Sgarzon Cilindrica Teroldego Vigneti delle Dolomiti IGT 2016 1500ml Magnum
Der Sgarzon Cilindrica Teroldego Vigneti delle Dolomiti IGT 2016 von Foradori stammt aus der Einzellage Sgarzon im Campo Rotaliano, deren Dolomit-Kalkstein-Böden dem wilden, mineralischen Charakter dieses Trentiner Rotweins seine Handschrift geben.
Abfüller: Aziende Agricola Foradori, Via D. Chiesa 1, 38017 Mezzolombardo / Italy
Im Glas
Farbe
Dunkles Purpur, leicht getrübt und nahezu farbdicht bis zum Rand.
Aroma
Wild und erdig: Schlehe, Vogelbeere und Holunder treffen auf rote Bete, Efeu und Buchsbaum — ein verwobenes Duftbild, das mit Luft an Charme gewinnt.
Geschmack
Dunkelbeerige Frucht verbindet sich mit erdigen Noten, feiner Mineralität und zarter Salzigkeit; jugendliche Säure, feines Tannin und eine Sauerkirschnote sorgen für anregenden Trinkfluss.
Charakter
Ein Rohdiamant mit Entwicklungsfreude — fordernd, tiefgründig und spannend, am besten dekantiert und leicht gekühlt im großen Glas genossen; in der Magnum-Flasche mit besonders gutem Reifepotenzial.
Dazu
Warm geräuchertes Roastbeef mit geschmorter roter Paprika und Rosmarin, Saltimbocca vom Seeteufel mit Thymian-Gnocchi oder Robiolo auf gegrilltem grünem Spargel mit Feigen und Walnüssen.
Besonderheiten
Aus dem Demeter-zertifizierten Weingut Foradori, das den Teroldego in spanischen Tonamphoren (Tinajas) ausbaut — Wein und Maische atmen dort acht Monate lang, was dem Wein seine eigenwillige Tiefe verleiht.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Dunkles Purpur, leicht getrübt, fast farbdicht bis zum Rand – ein Wein, der sich optisch nicht verstellt.
Nase
Wild und erdig, braucht Luft und Geduld. Schlehe, Vogelbeere und Holunderholz treffen auf rote Bete, Efeu und Buchsbaum. Ein verwobenes, maskulin-zartes Aromenspiel, das sich sensorisch ertasten lässt wie ein Pfad durchs Unterholz.
Gaumen
Jugendlich fordernd: kernige Säure, feingliedriges Tannin. Dunkle Beeren vermischen sich mit erdigen Noten, einer mineralischen Spur und zarter Salzigkeit; dazu gesellt sich Sauerkirsche. In der Magnum und mit acht Jahren Reife auf dem Buckel zeigt sich der 2016er mittlerweile deutlich zugänglicher – ein Rohdiamant, dessen Schleif begonnen hat.
Abgang
Lang, sauerkirschig und leicht salzig; der letzte Eindruck ist nasser Stein nach Sommerregen.
Terroir & Herkunft
Der Campo Rotaliano im Trentino ist eine Talebene, eingekeilt zwischen den Dreitausendern der Dolomiten. Der Fluss Noce hat über Jahrtausende Kalk, Porphyr und Gneis abgelagert. Die Einzellage Sgarzon ist von Dolomit-Kalkstein geprägt – während die Schwesterlage Morei auf alluvialem Sand ruht. Tagsüber reflektieren die Felswände die Sonne, nachts strömt kühle Bergluft ins Tal. Genau diesen Kontrast trinkt man hier.
Rebsorte & Vinifikation
Teroldego – einst beim Konzil von Trient ausgeschenkt, im 20. Jahrhundert fast vergessen, von Elisabetta Foradori per Massenselektion zurückgeholt. Acht Monate verbringt der Sgarzon in spanischen Tonamphoren (Tinajas), weil Holz diese Sorte überlagert; Ton lässt Wein und Maische atmen und gibt Frucht wie Mineralität den Vortritt.
Speiseempfehlungen
Robiolo auf gegrilltem grünen Spargel mit frischen Feigen und karamellisierten Walnüssen, Saltimbocca vom Seeteufel auf getrockneten Tomaten mit Thymian-Gnocchi oder warm geräuchertes Roastbeef mit geschmorter roter Paprika und Rosmarin.
Besonderheiten
Demeter-zertifizierte Reben, Gärung in der Amphore und die Magnum-Flasche, die dem 2016er eine langsame, elegante Entwicklung beschert hat. Dekantieren, leicht kühlen, großes Glas – und wer mag, beobachtet den Wein über mehrere Tage: Er erzählt jeden Abend eine andere Episode.