Leuchtendes Kirschrot mit violetten Reflexen – jugendlich und einladend im Glas.
Aroma
Reife rote Beeren wie Kirsche und Himbeere, dazu dunkle Pflaume, ein Hauch Veilchen und feine Kräuternoten.
Geschmack
Saftige Frucht, weiche Tannine und eine frische, kühle Säure – dank der nördlichen Hanglage auf 700 bis 750 Metern, wo die Nächte die Trauben abkühlen.
Charakter
Lebendig, frisch und spannungsgeladen – bewusst gegensätzlich zur oft opulenten Stilistik der Region; ohne Eichenmaske, dafür mit purer Tempranillo-Typizität.
Dazu
Tapas mit Chorizo und Manchego, gegrilltes Lammkotelett oder Pasta mit würziger Tomaten-Oliven-Sauce.
Besonderheiten
Biozertifiziertes Weingut an der »Goldenen Meile« der Ribera del Duero; der Ausbau in Stahl und Beton sowie der sanfte Schwerkraft-Keller ohne Pumpen sorgen für unverstellte Frucht und Finesse.
Verkostungsnotiz
Charakter
Der erste Kuss des Hauses Valdemonjas – und ein aufschlussreicher dazu. Dieser Tempranillo zeigt die Rebsorte unverstellt: offene, helle Frucht, die an rote Kirschen und Waldbeeren denkt, dazu ein Hauch von Veilchen und feiner Würze. Kein Eichenvorhang, keine Maskerade – stattdessen Frische, Spannung und Trinkfluss. Ein Wein, der bewusst leichtfüßig bleibt und sich damit angenehm von der oft opulenten Stilistik der Ribera del Duero abhebt.
Terroir & Herkunft
Valdemonjas liegt auf der Goldenen Meile der Ribera del Duero, zwischen Vega Sicilia und Pingus – berühmte Nachbarschaft. Alejandro Moyano entdeckte die neun Hektar in Quintanilla de Arriba 1997; zuvor wuchsen hier Zuckerrüben. Die Reben stehen am Nordhang auf 700 bis 750 Metern, wo kühle Nächte den Trauben ihre Säure bewahren. Auf engstem Raum wechseln Ton, Kalk, Mergel und Kreide; jede Parzelle wird separat gelesen und vergoren. Das Weingut ist biozertifiziert und energetisch weitgehend autark – Photovoltaik, gesammeltes Regenwasser, ein nach alter Mauertechnik gebauter Gewölbekeller ohne Klimaanlage.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Tempranillo, die große rote Rebe Spaniens, hier in ihrer eleganteren, kühleren Lesart. Seit 2011 berät der italienische Önologe Luca d’Attoma das Gut: weniger Extraktion, kürzere Maischestandzeiten, ein präziser Umgang mit Holz. Der El Primer Beso reift in Stahl und Beton – die ovalen Zementtanks erlauben eine sanfte Mikro-Oxygenation. Im Keller führt Schwerkraft die Trauben von Station zu Station, ohne Pumpen, ohne mechanischen Stress.
Speiseempfehlungen
Ein unkomplizierter Tischwein im besten Sinn: ideal zu gegrilltem Lamm, Jamón Ibérico und Manchego, aber auch zu Pasta mit Pilzen oder Linsengerichten. Leicht gekühlt macht er sich auch solo am Abend ausgezeichnet.