Ein trockener Spitzenriesling aus dem Rheingau – biodynamisch erzeugt (Demeter), aus über 50 Jahre alten Reben einer VDP Grosse Lage, mit kraftvoller Mineralität und vibrierender Säure.
64,50 €86,00 € / l
Inkl. MwSt. wo zutreffend
Vorrätig.Schneller Versand per DHL oder DHL Express. Sicher verpackt und versichert gegen Bruch und Verlust.
Abfüller: Weingut Peter Jakob Kühn, Mühlstraße 70, 65375 Oestrich-Winkel / Germany
Im Glas
Farbe
Intensives Strohgelb im Glas.
Aroma
Fein duftend mit spannungsvollem Wechselspiel aus Quarzgestein und mürbem Kernobst, Blütenduft und Heu, dazu Zitrone und eine kühle, leicht reduktive Note.
Geschmack
Intensiv und pur, mit großer Länge und Tiefe; druckvolle Säure (7,5 g/l) trifft auf salzige Mineralität, mürbe Frucht und einen Hauch zitroniger Süße bei nur 1,9 g Restzucker.
Charakter
Kraftvoll und energiegeladen, zugleich fein und präzise – ein Riesling mit Rheingauer Herz und einer gewissen wilden, ungebundenen Spannung.
Dazu
Gebratener Steinbutt oder Zander, Kalbsrücken mit Kräuterjus, asiatische Gerichte mit Zitrusnoten.
Besonderheiten
Erste GG-Parzelle der Lage (gepflanzt 1964) auf kiesigem Löss mit eisenhaltigem Quarzit; spontan vergoren und 18 Monate auf der Vollhefe im traditionellen 1.200-l-Stückfass ausgebaut – Demeter-zertifiziert aus zwölf Generationen Familientradition.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Intensives Strohgelb, dicht und leuchtend im Glas – ein Wein, der schon optisch ankündigt, dass hier Substanz ins Spiel kommt.
Nase
Fein duftend, aber mit einer gewissen Wildheit, die ihn ungemein reizvoll macht. Quarzgestein trifft auf mürbes Kernobst, Blütenduft auf Heu, Zitrone auf eine salzige, fast maritime Chitin-Note. Er pendelt zwischen reduktiver Kühle und reifer Wärme – ein Rheingauer Herz mit jurassischer Seele.
Gaumen
Intensiv, pur, tief. Kraft und Energie ohne jede Schwere: eine vibrierende Mineralität, eine druckvolle Säure von 7,5 Gramm Gerade einmal 1,9 Gramm Restzucker – und doch eine Spur zitroniger Süße, die sich mundwässernd mit Salz und mürber Frucht verbindet. Trocken, aber nicht asketisch.
Abgang
Beeindruckende Länge und Tiefe, salzig-nervig, mit einem Nachhall, der eher an Stein und Zitrusschale denkt als an Frucht. Ein Abgang, der im Mund weiterarbeitet, lange nachdem das Glas abgesetzt ist.
Terroir & Herkunft
Die Oestricher Lenchen im Rheingau verdankt ihren Namen der Lehne des Pfingstbachs, der am Fuß der Lage fließt und für Frühnebel sorgt. Westlage mit 12 bis 15 Prozent Steigung, 120 bis 170 Meter hoch, auf fruchtbarem, kiesigem Löss, durchzogen von eisenhaltigen Quarziten und Tonmergeln – der alte Gewannname „Eiserberg“ erinnert daran. Traditionell Heimat edelsüßer Rieslinge, seit 2018 auch Quelle dieses Großen Gewächses aus einer 1964 gepflanzten Parzelle.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Riesling, Handlese, ganze Trauben über Stunden gepresst, spontan vergoren und 18 Monate auf der Vollhefe im traditionellen Stückfass (1.200 Liter) ausgebaut. Das Weingut in zwölfter Generation arbeitet nach Demeter-Richtlinien – im konservativen Rheingau einst belächelt, heute ein Qualitätsbeweis.
Speiseempfehlungen
Die salzige Spannung ruft nach gebratenem Steinbutt oder Seezunge in Beurre blanc. Auch zu Schweinefilet mit Zitronenthymian, Risotto mit grünem Spargel oder gereiftem Comté eine Offenbarung.
Besonderheiten
Ein Großes Gewächs aus einer Lage, die man eher mit edelsüßen Raritäten verbindet – und genau das macht ihn spannend: die Konzentration der Lenchen, übersetzt in trockene Präzision. Aus alten Reben, mit der kühlen Hand eines Hauses, das im Keller nur begleitet statt inszeniert.