Schießpulver, der sich über schwarze Johannisbeere legt. Dahinter süße dunkle Beerenfrüchte, Bleistift, Unterholz, eine feine Spur Zimt und Anissaat. Die Schieferherkunft ist unüberhörbar – kühl, präzise, mineralisch durchwirkt.
Gaumen
Tief und feinkörnig, mit geschmeidiger Textur und lebendiger Säure. Die dunklen Fruchtnoten setzen sich fort, dazu kommen Saftigkeit, eine gewisse Fülle und gleichzeitig klare Frische. Die Reduktion tritt hier bereits in den Hintergrund – was bleibt, ist Mineralität, Präzision und eine Natürlichkeit, die man selten bei diesem Alkoholniveau findet.
Abgang
Lang und kühl, mit feiner schiefriger Mineralität und einem Nachhall dunkler Beeren, der die Zunge noch Minuten später beschäftigt.
Terroir & Herkunft
Der Mayschosser Mönchberg liegt oberhalb der Gemeinde Mayschoß auf terrassierten Steilhängen zwischen 140 und 260 Metern. Im Norden schützt Wald den nach Süden ausgerichteten Weinberg. Die steinigen bis leicht lehmigen Schieferverwitterungsböden speichern tagsüber Wärme, während kühle Nächte aus dem Ahrtal die Frische bewahren – ideale Bedingungen für Spätburgunder von burgundischer Finesse.
Rebsorte & Vinifikation
100 Prozent Spätburgunder, spontan vergoren in offenen Edelstahlfermentern, ausgebaut in gebrauchten Stück- und Halbstückfässern über zwei Winter. Keine Anreicherung, nur minimale Schwefelmengen vor der Füllung. Das Weingut arbeitet seit 2020 komplett biologisch; die Erträge liegen bei bescheidenen 30 bis 40 Hektolitern pro Hektar.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für Entenbrust mit Rotkohl, Rehrücken in Wacholderjus oder Pilzragout mit frischen Kräutern. Auch zu gegrilltem Lachs oder einer einfachen Brathähnchen-Küche zeigt er seine Vielseitigkeit.
Besonderheiten
Julia Bertram und Benedikt Baltes beweisen hier, dass Spätburgunder unter 12 Prozent Alkohol Tiefe und Konzentration haben kann. Nach der verheerenden Ahrflut 2021 haben sie das Weingut ohne Kompromisse wieder aufgebaut – dieser Jahrgang 2023 trägt den unbeugsamen Willen einer jungen Winzergeneration in sich. Wer ihn trinkt, schmeckt nicht nur großen Spätburgunder vom Schiefer, sondern auch die Zukunft des Ahrtals.

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