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Jura

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Am Westrand des Juragebirges, wo die Hänge des Revermont zur Bresse-Ebene abfallen, stehen die Reben auf blauem und grauem Mergel, über dem Kalkbänke die Kuppen bilden. Jura Wein heißt hier vor allem Savagnin und Chardonnay, frisch aus dem aufgefüllten Fass oder jahrelang unter einer Schicht Florhefe gereift, dazu die hellen Rotweine aus Poulsard und Trousseau. Die Region gilt seit Langem als Heimat natürlicher Weine mit wenig Eingriff im Keller, und ihr berühmtester Stil, der Vin Jaune, braucht mehr als sechs Jahre, bis er in die Flasche kommt. Unsere Weine aus dem Jura stammen von der Domaine Grand, die ihre Reben biologisch bewirtschaftet.




Mehr über Jura

Jura Wein vom Revermont: Mergel, Kalk und ein kühles Klima

Das Weinbaugebiet zieht sich als schmales Band von Norden nach Süden am Fuß des Juragebirges entlang, zwischen der Ebene der Bresse und den Hochplateaus. Die Rebhänge des Revermont liegen auf Mergel aus dem Jura und der Trias, schweren, tonigen Böden in Blau, Grau und Rot, die Wasser lange halten; darüber liegen Kalkschichten. Die Winter sind kalt, die Sommer warm, die Lese zieht sich oft bis in den Herbst. Aus diesen Böden kommen Weißweine mit straffer Säure und salziger Länge, die auch in reifen Jahren kühl wirken.

Savagnin unter dem Schleier: Vin Jaune, ouillé und sous voile

Im Jura gibt es zwei Arten, Weißwein auszubauen. Ouillé heißt, dass die Fässer regelmäßig aufgefüllt werden; so bleiben Chardonnay und Savagnin frisch, zitrisch und mineralisch. Sous voile bleibt der Wein ohne Auffüllen im Fass, auf seiner Oberfläche bildet sich ein Schleier aus Florhefe, der ihn vor zu viel Sauerstoff schützt und ihm Aromen von Walnuss, Curry und getrockneten Kräutern gibt. Die strengste Form ist der Vin Jaune: reiner Savagnin, mindestens sechs Jahre und drei Monate nach der Lese abgefüllt in den Clavelin mit 62 Zentilitern. Dazu kommen der Vin de Paille aus auf Stroh oder Gittern getrockneten Trauben, der Crémant du Jura als Schaumwein und der Macvin, in dem Traubenmost mit Tresterbrand aus dem Jura verschnitten wird.

Arbois, Côtes du Jura, Château-Chalon und L’Étoile

Arbois im Norden ist die bekannteste Appellation; Louis Pasteur wuchs dort auf und forschte in der Stadt über die Gärung des Weins. Côtes du Jura umfasst den größten Teil des Gebiets von Nord nach Süd. Château-Chalon ist allein dem Vin Jaune vorbehalten, sein Dorf thront auf einem Felssporn über steilen Mergelhängen. L’Étoile im Süden steht für Weißweine. Aus Arbois stammt der Arbois Savagnin „En Guille Bouton“ 2025, ein Savagnin ouillé von grauem Kalk und Mergel mit heller Frucht und straffer Mineralität.

Natürlicher Wein aus dem Jura: die Domaine Grand

Das Jura ist seit Jahrzehnten ein Zentrum der Naturweinbewegung in Frankreich: Spontangärung, alte Fässer und wenig Schwefel gehören hier zur Tradition. In diesem Geist arbeiten Emmanuel und Nathalie Grand, die den Familienbetrieb Domaine Grand seit 2015 konsequent auf biologischen Anbau und Qualität ausgerichtet haben. Ihre Chardonnays aus Côtes du Jura reifen in alten Fässern und zeigen Zitrus und Salz. Unter dem Schleier entstehen die Cuvée Tradition aus Chardonnay und Savagnin, ein Savagnin Vin de Voile und der Château-Chalon „En Baumont“ Vin de Voile 2018 im Clavelin, ein Wein mit Walnuss, Curry und langer, salziger Spur. Ein Vin de Paille aus Chardonnay und Savagnin rundet das Sortiment ab. Alle lieferbaren Weine der Domaine finden Sie oben in der Liste.

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