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Morei Teroldego Vigneti delle Dolomiti IGT 2022

Morei Teroldego Vigneti delle Dolomiti IGT 2022

Ein kraftvoller, dunkelfruchtiger Rotwein aus dem Campo Rotaliano im Trentino. Von den kieseligen Schwemmlandböden des Flusses Noce geprägt, vereint er florale Finesse mit griffiger Struktur und kühler, alpin geschärfter Frische.

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Rebsorte
Teroldego
Herkunft
Trentin, Italien
Jahrgang
2022
Alkohol
12,5 % Vol.
Restsüße
trocken
Servieren
14–16 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9911031210
Abfüller und Zutaten

Abfüller: Aziende Agricola Foradori, Via D. Chiesa 1, 38017 Mezzolombardo / Italy

Im Glas

  1. Farbe

    Tiefes Purpurrot mit schwarzem Kern und violetten Reflexen – die dunkle Farbgebung, der der Wein auch seinen Namen verdankt.

  2. Aroma

    Dunkle Blaubeeren und Kirschen treffen auf die florale Kopfnote von Malven und Veilchen, abgerundet durch einen feinen Hauch von Schokolade.

  3. Geschmack

    Großzügiger Antrunk mit ausladender, dunkler Frucht, umschlossen von einem griffigen, dicht gewebten Tanninkorsett. Ein straffer Säurebogen führt in ein kühles, fruchtbetontes Finish mit feiner Mineralität.

  4. Charakter

    Der kraftvollere der beiden Lagen-Teroldegos von Foradori: jugendlich offenherzig und großzügig, zugleich engmaschig strukturiert und tiefgründig – ein Wein mit Spannung zwischen üppiger Frucht und alpiner Straffheit.

  5. Dazu

    Ideal zu kräftigem Fleisch wie Lammkeule oder Rinderbraten, zu Wildgerichten mit dunklen Beerenjus sowie zu gereiftem Hartkäse aus den Alpen.

  6. Besonder­heiten

    Gärung und achtmonatige Reifung auf den Schalen in spanischen Tonamphoren (Tinajas) verleihen dem Wein seine besondere Tiefe und Textur. Die 2,5-Hektar-Lage Morei ruht auf sandig-kiesigem Alluvialboden des Noce; das Weingut ist Demeter-zertifiziert und gilt als Retter der autochthonen Rebsorte Teroldego.

Verkostungsnotiz


Farbe & Aussehen
Purpurrot mit schwarzem Kern und violetten Reflexen – ein Wein, der schon im Glas ankündigt, warum die Trentiner diese Lage „Morei“, die Dunkle, nennen.
Nase
Dunkelfruchtig und kraftvoll, dabei in der Jugend erstaunlich offenherzig. Malven und Veilchen schweben über Blaubeeren und Kirschen, ein Hauch von Schokolade gibt dem Ganzen Kontur. Die florale Kopfnote, die den Teroldego auszeichnet, ist unüberhörbar da.
Gaumen
Großzügiger Antrunk, ausladende Frucht, freundliches Naturell – und dann das Korsett: griffige Tannine, engmaschig gewebt, rahmen die tiefgründige dunkle Frucht. Ein straffer Säurebogen hält die Fülle in der Schwebe. Das ist der kräftigere der beiden Lagen-Teroldegos, aber Kraft ohne Schwerfälligkeit – bei 12,5 Prozent Alkohol bleibt der Wein erstaunlich beweglich.
Abgang
Kühl und fruchtbetont, mit jener fast salzigen Mineralität, die man im Campo Rotaliano dem Zusammenspiel aus heißen Tagen und kalter Bergluft zuschreibt.
Terroir & Herkunft
Der Campo Rotaliano ist eine Talebene, eingekeilt zwischen den Dreitausendern der Dolomiten, geformt vom Fluss Noce, der seit Jahrtausenden Kalkstein, Porphyr und Granit ins Tal schwemmt. Die 2,5 Hektar der Vigneto Morei liegen auf kieselig-sandigem Schwemmland – Böden, die dem Teroldego Tiefe und dunkle Frucht geben. Tagsüber reflektieren die Felswände die Sonne, nachts strömt kalte Luft vom Berg. Dieser Kontrast steckt im Glas.
Rebsorte & Vinifikation
Teroldego, einst so bedeutend, dass man ihn beim Konzil von Trient ausschenkte, wäre im 20. Jahrhundert beinahe verschwunden. Elisabetta Foradori holte die Sorte ab 1984 mit akribischer Massenselektion zurück. Für den Morei vergären die Trauben in spanischen Tonamphoren (Tinajas aus Villarrobledo) und reifen acht Monate auf den Schalen. Ton statt Barrique – weil Holz den Teroldego überlagert. Etwa 12.000 Flaschen pro Jahr.
Speiseempfehlungen
Die griffige Struktur und die dunkle Frucht brauchen Substanz auf dem Teller: geschmorte Lammkeule, Rindsbraten mit dunkler Jus, Wildschweinragout oder Polenta mit Pilzen. Auch zu reifem Bergkäse eine sichere Bank.
Besonderheiten
Ein Wein aus Demeter-zertifizierten Reben, der zeigt, wie unterschiedlich derselbe Boden sprechen kann: Wo die Schwesterlage Sgarzon auf Dolomit-Kalkstein steht, gibt Morei die sandige, dunklere, üppigere Antwort. Foradori beweist hier, dass Amphore keine Esoterik ist, sondern ein Werkzeug für Klarheit.

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