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Embaixador 2023

Ein tiefgründiger Albariño aus dem Val do Salnés in den Rías Baixas: 60 Jahre alte Reben auf Granitboden, zwei Jahre Hefeausbau und atlantische Kühle formen einen Weißwein von seltener Präzision und salziger Tiefe.

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Vorrätig

Rebsorte
Albariño
Jahrgang
2023
Restsüße
trocken
Servieren
8–10 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9930000406

Im Glas

  1. Farbe

    Sattes, leuchtendes Goldgelb mit strahlender Brillanz und großer Ausdruckskraft im Glas.

  2. Aroma

    Reife Gelbfrucht (Pfirsich, Nektarine, Mirabelle, Mandarine), dazu Bergamotte- und Grapefruitabrieb, maritime Noten von Salz, Gischt und Austernschale sowie frische Kräuter wie Kerbel, Zitronengras und Minze.

  3. Geschmack

    Straff und präzise mit Salzzitrone, ausgeprägter salziger Mineralität, feinem Hefeschmelz und Anklängen von kaltem Rauch; enorme Länge bei eleganter, leichtfüßiger Art.

  4. Charakter

    Kühler, geradliniger Spitzen-Albariño, der weniger über Frucht als über Herkunft, Textur und salzige Spannung überzeugt – eine der charakterstärksten Interpretationen der Rebsorte.

  5. Dazu

    Austern und Schalentiere, gegrillter Seezunge oder Ceviche mit Limette.

  6. Besonder­heiten

    Aus einer 0,5-Hektar-Einzellage mit rund 60 Jahre alten Reben in Pergola-Erziehung; zwei Jahre Ausbau auf der Hefe (Granit- und Stahltank) verleihen die besondere Tiefe. Mit einer von nur 56 Platinum-Medaillen bei den TEXSOM Awards 2025 ausgezeichnet.

Verkostungsnotiz


Der Botschafter trägt seinen Namen zu Recht: Die TEXSOM Awards 2025 verliehen ihm eine von nur 56 Platinum-Medaillen – und ein Schluck ins Glas erklärt, warum. Hier kommt Albariño nicht als fröhlicher Terrassenwein daher, sondern als Wein von Ernst und Tiefe, geformt von uraltem Granit und Atlantikluft des Val do Salnés.

Farbe & Aussehen
Sattes, leuchtendes Goldgelb mit strahlender Brillanz – ein Glas, das schon optisch ankündigt: Das hier ist mehr als ein frischer Jungwein.
Nase
Tiefgründig und vielschichtig. Reifer Pfirsich, Nektarine, Mandarine und Mirabelle bilden das gelbfruchtige Fundament, darüber Abrieb von Bergamotte und Grapefruit. Dann das Maritime: Gischt, Austernschale, Salzzitrone. Frische Kräuter – Kerbel, Zitronengras, Minze – dazu fein algige Noten, die bei Belüftung mit Erbsensprossen und Kresse immer neue Schichten freigeben.
Gaumen
Die Frucht tritt kurz hervor, dann übernimmt eine straffe, messerscharfe Linie: Salzzitrone, Grapefruitabrieb, ausgeprägte salzige Mineralität, kühl und steinig. Feiner Hefeschmelz und ein Hauch kalten Rauchs geben Tiefe, Kräuter und salzige Spannung prägen die Mitte. Erstaunlich leichtfüßig bei aller Konzentration – ein Wein, der über Textur und Herkunft überzeugt statt über Frucht.
Abgang
Enorm lang, präzise und klar geführt, mit nachhallendem Salz- und Kräuterspiel. Das Ende bleibt kühl und geradlinig – als würde eine letzte Woge Gischt über den Gaumen ziehen.
Terroir & Herkunft
Eine Einzellage von nur 0,5 Hektar im Val do Salnés, dem Herzen der Rías Baixas. Rebstöcke im Schnitt 60 Jahre alt, tief verwurzelt in Böden granitischen Ursprungs mit lehmigem Charakter. Westlage zum Atlantik: kühle Nachmittagsbrisen, langsame Reife, knackige Säure. Die traditionelle Pergola-Erziehung schützt die Trauben vor intensiver Sonne und sorgt für Durchlüftung im regenreichen Galizien.
Rebsorte & Vinifikation
Reinsortiger Albariño, trocken. Manuelle Lese mit Selektion am Sortiertisch, vollständige Entrappung und kalte Mazeration. Vergärung bei kontrollierten 12–15 °C, danach zwei Jahre Ausbau auf der Hefe mit regelmäßigem Aufrühren – ein Jahr im Granittank, das zweite im Stahltank. Ein seltener Handgriff, der dem Wein seinen cremigen Schmelz und seine Rauchigkeit gibt.
Speiseempfehlungen
Ein Meister an der Küste: Austern, gegrillte Jakobsmuscheln, Herzmuscheln oder Pulpo a la gallega. Auch zu Thunfisch-Tartar, gänzenden Langustinen oder einem schlichten Ziegenkäse mit Kräutern eine Reise wert.
Besonderheiten
Das Künstleretikett »Cabeza de Serpe« von Francisco Leiro macht jede Flasche zum Sammlerstück. Dahinter ein Albariño der Extraklasse: Weniger Frucht, mehr Gestein, Salz und Geduld – die vielleicht charakterstärkste Interpretation der Sorte, die die Fariña-Brüder aus ihren alten Parzellen ziehen.

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