Verkostungsnotiz
- Farbe & Aussehen
- Purpurrot mit jugendlichem Glanz; dichte, tiefdunkle Mitte, die im Glas schwarz wirkt.
- Nase
- Schwarze Johannisbeere und dunkle Kirsche, dazu feine Würznoten und elegant integriertes Holz. Frisch, anregend, ausgesprochen einladend.
- Gaumen
- Kompakt und dicht, doch ohne jede Schwere. Dunkle Frucht trifft auf samtige Tannine, getragen von bemerkenswerter Frische und innerer Spannung. Das Zusammenspiel aus Kraft und Finesse erinnert an großen Bordeaux – allerdings mit iberischem Akzent.
- Abgang
- Lang, würzig und präzise ausklingend; die Mineralität der Schieferböden schwingt nach.
- Terroir & Herkunft
- Trujillo in der Extremadura: Schieferböden, karges Land, glühende Sommer, eisige Winter. Bedingungen, die schwache Reben vernichten und starke zu Höchstleistungen treiben. Hier, wo einst Pizarro nach Peru aufbrach, entsteht seit 1999 ein Projekt, das die Region auf die Weinkarte Spaniens setzte.
- Rebsorte & Vinifikation
- Reinsortiger Cabernet Franc – in Spanien eine Rarität mit nur etwa 750 Hektar Gesamtfläche. Die entrappten Trauben vergoren im Stahltank, anschließend reifte der Wein zwölf Monate in französischen Barriques.
- Speiseempfehlungen
- Ideal zu Rabo de Toro (geschmortem Ochsenschwanz) oder feinem Jamón Ibérico. Auch ein gereifter Hartkäse wäre denkbar.
- Besonderheiten
- Die Nummer 27 erscheint nur einmal und wird nie wiederholt – Habla behandelt jeden Jahrgang als eigenständiges Kunstwerk. Die Architektur der Bodega, ein preisgekröntes Bauwerk aus Kupfer und Schiefer, halb unterirdisch und per Schwerkraft arbeitend, spiegelt denselben Anspruch: Wein als singulärer Ausdruck seines Ursprungs.



