Verkostungsnotiz
Ein Naturwein ohne Folklore: Château Revelette liegt am nordwestlichsten Rand der Coteaux d’Aix-en-Provence, wo nachts kalte Luft von den Alpen ins Tal gleitet und den Reben Frische bewahrt. Die PUR-Serie ist Peter Fischers radikalste Linie – minimal geschwefelt, unfiltriert, nicht stabilisiert. Der PUR Rouge 2024 zeigt, wie schlank und lebendig Grenache sein kann, wenn man sie einfach lässt.
- Farbe & Aussehen
- Tiefdunkles Violett-Rot mit purpurnen Reflexen – dicht, jugendlich, beinahe undurchsichtig.
- Nase
- Ein rauchiger Geselle: Brombeeren und schwarze Johannisbeeren, dazu Wacholder und Kräuter der Provence. Dahinter dunklere Noten von Tabak, Leder und frisch geschrotetem schwarzem Pfeffer – ein Wein, der seine Herkunft nicht verleugnet.
- Gaumen
- Ausgeprägte, dunkle Frucht, getragen von würzigen Tanninen und einer spannungsvollen Frische, die von den kühlen Alpennächten erzählt. Mit nur 12,5 % Vol. ungewöhnlich leichtfüßig für einen provenzalischen Rotwein – ein Tropfen, der nie sättigt, sondern freudvoll belebt.
- Abgang
- Sauber, reduktiv-schlank und würzig, mit nachhallender dunkler Beerenfrucht und einem Hauch Kräuter.
- Terroir & Herkunft
- 30 Hektar Reben auf 330 bis 400 Metern Höhe, umgeben von Wald, am Fuß der Montagne Sainte-Victoire nördlich von Aix-en-Provence. Große Tag-Nacht-Temperaturunterschiede sorgen für langsame Reife und Weine mit Zug – ein Mikroklima, das in der Provence einzigartig ist.
- Rebsorte & Vinifikation
- Reinsortige Grenache, trocken ausgebaut. Die PUR-Linie steht für den radikalsten Ansatz des Hauses: minimaler Schwefel, keine Filtration, keine Stabilisierung – Wein ohne Kompromisse, präzise und schlank.
- Speiseempfehlungen
- Passt zu deftiger, aromareicher Küche: etwa Lammkeule mit provenzalischen Kräutern, Ratatouille, Wurstwaren und Terrinen oder Pizza mit würzigem Belag.
- Besonderheiten
- Während andere PUR-Weine oft laut und rustikal wirken, bleibt dieser Grenache erstaunlich diszipliniert: reduktiv, klar, mit einer Frische, die man in der Provence so nicht erwartet. Kein Wunder, dass Fischers Weine auf den Karten von Troisgros und Paul Bocuse standen.





