Der Ried Käferberg Grüner Veltliner 1.ÖTW DAC 2023 von Loimer stammt aus dem österreichischen Kamptal und präsentiert sich als komplexer, mineralischer Weißwein mit reifer Frucht und feiner Säure.
35,00 €46,67 € / l
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Abfüller: Weingut Fred Loimer, Haindorfer Vögerlweg 23, A-3550 Langenlois / Austria
Im Glas
Farbe
Intensives Goldgelb.
Aroma
Reife Frucht von Apfel, Apfelkompott und Aprikose, dazu Honig, wilde Blüten und kandierter Ingwer mit markanter Tiefe und mineralischer Anmutung.
Geschmack
Viel Frucht am Gaumen, zarte Süße-Vermittlung, cremiger Eindruck mit feiner Säure und deutlichen würzigen Anklängen.
Charakter
Ein überaus komplexer Wein mit sehr guten Reifeanlagen, der besonders gerne mit kräftigen Speisen kombiniert wird und sich über die Karaffe freut.
Dazu
Kräftige Speisen wie gebratenes Geflügel, Schweinebraten oder würzige asiatische Gerichte.
Besonderheiten
Spontangärung in großen Eichenfässern, Ausbau auf voller Hefe ohne Schwefel und unfiltrierte Abfüllung verleihen diesem Wein aus der Ersten Lage Käferberg seine besondere Tiefe und Komplexität.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Intensives Goldgelb – dicht und leuchtend im Glas, ein Vorbote der Konzentration, die folgt.
Nase
Zunächst zurückhaltend, dann mit Luft zunehmend großzügig: reifer Apfel und Apfelkompott, dazu Aprikose. Dahinter schichten sich Honig, wilde Blüten und eine feine Schärfe von kandiertem Ingwer. Die mineralische Dimension ist keine Behauptung, sondern spürbar – tief, kühl, fast salzig. Ein Duftprofil von beachtlicher Dichte.
Gaumen
Üppig, aber nicht schwer. Die Frucht trägt eine zarte Süße in sich, die von einer feingliedrigen Säure aufgefangen wird. Dazwischen: eine cremige Textur, würzige Untertöne, ein Spiel aus Kraft und Zurückhaltung. Das ist kein Wein für flüchtige Momente – er verlangt Aufmerksamkeit und belohnt sie.
Abgang
Lang, würzig, mit nachhallender Mineralität. Der letzte Eindruck ist von Ingwer und Honig geprägt, bevor eine kühle, steinige Note das Finale übernimmt.
Terroir & Herkunft
Der Käferberg liegt zwischen 310 und 345 Metern, warm und windgeschützt, mit südlicher und südöstlicher Ausrichtung. Der Boden ist ein geologisches Mosaik: Amphibolit, Gneis und Glimmerschiefer wechseln mit jüngeren Tonmergeln und Sanden – Ablagerungen der Paratethys, jenes Urmeers, das hier vor 16 Millionen Jahren verschwand. Fred Loimer, der das Weingut 1998 übernahm, nutzt diese Vielfalt mit fast geologischer Obsession. Das Kamptal selbst profitiert von kühler Waldviertler Luft im Norden und pannonischer Wärme im Süden – Temperaturgegensätze, die Aromatik und Struktur gleichermaßen fördern.
Rebsorte & Vinifikation
Grüner Veltliner, selektiv von Hand gelesen, als Ganztrauben gepresst, mit bis zu 24 Stunden Maischekontakt. Die Spontangärung erfolgte in großen Eichenfässern (1.250 und 2.500 Liter), gefolgt von elf Monaten auf der Vollhefe ohne Schwefel und weiteren neun Monaten auf der Feinhefe im Stahltank. Unfiltriert abgefüllt im Juni 2025. Ein Ausbau, der Geduld verlangt – und Komplexität schenkt.
Speiseempfehlungen
Die Cremigkeit und Würze dieses Weins suchen nach Substanz auf dem Teller: geschmorte Kalbshaxe, gebratener Zander mit Beurre blanc, Schweinebauch auf Sauerkraut oder reifer Bergkäse. Auch zu würzigen asiatischen Gerichten – etwa Curry mit Kokosmilch – eine spannende Wahl.
Besonderheiten
Loimer arbeitet seit 2006 biodynamisch und ist Mitgründer von respekt-BIODYN, einer Zertifizierung, die strengere Standards setzt als Demeter. Der Käferberg zählt zu den Ersten Lagen Österreichs (1.ÖTW). Dieser Wein zeigt, was passiert, wenn kompromisslose Weinbergsarbeit auf einen Ausbau trifft, der dem Wein Zeit lässt: Er braucht die Karaffe, und er wird mit den Jahren nur gewinnen.