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Moric (Ungheria)

Il Tesori nascosti La serie è Roland Velichs Un viaggio alla scoperta dell'Ungheria. Il pioniere dell'eleganza Blaufränkisch e la testa dietro Moric rintraccia i viticoltori di talento in Tokaj, Somló e su Balaton su. Interventi minimi, fermentazione spontanea, nessun affinamento: autentici vini naturali ungheresi che mostrano chiaramente la loro origine.
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Der Skilehrer, der Grenzen ignoriert

Bevor Roland Velich zum einflussreichsten Blaufränkisch-Winzer Österreichs wurde, verdiente er sein Geld als Skilehrer und Croupier. 2001 gründete er Moric im Burgenland mit einer radikalen Vision: Blaufränkisch wie burgundischen Pinot Noir zu vinifizieren – mit Eleganz statt Opulenz, mit Zurückhaltung statt Überextraktion. 2023 kürte ihn Falstaff zum Winzer des Jahres.
Die Hidden Treasures sind sein nächstes Kapitel. Für Velich ist die österreichisch-ungarische Grenze eine Linie auf Papier, keine weinbauliche Realität. Historisch gehörte das Burgenland zu Ungarn, die Rebsorten sind dieselben, die Böden vulkanisch verwandt. Mit den Hidden Treasures verbindet er junge ungarische Winzer mit seiner Philosophie der minimalen Intervention – Spontangärung, keine Schönung, keine Kompromisse.
Drei Vulkane, drei Schätze
Die Serie vereint drei Winzer aus drei vulkanischen Regionen Ungarns. In Tokaj arbeitet Gergő Filep auf gerade einmal sechs Hektar mit uralten Furmint-Reben. Seine Weinberge liegen auf Böden aus vulkanischem Tuff und Löss – dieselben Lagen, die einst Weine hervorbrachten, die an europäischen Höfen zwei- bis dreimal so viel kosteten wie Burgund oder Château Margaux. Der Tokajer Aszú war der „Wein der Könige“, bevor die Geschichte des 20. Jahrhunderts Ungarn vom Weltweinmarkt abschnitt.
Auf dem Somló, Ungarns kleinster Weinbauregion, bewirtschaftet Tamás Kis seine Parzellen biologisch. Der Somló ist ein einzelner Vulkankegel mit tiefschwarzen Basaltböden – hier wachsen Hárslevelű und Furmint mit einer Mineralität, die an flüssigen Stein erinnert. Kis gilt als einer der talentiertesten jungen Winzer des Landes.

Su Balaton hat der Schweizer Philipp Oser 2004 das Weingut Villa Tolnay gegründet. An den Nordhängen des Sees, rund um den erloschenen Vulkan Badacsony, kultiviert er Rajnai Rizling – so nennen die Ungarn den Riesling – und Furmint auf Basaltverwitterungsböden.
Vergessene Größe, neue Generation
Ungarns Weingeschichte ist eine der ältesten und tragischsten Europas. Während Tokajer Aszú an den Höfen von Versailles und St. Petersburg als kostbarstes Getränk galt, löschten Reblaus, zwei Weltkriege und vier Jahrzehnte Planwirtschaft das kollektive Gedächtnis. Die Staatsweingüter produzierten Masse statt Klasse, die alten Lagen verwilderten.
Velichs Hidden Treasures sind Teil einer stillen Revolution. Winzer wie Királyudvar in Tokaj haben die alten Größen bereits wiederbelebt. Die drei Hidden-Treasures-Winzer gehen noch einen Schritt weiter: Sie verbinden das historische Erbe mit der Naturwein-Philosophie. Keine Reinzuchthefen, keine Schönung, keine Filtration – dafür authentische Weine, die schmecken, als hätte jemand die Uhr um 150 Jahre zurückgedreht.
Pannonische Mineralität im Glas
Was alle drei Regionen verbindet: vulkanische Böden. Tuff, Basalt, Asche – die geologische Signatur prägt jeden Wein der Serie. Der Hidden Treasures Nr. 2 aus Somló zeigt diese Mineralität am deutlichsten: salzig, rauchig, mit einer Textur wie polierter Stein. Der Tokaj-Furmint bringt die klassische Säurestruktur der Region, der Balaton-Blend die aromatische Frische des Rieslings.
Velich selbst vinifiziert die Weine nicht – er berät, selektiert, kuratiert. Die Handschrift bleibt die der ungarischen Winzer. Sein Beitrag ist die Verbindung: österreichisches Know-how trifft ungarisches Terroir, Moric-Philosophie trifft pannonische Tradition. Ein Netzwerk, das wächst.



