Leuchtendes, transparentes Rubinrot mit violetten Reflexen.
Aroma
Duftet frisch nach saftigen Weichselkirschen, Waldbeeren und Veilchen, unterlegt von einer feinen, dunklen Mineralik.
Geschmack
Schlank und saftig am Gaumen mit moderaten 11,5% Vol. Alkohol, feingliedriger Säure und seidigem Tannin.
Charakter
Ungewöhnlich frisch, beschwingt und voller Spannung – ein unkomplizierter Rotwein mit hohem Trinkfluss abseits von Opulenz.
Dazu
Passt hervorragend zu Südtiroler Marende mit Kaminwurzen und Schüttelbrot, Pasta mit Tomatensauce oder leicht gekühlt zu gebratener Forelle.
Besonderheiten
Ein herrlich zugänglicher Zechenwein aus Lagrein und Vernatsch, gewonnen im biodynamischen Anbau aus traditioneller Pergola-Erziehung.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein roter Cuvée, der die Südtiroler Tradition mit erfrischender Leichtigkeit neu interpretiert. Statt auf schwere Extrakte und hohe Gradation zu setzen, bringt Martin Gojer mit moderaten 11,5 % Vol. einen überaus trinkanimierenden, saftigen Rotwein ins Glas. Die kühle Stilistik offenbart eine feine Säurestruktur, lebendige Frucht und seidige Gerbstoffe – ein Gegenentwurf zur opulenten Massenware, der Trinkfluss mit handwerklicher Anforderung vereint.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus den steilen Lagen oberhalb von Bozen am Kohlerer Berg und Ritten. Im Gegensatz zu den üblicherweise sonnenverwöhnten Hängen der Region sorgt hier eine Nordwest-Exposition für Beschattung durch angrenzende Wälder und kühle nächtliche Fallwinde. Die vulkanisch geprägten Böden aus Porphyr, Basalt und Granit verleihen dem Wein eine markante minerale Spannung. Die Reben werden biodynamisch in traditioneller Pergola-Erziehung kultiviert, was den Boden vor dem Austrocknen schützt und Reife ohne Überhitzen ermöglicht.
Rebsorte & Vinifikation
In dieser Assemblage treffen die beiden heimischen Klassiker Südtirols aufeinander: der dunkle, strukturbetonte Lagrein und der helle, fruchtbetonte Vernatsch. Handarbeit in den Steillagen und sanfte Bienen-, Hühner- sowie Schafe-Unterstützung im Weinberg prägen den Anbau. Im Keller gärt der Wein spontan mit wilden Hefen und reift ungeschönt sowie unfiltriert. Es entsteht ein unverfälschter Ausdruck der Lagen, der den Sorten ihren natürlichen Freiraum lässt.
Speiseempfehlungen
Durch seine leicht gekühlte Serviertemperatur und den schlanken Körper passt dieser Wein hervorragend zu einer klassischen Südtiroler Mahrtsmause mit Speck und kühlem Bergkäse. Ebenso passt er wunderbar zu leicht angebratenem Kalbsfleisch, pikantem Pasta-Gericht mit Tomatensauce oder einfach als unkomplizierter Schoppen in geselliger Runde.