Weinbeschreibung für Gimmeldinger Biengarten Spätburgunder VDP Erste Lage 2021 von Christmann
- Farbe & Aussehen
- Leuchtendes, dunkles Kirschrot mit einem sich aufhellenden, transparenten Rand – ein erster Hinweis auf die elegante Vielschichtigkeit dieses Spätburgunders.
- Nase
- Die Nase ist von faszinierender Ambivalenz: Walderdbeere, Sauerkirsche und Maulbeere treffen auf reife Himbeere und Holunderbeere. All diese Frucht liegt noch unter einem dunklen, floralen Schleier verborgen, hinter dem sich dezente Würze entfaltet – Nelke, Wacholder, Piment und weißer Pfeffer flüstern zurückhaltend. Darunter: Waldboden, rote Erde, ein Hauch Kreide. Ein Wein, der noch nicht alles preisgibt.
- Gaumen
- Der Einstieg ist seidig und zart – doch dann übernimmt eine packende, präzise Säure das Steuer und treibt den Wein mit unwiderstehlichem Trinkfluss voran. Die Adstringenz ist spürbar und verleiht Struktur und Biss. Die Frucht zeigt sich am Gaumen dunkler als in der Nase, verschmilzt mit floralen Tönen zu einem gebündelten, konzentrierten Ausdruck. Saftig und karg zugleich – ein Wein voller innerer Spannung.
- Abgang
- Lang und eindringlich. Der Abgang erinnert an frisch gebrochene grüne Äste – saftig, leicht rauchig, mit einer feinen Kräuterfrische und anhaltender Frucht. Die Verbindung von rauchigen Akzenten, lebendiger Frucht und mineralischer Tiefe bleibt noch lange am Gaumen haften.
- Terroir & Herkunft
- Der Gimmeldinger Biengarten ist eine anerkannte VDP.Erste Lage – steil terrassiert, windgeschützt durch eine natürliche Mulde, auf demselben tertiären Kalkmergel-Riff wie die benachbarten Großen Lagen Idig und Ölberg. Die Ost- bis Ostsüdausrichtung bei 10 % Gefälle sorgt für eine elegante, kühle Reife. Ein Terroir, das Tiefe und Finesse gleichermaßen schenkt.
- Rebsorte & Vinifikation
- Die Spätburgunder-Reben wurden 1982 gepflanzt und liefern locker beerige, kleine Erträge von höchster Qualität. Gelesen am 21. September 2021, spontan vergoren mit einem Anteil von 10 % ganzen Trauben. Ausbau im Barrique mit 10 % neuem Holz bis Februar 2022, Füllung erst im Mai 2023 – ein Wein mit Zeit und Geduld vinifiziert.
- Speiseempfehlungen
- Die lebendige Säure und elegante Struktur machen diesen Spätburgunder zum idealen Begleiter vegetarischer Gerichte mit Tiefe: Selleriesteaks mit Petersilien-Pesto und gepufftem Dinkel, ein warmer Salat aus Auberginen, Tomaten und Pinienkernen oder Tagliatelle mit Radicchio und Zitrone.
- Besonderheiten
- Ein Wein, der Geduld belohnt. Der Biengarten 2021 ist noch jung und verschlossen – doch das Potenzial ist unverkennbar. Dekantieren empfohlen, oder besser noch: einige Jahre zuwarten. Ein Spätburgunder, der die Handschrift des Pfälzer Kalkterroirs mit burgundischer Eleganz verbindet.
Steckbrief
| Winzer | Christmann |
|---|---|
| Land | Deutschland |
| Region | Pfalz |
| Jahrgang | |
| Farbe | |
| Sorte | Spätburgunder |
| Typ | |
| Inhalt | |
| Alkoholgehalt | 13,0% Vol. |
| Restsüße | |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Hersteller | Weingut A. Christmann, Peter-Koch-Str. 43, 67435 Gimmeldingen/Pfalz / Germany |
| Vollständige Produktbezeichnung | Christmann Gimmeldinger Biengarten Spätburgunder VDP Erste Lage 2021 |






