Ein eleganter, vielschichtiger Rotwein aus der südlichen Rhône, gekeltert aus Grenache, Mourvèdre, Syrah und Cinsault von 13 Parzellen mit unterschiedlichsten Böden. Biodynamisch erzeugt von einem der Pioniergüter der Appellation, verbindet er Kraft mit Finesse – in der Magnumflasche ideal für besondere Anlässe und lange Reife.
Abfüller: Domaine de Marcoux, Chemin de la Gironde 198, 84100 Orange / France
Im Glas
Farbe
Mittleres Karmesinrot mit klarer, transparenter Tiefe.
Aroma
Feine, komplexe Nase nach Veilchen, Anis und Pfeffer, dazu Garrigue, dunkle Himbeeren, schwarze Kirschen und Brombeeren; im Hintergrund Bouquet garni und eine mineralische Note von zerstoßenem Stein.
Geschmack
Überaus elegante Textur mit roter und dunkler Frucht, deutlicher Süßholznote und provenzalischen Kräutern; der warme Alkohol ist gut eingebunden, feiner Schmelz und große Länge prägen das Finale.
Charakter
Absolut klassischer, zeitloser Châteauneuf-du-Pape – kraftvoll, aber niemals schwer, mit Struktur ohne Härte und bemerkenswerter Klarheit. Schon jetzt zugänglich, mit Potenzial für Jahre.
Dazu
Bœuf à la Gardiane (geschmortes Rind mit Orangen und Oliven), Paella mit Chorizo und Merguez oder eine würzige Hülsenfruchtsuppe mit gelben Erbsen, Kichererbsen und frischem Thymian.
Besonderheiten
Von einem Weingut mit fast 700 Jahren Familiengeschichte, das seit 1991 biodynamisch arbeitet – Pioniere der Region. Dreifache Traubensortierung, spontane Gärung, vier bis fünf Wochen Mazeration und 18 Monate Reife überwiegend im Beton verleihen dem Wein seine unverwechselbare Tiefe und Transparenz.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Mittleres Karmesinrot — klar, durchscheinend, ohne jene Undurchsichtigkeit, die manche südliche Rhône-Weine auszeichnet.
Nase
Fein und komplex: Veilchen und Anis öffnen den Reigen, gefolgt von Pfeffer und der würzigen Kräuternote der Garrigue. Dahinter saftige dunkle Himbeeren, schwarze Kirschen und Brombeeren — und im Hintergrund ein Hauch von zerstoßenem Stein, der an die berühmten Kieselböden der Appellation erinnert.
Gaumen
Die Textur überrascht: trotz 15,5 Prozent Alkohol wirkt der Wein transparent und elegant. Rote wie dunkle Frucht, eine für Grenache typische Süßholznote, dazu die Kräuterwürze der Garrigue. Der Alkohol wärmt, bleibt aber gut eingebunden. Klassisch, zeitlos, ohne jede Schwere.
Abgang
Schon jetzt mit feinem Schmelz und bemerkenswerter Länge. Die Wärme bleibt, doch sie trägt die Frucht, statt sie zu überlagern.
Terroir & Herkunft
Die Domaine de Marcoux bewirtschaftet 18 Hektar auf sieben verschiedenen Terroirs der Appellation — von den berühmten Galets roulés (Quarzitkieseln) über Lehm und roten Sandstein bis zu Kreidekalkstein. Die Familie Armenier führt hier seit 1344 Weinbau, seit 1991 arbeitet das Gut biodynamisch — als eines der ersten der Region.
Rebsorte & Vinifikation
Die Cuvée aus Grenache (rund 80 Prozent), Mourvèdre, Syrah und Cinsault stammt aus 13 Parzellen. Nach Handlese und dreifacher Sortierung erfolgt die spontane Gärung, gefolgt von einer ungewöhnlich langen Mazeration von vier bis fünf Wochen. Der Ausbau dauert 18 Monate — hauptsächlich in Betontanks, ergänzt durch gebrauchte Fässer.
Speiseempfehlungen
Die Kraft und Würze dieses Weins sucht nach Substanz: Bœuf à la Gardiane — geschmortes Rind mit Orangen und Oliven — spiegelt die provenzalische Herkunft. Auch eine kräftige Paella mit Chorizo und Merguez oder eine erdige Linsensuppe mit frischem Thymian finden hier einen ebenbürtigen Partner.
Besonderheiten
Das Magnum-Format verlangsamt die Reifung und bewahrt die Frische dieses ohnehin eleganten Jahrgangs. Ein Châteauneuf-du-Pape, der zeigt, dass Kraft und Finesse keine Gegensätze sein müssen — von einem Gut, das seit über 30 Jahren beweist, dass Biodynamie und große Weine zusammengehören.