Abfüller: Aziende Agricola Foradori, Via D. Chiesa 1, 38017 Mezzolombardo / Italy
Im Glas
Farbe
Tiefes Granatapfel-Kernrot mit kupfernem Schimmer – untypisch für Pinot Grigio, gewonnen durch den langen Schalenkontakt.
Aroma
Ausdrucksstark nach Hagebutte, Orange, Waldhimbeere und frischen mediterranen Kräutern, unterlegt von steinigen, mineralischen Noten.
Geschmack
Pikanter, griffiger Auftakt mit fein eingebundenem Gerbstoff; herbale Frische belebt den Gaumen, die 12,5 Vol.% wirken zart und animierend.
Charakter
Kompakt, lebendig und nachdenklich – ein Wein zum Schwelgen, der sich bewusst abseits gängiger Pinot-Grigio-Klischees bewegt.
Dazu
Geräucherter Forelle aus den Bergen, kräuterreiche Risotto-Variationen oder herzhafte Pasta mit Pilzen und Salbei.
Besonderheiten
Sechs bis acht Monate auf den Schalen in spanischen Tonamphoren (Tinajas) von Juan Padilla aus Villarrobledo, danach kurz in gebrauchtem Akazienholz; die Trauben kommen von zwei Hektar Pergola im Campo Rotaliano, biodynamisch bewirtschaftet und Demeter-zertifiziert.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Verblüffend und schön: ein Granatapfel-Kern-Rot, kupfern schimmernd – weit entfernt vom blassen Strohgelb, das man unter Pinot Grigio erwartet. Schon im Glas kündigt dieser Wein an, dass er eigene Wege geht.
Nase
Ausdrucksstark und vielschichtig: Hagebutte und Orange treffen auf frische, mediterrane Kräuter, Waldhimbeere und feine steinige Noten. Die süße Frucht wirkt kompakt, doch nie üppig – ein Duftbild, das mit dem Klischee italienischen Pinot Grigio radikal bricht.
Gaumen
Sofort spürbar: Pikanz und ein griffiges, tanninisches Gerüst, das dem Wein wunderbar zu Gesicht steht. Herbale, frische Noten treiben ihn voran, die 12,5 Vol.% fügen sich zart und federleicht ein und verstärken den animierenden Zug. Trocken, präzise, mit Spannung gebaut – ein Wein zum Meditieren und Schwelgen.
Abgang
Lang und nachhallend, mit kräuteriger Frische und einer feinen, fast salzigen Würze im Nachklang. Man setzt das Glas ab – und denkt weiter über diesen Wein nach.
Terroir & Herkunft
Der Campo Rotaliano im Trentino ist eine geologische Besonderheit: eine Talebene, eingekeilt zwischen Dreitausendern, in der der Fluss Noce über Jahrtausende Kalkstein, Porphyr und Granit aus den Dolomiten abgelagert hat. Tagsüber reflektieren die Felswände die Sonne, nachts strömt kühle Bergluft ins Tal – dieser Kontrast aus Reife und Frische steckt in jedem Schluck.
Rebsorte & Vinifikation
Pinot Grigio von zwei Hektar Pergola im Campo Rotaliano. Der Wein verbringt sechs bis acht Monate auf den Schalen in Tinajas, den spanischen Tonamphoren, die das Markenzeichen des Hauses sind. Die Maischestandzeit verleiht Farbe, Griff und Tiefe – und lässt den zarten Kern der Rebsorte umso klarer hervortreten.
Speiseempfehlungen
Seine griffige Art und die herbale Würze machen ihn vielseitig am Tisch: zu gegrilltem Gemüse mit Kräuteröl, Forelle auf Fenchel, Risotto mit wilden Kräutern oder gereiftem Tiroler Bergkäse. Auch zu Charcuterie und würziger italienischer Vorspeisenplatte eine überraschend starke Wahl.
Besonderheiten
»Fuoripista« – abseits der Piste. Der Name trifft es genau: ein Pinot Grigio in Amphore mit Schalenkontakt, rosa-rot statt blass, mit Tannin statt gefälliger Milde. Er zeigt, was aus dieser im Trentino allgegenwärtigen Rebsorte möglich ist, wenn man sie ernst nimmt – eine Offenbarung fernab aller Erwartungen.