Der Dorsheim Riesling "Eierfels" 2024 von Schlossgut Diel vereint die Großen Lagen Goldloch und Burgberg zu einem trockenen, mineralischen Riesling im Stil eines Großen Gewächses von der Nahe.
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Abfüller: Schlossgut Diel, Burg-Layen 16, 55452 Rümmelsheim / Deutschland
Im Glas
Farbe
Strahlendes Goldgelb mit grünen Reflexen.
Aroma
Jugendlich zurückhaltend, nach dem Karaffieren weißer Pfirsich, Zitronenzeste und deutliche Kräuterwürze, durchzogen von kühler Mineralität.
Geschmack
Schlank und druckvoll mit präsenter Kräuternote, lebendiger Säure, saftiger Dichte und salzigem, langem Nachhall bei nur 11,5 % Vol.
Charakter
Nobler, tiefgründiger Riesling mit kühler Finesse und großem Reifepotenzial – ein Wein mit klarer Handschrift, ohne Schnörkel.
Dazu
Pfeffriges Geflügel, kräftig gewürzter Fisch oder gereifter Hartkäse.
Besonderheiten
Cuvée aus zwei Großen Lagen mit eigenem geologischem Fingerabdruck – Kiesellehm im Goldloch trifft auf eisenhaltigen Lehm im Burgberg. Spontane Vergärung mit Naturhefen und Ausbau in traditionellen Stückfässern aus heimischer Eiche.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Strahlendes Goldgelb mit grünen Reflexen.
Nase
Jugendlich zurückhaltend im ersten Ansatz, doch mit Luft zeigt sich, was in ihm steckt: weißer Pfirsich, Zitronenzeste, eine feine Kräuterwürze. Dazu eine kühle, fast kreidige Mineralität, die in der Nase kitzelt. Karaffieren lohnt sich.
Gaumen
Schlank, straff, mit bemerkenswertem Druck. Die Kräuternoten sind präsent, die Frische geradezu überschäumend. Mineralität und lebendige Säure tragen eine saftige Dichte, die weit über das Gewicht der nur 11,5 % Vol. hinausweist. Ein Riesling von nobler Statur, der schon jetzt fasziniert und großes Reifepotenzial verspricht.
Abgang
Lang, salzig, mit nachhallender Würze — ein Finale, das eher an Steine als an Frucht denken lässt.
Terroir & Herkunft
Der Eierfels vereint zwei Große Lagen von Schlossgut Diel: das Goldloch mit seinem Kiesellehm, das saftige Fülle und gelbe Steinfrucht liefert, und den Burgberg, dessen eisenhaltiger Lehm in Kessellage salzige Tiefe und rauchige Dimension beisteuert. Beide Lagen wurden bereits 1901 als erstklassig dokumentiert — Jahrzehnte bevor es das VDP-System gab.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Riesling, schonend gekeltert. Vergärung und Lagerung erfolgen mit Naturhefen in mehrjährigen Stückfässern aus heimischer Eiche — im Stil eines Großen Gewächses, ohne dass der Wein die offizielle Bezeichnung trägt.
Speiseempfehlungen
Die salzige Struktur und die Kräuterwürze machen ihn zum Gewinner neben gebratenem Zander mit Beurre blanc, Spargel mit Sauce Hollandaise oder Ziegenkäse auf geröstetem Brot. Auch zu Sashimi oder einer Gänseleber-Terrine eine spannende Wahl.
Besonderheiten
Caroline Diel, Winzerin des Jahres bei Falstaff, Feinschmecker und FAZ, führt das VDP-Weingut auf Burg Layen in siebter Generation. Der Eierfels zeigt ihre Handschrift: ohne Schnörkel, mineralisch, klar. Ein Wein, der beweist, dass die Nahe neben Mosel und Rheingau nicht zurücksteht — und der in zehn Jahren vermutlich noch besser schmeckt als heute.