Morei Teroldego Vigneti delle Dolomiti IGT 2018 1500ml Magnum
Ein trockener, feingliedriger Rotwein aus dem Campo Rotaliano im Trentino – im Großformat der 1500ml Magnum, reifefreundlich und mit klarem Herkunftsausdruck der Dolomiten.
Abfüller: Aziende Agricola Foradori, Via D. Chiesa 1, 38017 Mezzolombardo / Italy
Im Glas
Farbe
Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen.
Aroma
Veilchen, Blaubeeren und Holunderblüten, dazu Malve und Maulbeeren – dunkelfruchtig mit der rebsortentypischen floralen Kopfnote.
Geschmack
Seidig-feines, feinkörniges Tannin, transparente Frucht, vibrierende Säure und pulsierende Frische; ätherisch-kühler Nachhall mit animierend herbem, fruchtig klarem Finale.
Charakter
In der Nase opulenter als am Gaumen – ein quicklebendiger, erfrischender Trunk mit geradlinigem Herkunftscharakter statt Schwere.
Dazu
Rotkohlsüppchen mit Feldsalat-Rauchmandel-Pesto, gebratener Wels mit Beurre Rouge oder Blutwurst-Ravioli mit Apfel-Koriander-Chutney.
Besonderheiten
Die Einzellage Morei ist von alluvialem Sand des Noce-Tals geprägt; der Wein reifte in spanischen Tonamphoren (Tinajas) auf dem Demeter-zertifizierten Weingut Foradori – Magnumflasche für langsames, elegantes Reifen.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen – dicht, jugendlich und glänzend im Glas, zumal die Magnum-Flasche dem Wein eine langsamere, edlere Reife schenkt.
Nase
Ein dunkles, florales Gewebe aus Veilchen, Blaubeeren und Maulbeeren, dazu Holunder und Malve. Die für Teroldego typische blumige Kopfnote wirkt opulenter, als der Wein sich am Gaumen dann zeigt – ein reizvoller Kontrast zwischen Versprechen und Erscheinung.
Gaumen
Erfrischend, klar, lebendig. Das feinkörnige, seidige Tannin trägt eine transparente dunkle Frucht, vibrierende Säure und pulsierende Frische. Die Nase verspricht Samt, der Gaumen liefert Struktur und Energie – ein quick, geradliniger Trunk mit nur 12,5 % Alkohol.
Abgang
Ätherisch-kühler Nachhall, fruchtig klares Finale mit animierend herber Note. Ein Wein, der zum nächsten Schluck einlädt statt zu schwerem Nachsinnen.
Terroir & Herkunft
Die Einzellage Morei liegt im Campo Rotaliano, einer Talebene zwischen Dolomiten-Dreitausendern, wo der Fluss Noce über Jahrtausende Kalkstein, Porphyr und Granit sedimentiert hat. Morei ist dabei vom alluvialen Sand geprägt – anders als die Schwesterlage Sgarzon, die auf Dolomit-Kalkstein wurzelt. Tagsüber reflektieren die Felswände die Sonne, nachts strömt kühle Bergluft ins Tal. Genau diesen Wechsel aus Wärme und Kühle schmeckt man: wilde Frucht trifft auf fast salzige Mineralität.
Rebsorte & Vinifikation
Teroldego, einst so bedeutend, dass man ihn beim Konzil von Trient ausschenkte, wäre im 20. Jahrhundert beinahe verschwunden. Elisabetta Foradori rettete die Sorte ab 1984 mit jahrelanger Massenselektion – heute stehen 80 Prozent der 28 Hektar des Guts unter dieser Rebe. In den spanischen Tonamphoren (Tinajas), acht Monate lang auf der Maische, findet der Morei seinen Ausdruck ohne dominierendes Holz. Das Weingut arbeitet Demeter-zertifiziert biodynamisch; seit 2013 führt Sohn Emilio die Weinbereitung.
Speiseempfehlungen
Ein vielseitiger Essenswein: Rotkohlsüppchen mit Feldsalat-Rauchmandel-Pesto, gebratener Wels mit Beurre Rouge und Blumenkohlcreme oder Blutwurst-Ravioli mit Apfel-Koriander-Chutney. Die frische Säure und das feine Tannin tragen erdige, rauchige und würzige Aromen mühelos.
Besonderheiten
Wer die Dolomiten im Glas sucht, findet sie hier: herkunftsgeprägte Kühle und Mineralität statt opulenter Kraft. Der Jahrgang 2018 in der Magnum verspricht dank langsamerer Entwicklung zusätzliche Trinkfreude über Jahre – ein Wein von seltener Aufrichtigkeit, der den einst vergessenen Teroldego in Reinform zeigt.