Der Ministre Impérial 2020 von Abbatucci ist die Spitzencuvée des korsischen Weinguts: ein trockener Rotwein aus sieben autochthonen Rebsorten wie Sciaccarellu, Niellucciu und Aléaticu, der das granitische Terroir des Taravo-Tals mit Tiefe und Finesse widerspiegelt.
Intensive Kräuterwürze nach Rosmarin, Lavendel und Thymian, dahinter Maulbeere, Cassis und Himbeere; florale Noten von Veilchen und Hibiskus, untermalt von Wacholder, rotem Pfeffer, Milchschokolade und gerösteten Kaffeebohnen.
Geschmack
Seidiger Auftakt mit kühler Mineralität, kompaktes, fein eingebundenes Tannin und fruchtiger Fülle; salzige Anmutung, dezent laktische Noten und ein Nachhall von weißem Pfeffer und ätherischer Würze.
Charakter
Eigenständiger Charakterwein, der Kraft und Zurückhaltung vereint – kühl, finessenreich und vielschichtig, mit markanter korsischer Handschrift.
Dazu
Geschmorte Lammkeule mit Rosmarinkartoffeln, Entrecote vom Rind an dicken Bohnen oder Gnocchi mit Salbeibutter und Ricotta.
Besonderheiten
Cuvée aus sieben seltenen autochthonen Rebsorten, die Antoine Abbatucci vor dem Verschwinden bewahrte; biodynamisch erzeugt (Demeter-zertifiziert) auf granitischen Sandböden, Ausbau in konischen Fudern und kleinen Eichenfässern.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Leuchtendes Purpur mit zarten violetten Reflexen – ein Rotwein, der schon im Glas kündigt, dass hier keine Routine im Spiel ist.
Nase
Reine Garrigue: Rosmarin, Lavendel, Thymian und der Duft warmer Pinienhaine, dazu der kräuterwürzige Atem des korsischen Maquis mit wilder Immortelle und Myrte. Darunter eine dichte Fruchtschicht aus Maulbeere, Cassis, Himbeere und Holunder, florale Einklänge von Veilchen und Hibiskus, im Hintergrund Wacholder, roter Pfeffer und ein Hauch geschmolzener Milchschokolade mit fein geröstetem Kaffee.
Gaumen
Überraschend geschmeidig im Antrunk, fein wie Seide und deutlich von der Mineralität geprägt. Das Tannin ist kompakt, aber gut erzogen; eine angenehme Bitternote kontrastiert die Frucht auf animierende Weise, eine salzige Anmutung sorgt für Zug. Trotz 14,5 % Alkohol wirkt der Wein kühl und präzise – Zeugnis der nord- und nordöstlich ausgerichteten Lagen, die dem granitischen Boden ihre Spannung verdanken.
Abgang
Weißer Pfeffer und ätherisch-würzige Nuancen bestimmen den langen, eigenwilligen Nachhall. Ein Wein, der nicht gefallen will, sondern begeistert.
Terroir & Herkunft
Im Tal des Taravo, rund 150 Meter hoch im Herzen Korsikas, wachsen die Reben auf granitischen Sandböden. Jean-Charles Abbatucci bewirtschaftet seine zwanzig Hektar biodynamisch (Demeter-zertifiziert seit 2005): Pferdepflug statt Traktor, eine Schafherde zur Begrünung, Heilkräuterpräparate nach dem biodynamischen Kalender.
Rebsorte & Vinifikation
Die Spitzencuvée des Guts versammelt ein halbes Dutzend autochthoner Sorten: Sciaccarellu, Niellucciu, Aléaticu, Morescono, Montanaccia und Carcajolo Nero – Reben, die Abbaticuccis Vater Antoine in den 1960ern vor dem Verschwinden bewahrte. Nach mehrwöchigem Maischekontakt reift der Wein in konischen Fudern und kleinen Eichenfässern, bevor er etwa ein Jahr im Stahltank ruht.
Speiseempfehlungen
Geschmorte Lammkeule mit Rosmarinkartoffeln – ein klassisches Zusammenspiel. Ebenso stimmig: Entrecote vom Rind an dicken Bohnen oder, auf der vegetarischen Seite, Gnocchi mit Salbeibutter und Ricotta.
Besonderheiten
Sechs korsische Uralt-Sorten in einer einzigen Flasche – das macht den Ministre Impérial zu einem flüssigen Archiv insularen Weinbaus, das es so nirgendwo sonst gibt. Getragen von salziger Frische und wilder Kräuterwürze, ist dies ein Rotwein mit echter Identität: korsisch bis ins Mark.