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Kirchberg Oberrotweil Chardonnay GG 2022

Kirchberg Oberrotweil Chardonnay GG 2022

Ein kreidig-mineralisches Großes Gewächs vom Kaiserstuhl, das vulkanische Herkunft mit burgundischer Eleganz verbindet und als Texturwein mit feinem Grip und langem, spannungsgeladenem Finale überzeugt.

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Jahrgang

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Vorrätig

Rebsorte
Chardonnay
Jahrgang
2022
Alkohol
12,5 % Vol.
Restsüße
trocken
Servieren
8–10 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9912023592
Abfüller und Zutaten

Abfüller: Weingut Franz Keller, Badbergstr. 44, 79235 Vogtsburg-Oberbergen im Kaiserstuhl / Germany

Im Glas

  1. Farbe

    Intensives Strohgelb.

  2. Aroma

    Feine Reduktion über Birnen, Quitten, Mirabellen und Karambole, dazu Zitronen- und Limettenzesten, Verbene, Melisse, ein Hauch Fenchelgrün, Hefeteig, zerstoßene Kreide und dezentes Holz.

  3. Geschmack

    Elegant, fein und fast süffig mit wilder, ungestümer Seite; saftige Birnen, reife Quitten und viel Zitrusfrucht treffen auf kreidige Textur, feinen Grip, lebendige Säure und wohl dosiertes Holz im langen Finale.

  4. Charakter

    Ein strukturbetonter, subtiler und lebendiger Weißwein, der von der ersten Sekunde Spannung aufbaut und trocken bei 12,5% Vol. wirkt.

  5. Dazu

    Edler Fisch in Buttersauce, Kalbfleisch mit Kräutern, Geflügelgerichte der französisch-badischen Küche.

  6. Besonder­heiten

    Aus der südwestlich exponierten Großen Lage Oberrotweiler Kirchberg auf hellem, kalkhaltigem Vulkanschotter mit Anfang der 1990er Jahre gepflanzter burgundischer Genetik; spontan vergoren, 12 Monate in 350-Liter-Eichenfässern mit 35% Neuholz plus sechs Monate im Stahltank auf der Vollhefe ausgebaut.

Verkostungsnotiz


Farbe & Aussehen
Intensives Strohgelb, dicht und leuchtend im Glas.
Nase
Zunächst liegt eine feine Reduktion wie Dunst über dem Bouquet – darunter schälen sich Birne, Quitte und Mirabelle hervor, dazu exotische Anklänge von Karambole, Zitronen- und Limettenzesten. Kräutrige Noten von Verbene, Melisse und Fenchelgrün mischen sich mit Hefeteig, zerstoßener Kreide und dezentem Holz. Ein Duftbild, das man eher in der Côte de Beaune vermuten würde als in Baden.
Gaumen
Elegant, fein und fast süffig – und doch mit einer wilden, ungestümen Seite. Saftige Birnen, reife Quitten und viel Zitrusfrucht treffen auf holzwürzige, leicht rauchige Töne. Vor allem aber ist dies ein Texturwein: feiner Grip, kreidiges Mundgefühl, saftige Säure und zurückhaltend eingesetztes Holz.
Abgang
Von Beginn an baut der Wein Spannung auf – und hält sie bis ins lange Finale: präzise, subtil, lebendig, mit kreidigem Nachhall.
Terroir & Herkunft
Der Oberrotweiler Kirchberg zählt zu den sechs VDP Großen Lagen des Weinguts am Kaiserstuhl. Süd-westlich exponiert, ruht der Weinberg auf hellem, kalkhaltigem Vulkanschotter – jener vulkanischen Herkunft, die den Weinen von Franz Keller ihre unverwechselbare Mineralität verleiht. Kein Zufall, dass Friedrich Keller vom »badischen Burgund« spricht: Die Lage wurde Anfang der 1990er Jahre mit einer Genetik aus den besten Weinbergen des Burgunds bepflanzt.
Rebsorte & Vinifikation
Chardonnay, spontan vergoren nach kurzer Maischestandzeit, vollständig trocken durchgegoren. Der Ausbau erfolgte zwölf Monate in 350-Liter-Eichenfässern mit 35 % Neuholzanteil, danach sechs weitere Monate im Stahltank – jeweils auf der Vollhefe. Vinifiziert in der 2013 erbauten, terrassenförmig in den Hang gesetzten Kellerei nach dem Gravitationsprinzip, das einen besonders schonenden Umgang mit dem Lesegut erlaubt.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für die Tafel – ganz im Geist des hauseigenen, seit 1969 mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurants Schwarzer Adler. Er passt zu gebratenem Steinbutt mit Beurre blanc, Kalbsbries, Poularde in Morcheljus oder handgeschabten Spätzle mit Bergkäse. Auch zu reifem Comté eine sichere Bank.
Besonderheiten
Das seltene Zusammenspiel von Eleganz und Ungestüm: feine Reduktion, kreidige Struktur und eine Spannung, die diesen Großen Gewächs-Chardonnay eher burgundisch wirken lässt, als es seine badische Herkunft vermuten ließe.

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