Abfüller: Weingut A. Christmann, Peter-Koch-Str. 43, 67435 Gimmeldingen/Pfalz / Germany
Im Glas
Farbe
Dunkles, leuchtendes Kirschrot mit aufhellendem Rand.
Aroma
Vielschichtiges Bouquet aus Walderdbeeren, Süß- und Sauerkirschen, Maulbeeren und Himbeeren, umhüllt von einem dunklen, floralen Schleier; dahinter verbergen sich feine Gewürznoten von Nelke, Pfeffer und Wacholder sowie erdige Töne von Waldboden, roter Erde und Kreide.
Geschmack
Seidig und zart am Gaumen, dann mit kraftvollem Säuredruck und hoher Adstringenz; dunkle Frucht trifft auf florale und leicht rauchige Noten, im Abgang saftig grün mit subtiler Kräuterfrische.
Charakter
Ein Spätburgunder voller Spannung und Kontraste – dunkel und hell zugleich, saftig und doch karg, mit Tiefe und Eleganz; ein Wein, der noch reifen darf und seine Komplexität erst allmählich offenbart.
Dazu
Selleriesteaks mit Petersilien-Pesto und gepufftem Dinkel, warmer Salat aus Auberginen, Tomaten und Pinienkernen oder Tagliatelle mit Radicchio und Zitrone.
Besonderheiten
Aus einer VDP Ersten Lage auf tertiärem Kalkmergel, auf dem gleichen Kalkriff wie die legendären Großen Lagen IDIG und Ölberg; alte Reben aus 1982, spontan vergoren mit 10 % ganzen Trauben und im Barrique ausgebaut; biodynamisch zertifiziert nach respekt-BIODYN – ein Wein, der Terroir und Handschrift der Familie Christmann eindrucksvoll zeigt.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Dunkles, leuchtendes Kirschrot, das zum Glasrand hin aufhellt – ein Versprechen von Jugend und Konzentration zugleich.
Nase
Ein Wein von reizvoller Zwiesprache: Walderdbeeren und Süßkirschen treffen auf Sauerkirschen, Maulbeeren und Holunder. Doch die Frucht bleibt zunächst verhüllt unter einem dunklen, floralen Schleier. Dahinter zeichnen sich leise Gewürznoten ab – Nelke, Pfeffer, Wacholder – dazu herbe, nussige Anklänge und eine erdige Tiefgründigkeit von Waldboden, roter Erde und Kreide.
Gaumen
Seidig im Antrunk, dann sofort dieser bemerkenswerte Säuredruck, der den Wein vorantreibt wie eine Strömung. Hohe Adstringenz sorgt für enormen Trinkfluss. Die Frucht wird dunkler, verschmilzt mit den floralen Noten zu einem gebündelten Strahl. Zwischen Saftigkeit und karger Mineralität oszilliert dieser Spätburgunder mit spürbarer Spannung.
Abgang
Lang und vielschichtig: frisch gebrochene Äste, saftig grün und doch holzig, dazu leicht rauchige Akzente und ein Hauch Kräuterfrische.
Terroir & Herkunft
Der Biengarten erstreckt sich über steile Terrassen am Waldrand von Gimmeldingen nach Königsbach. Geschützt vor kalten Winden durch eine leichte Mulde, ruht die Lage auf tertiärem Kalkmergel – demselben Kalkriff wie die benachbarten Großen Lagen IDIG und Ölberg. Die 1982 gepflanzten Reben tragen wenige, lockerbeerige Trauben. Familie Christmann besitzt hier 1,1 Hektar mit Ost- bis Ostsüd-Ausrichtung.
Rebsorte & Vinifikation
Spätburgunder, gelesen am 21. September 2021. Spontan vergoren mit zehn Prozent ganzen Trauben, ausgebaut bis Februar 2022 im Barrique (zehn Prozent neues Holz), gefüllt im Mai 2023.
Speiseempfehlungen
Die straffe Säure und die erdige Tiefe machen ihn zum idealen Partner für Selleriesteaks mit Petersilien-Pesto und gepufftem Dinkel, einen warmen Salat aus Auberginen, Tomaten und Pinienkernen oder Tagliatelle mit Radicchio und Zitrone.
Besonderheiten
Das Weingut Christmann arbeitet seit 2003 biodynamisch, zertifiziert nach respekt-BIODYN und EU-Bio. Steffen Christmann, VDP-Präsident seit 2007, führt den Betrieb gemeinsam mit Tochter Sophie. Die Magnumflasche verspricht eine langsamere, edlere Entwicklung – dieser Wein wird in fünf, besser zehn Jahren zeigen, wozu pfälzischer Spätburgunder aus bester Lage fähig ist.