Ein reinsortiger Pinot-Meunier-Champagner aus dem Weinberg Le Grand Morceaux in Talus-Saint-Prix — ohne Dosage, von 61 Jahre alten Reben, geprägt vom feuersteinhaltigen Kalk- und Lehmboden der Vallée du Petit Morin.
Intensives Goldgelb mit feiner, lebendiger Perlage.
Aroma
Ungewöhnlich und faszinierend: Walnüsse, Lagerapfel, Kaffee und Grapefruitzesten treffen auf erdige Noten — mit einer feinen, an Fino oder Manzanilla erinnernden oxidativen Würze statt üppiger Meunier-Frucht.
Geschmack
Knochentrocken, intensiv und vielschichtig: gelbe Pflaumen, Zwetschgen und Äpfel wechseln mit Kräutern, Agrumen, Sauerteig-Brotkruste und Tabak; reife, lebendige Säure, feines Mousseux, dazu Mineralität und ausgeprägte Salzigkeit.
Charakter
Ein kantiger, terroirbetonter Winzerchampagner mit Struktur und Tiefe — kompromisslos trocken, mineralisch-salzig und mit reifer, fast nussiger Komplexität statt primärer Frucht.
Dazu
Ideal zu Austern und Schalentieren, zu gereiftem Hartkäse wie Comté sowie zu Pilzgerichten oder Geflügelleber-Terrine.
Besonderheiten
100 % Pinot Meunier von 61 Jahre alten Rebstöcken aus einer einzigen Parzelle mit eingebundenem Feuerstein; spontan vergoren, zehn Monate in gebrauchten burgundischen Pièces ausgebaut, ohne malolaktische Gärung, mit null Gramm Dosage degorgiert — limitiert auf 1.776 Flaschen aus dem biodynamisch bewirtschafteten Familienweingut.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Intensives Goldgelb mit feiner, präziser Perlage — ein Champagner, der schon im Glas signalisiert, dass er Substanz besitzt.
Nase
Wer hier die üppige, fast exotische Frucht erwartet, die Pinot Meunier oft mitbringt, wird überrascht: Der Instinct Meunier duftet eher wie ein Spaziergang durch einen Keller voller Walnüsse, Lageräpfel und frisch gemahlenem Kaffee. Dazu Grapefruitzesten, eine Spur feuchter Erde — und eine leicht oxidative Note, die entfernt an Fino oder Manzanilla denken lässt. Ungewöhnlich, aber faszinierend.
Gaumen
Knochentrocken, wie es sich für einen Brut Nature gehört, mit feinem Mousseux und bemerkenswerter Intensität. Gelbe Pflaumen, Zwetschgen und Äpfel treffen auf Kräuter, Agrumen, Sauerteig-Brotkruste und einen Hauch Tabak. Die Säure ist reif und lebendig, getragen von ausgeprägter Mineralität und Salzigkeit — die oxidative Facette aus der Nase setzt sich fort, bleibt aber exzellent eingebunden.
Abgang
Lang, salzig und mit einer fast kreidigen Präzision — die Feuerstein-Mineralität, die dem Weingut seinen Namen gab, bleibt spürbar.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus der Einzellage Le Grand Morceaux am südlichen Rand der Champagne, zwischen Côte des Blancs und Côte de Sézanne. Kalk und Lehm im Boden, dazu eingebetteter Feuerstein — jene Silex-Steine, die einst als Mühlsteine gebrochen wurden und den Cuvées von Jeaunaux-Robin ihre mineralische Signatur verleihen. Die Rebstöcke sind 61 Jahre alt.
Rebsorte & Vinifikation
100% Pinot Meunier — die Rebsorte, die in der Vallée du Petit Morin seit Generationen zuhause ist und hier den Chardonnay in den Schatten stellt. Spontan vergoren, zehn Monate in gebrauchten burgundischen Pièces ausgebaut, ohne malolaktische Gärung. Tirage 2021, degorgiert im Januar 2024 mit null Gramm Dosage.
Speiseempfehlungen
Die nussige, leicht oxidative Aromatik und die straffe Säure machen diesen Champagner zu einem ernsthaften Essenswein: Gebratene Jakobsmuscheln, Comté, Perlhuhn mit Morcheln oder einfach geröstete Marcona-Mandeln.
Besonderheiten
Nur 1.776 Flaschen wurden erzeugt. Cyril Jeaunaux und Clémence Robin bewirtschaften ihre fünf Hektar biodynamisch — Berater Jacques Mell begleitet sie dabei seit 2013. Ein Champagner, der zeigt, dass Meunier weit mehr kann als die Rolle des Füllmaterials, die ihm die großen Häuser seit Jahrzehnten zuschreiben.