Abfüller: Domaine Trapet, 53 route de Beaune, 21220 Gevrey-Chambertin / France
Im Glas
Farbe
Leuchtendes Rubinrot mit kirschroten Reflexen.
Aroma
Rote Kirsche und dunkle Beeren, darunter eine feine salzig-kreidige Mineralität mit subtilen würzigen Anklängen.
Geschmack
Saftige Kirschfrucht, feinkörniges Tannin und lebendige Frische; präzise und tiefgründig, ohne jede Schwere.
Charakter
Finesse statt Kraft – ein Wein von aromatischer Tiefe und klarer Terroir-Transparenz, ganz im Stil von Jean-Louis Trapet: begleiten, niemals zwingen.
Dazu
Idealer Begleiter zu Entenbrust mit Kirschen, Pilzragout oder mildem Weichkäse.
Besonderheiten
Die Cuvée ist nach den fossilen Austernschalen („Ostrea“) benannt, die im Weinberg gefunden wurden und dem Wein seine unverwechselbare mineralische Signatur verleihen. Das Demeter-zertifizierte Weingut bewirtschaftet seine Reben seit 1996 biodynamisch.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Gevrey-Chambertin, der sich bewusst gegen das Kraftprotzentum stellt, das dieser Appellation oft anhaftet. Jean-Louis Trapet setzt auf Feinsinn statt Fülle: Kirschfrucht über einer salzig-kreidigen Mineralik, feinkörniges Tannin, aromatische Tiefe ohne Schwere. Ein Wein von seltener Reinheit, der sein Dorf eher flüstert als brüllt.
Terroir & Herkunft
Der Name ist das Terroir: Ostrea – lateinisch für Auster – verweist auf die fossilen Austernschalen, die Jean-Louis Trapet in seinen Weinbergen rund um Gevrey-Chambertin fand. Was einst Meeresboden war, prägt heute die mineralische Signatur dieser Cuvée. Die Domaine in der Côte de Nuits gehört zu den alten Häusern der Region; ihr Gründer Arthur Trapet rettete in den 1880er Jahren mit veredelten Unterlagen Reben vor der Reblaus – damals illegal, heute Pioniertat. Sieben Generationen später gilt: „Les hommes passent et la terre reste.“
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir aus einem Dorf, in dem diese Sorte ihre strukturierteste, ernsthafteste Seite zeigt. Seit 1996 wird das Gut biodynamisch bewirtschaftet, Demeter-zertifiziert seit 2009 – Pioniergeist, kein Marketing. Im Keller herrscht Zurückhaltung: sanfte Schwerkraft statt Pumpen, bei den Village-Weinen nur 20 bis 25 Prozent neues Holz. Das Ergebnis ist Burgund, wie er sein sollte: durchlässig, präzise, unverstellt.
Speiseempfehlungen
Die feine Tanninlinie und die salzige Ader machen diesen Wein zum vielseitigen Tischwein: ideal zu Coq au vin, Entenbrust mit Kirschjus, geschmortem Rehrücken oder Pilzgerichten mit Steinpilzen. Auch zu Epoisses oder anderem gereiften Weichkäse eine bereichernde Kombination. Jung schon zugänglich, doch Geduld wird belohnt.