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Nittnaus Anita & Hans

Hans Nittnaus vom Weingut Nittnaus

1994 machte Hans Nittnaus etwas Ungewöhnliches: Er schenkte seinen bereits geschützten Markennamen „Pannobile“ einer neu gegründeten Winzervereinigung in Gols. Das Weingut Nittnaus (Anita & Hans) ist seit dieser großzügigen Geste untrennbar mit der Geschichte des Burgenlandes verbunden. Am Ostufer des Neusiedler Sees bewirtschaftet die Familie seit 1684 ihre Weinberge, heute auf 36 Hektar zwischen Gols und der Leithaberg-Region. Seit 2007 arbeiten sie strikt biodynamisch nach respekt-BIODYN-Richtlinien. Ihre Flaggschiff-Cuvée Comondor und die klassischen Pannobile-Weine aus Blaufränkisch und Zweigelt zeigen die ganze Kraft der pannonischen Kalk- und Schieferböden.




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Die Pannobile-Legende: Als ein Winzer seinen Namen verschenkte

Es ist eine der bemerkenswertesten Geschichten des österreichischen Weinbaus: Hans Nittnaus hatte bereits in den frühen 1990er Jahren den Begriff „Pannobile“ als Markenname für seine Weine schützen lassen. Als sich 1994 acht Golser Winzer zur gleichnamigen Vereinigung zusammenschlossen, schenkte er ihnen kurzerhand seinen wertvollen Markennamen. Die Kreuzung aus „Pannonien“ und „Nobel“ sollte fortan für alle Mitglieder stehen – ein Akt der Großzügigkeit, der Hans Nittnaus‘ Charakter perfekt widerspiegelt. Heute ist Pannobile eine der renommiertesten Weinvereinigungen Österreichs, und das Weingut Nittnaus bleibt Gründungsmitglied dieser außergewöhnlichen Gemeinschaft.

Holzfässer im Keller von Weingut Nittnaus

Biodynamische Pioniere zwischen Neusiedler See und Leithaberg

Bereits 2007 stellte Familie Nittnaus ihre 36 Hektar Weinberge auf biodynamische Bewirtschaftung um – ein mutiger Schritt, der heute alle ihre Weine prägt. Zwischen den Rebzeilen wächst eine vielfältige Begrünung, Kompostaufbau ersetzt künstliche Dünger, und die Spontangärung lässt den Weinen ihre natürliche Entwicklung. „Wir machen den Wein nicht, sondern begleiten ihn“, beschreibt Hans Nittnaus seine Philosophie. Die Hälfte der Weinberge liegt rund um Gols am warmen Heideboden, die andere Hälfte in der kühleren Leithaberg-Region bei Jois. Diese Kombination aus Kalk- und Schieferböden verleiht besonders dem Blaufränkisch seine charakteristische Mineralität und Eleganz.

Comondor und die Kunst der 500-Liter-Fässer

Weinberg am Leithaberg von Weingut Nittnaus

Der Comondor, Nittnaus‘ Flaggschiff-Cuvée, machte das Weingut bereits in den frühen 1990er Jahren über die Grenzen des Burgenlandes hinaus bekannt. Diese kraftvolle Rotwein-Cuvée reift 18 bis 22 Monate in 500-Liter-Fässern, die dem Wein genau die richtige Menge an Holznoten geben, ohne ihn zu dominieren. Neben dem legendären Pannobile Rot 2022 aus Zweigelt und Blaufränkisch entstehen hier auch elegante Weißweine wie die Kalk & Schiefer Cuvée Weiss 2023. Ähnlich wie beim benachbarten Weingut Heinrich steht die respekt-BIODYN-Zertifizierung für kompromisslose Qualität und Nachhaltigkeit.

Generationswechsel mit Andi und Martin

Heute übernehmen bereits die Söhne Andi und Martin Nittnaus schrittweise die Verantwortung: Andi, der ruhige Handwerker, kümmert sich um Weinberg und Keller, während Martin, der kreative Kopf, neue Ideen einbringt. Ihre unterschiedlichen Charaktere ergänzen sich perfekt – genau wie bei ihren Eltern Anita und Hans. Der Blaufränkisch Kalk & Schiefer 2022 zeigt bereits die Handschrift der neuen Generation: präzise, mineralisch und von beeindruckender Länge. Von den jährlich erzielten Auszeichnungen – wie dem Grossen Gold 2024 für Blaufränkisch oder der Vinaria Trophy 2018 für den Comondor – lassen sich die Nittnaus nie blenden. Ihr Motto bleibt einfach: „Weine zum Leben. Seit 1684.“

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