Ein trockener Rotwein aus Navarra: Garnacha, Cabernet Sauvignon und Merlot aus Höhenlagen zwischen 400 und 700 Metern, geprägt von Kalksteinböden, Bio-Anbau und der kühlen Eleganz des Montejurra-Massivs.
Leuchtendes Rubinrot mit violetten Reflexen am Glasrand.
Aroma
Dunkle Beeren wie Brombeere und Schwarzkirsche, dazu Kräuter, etwas Veilchen und eine feine, kühle Mineralität vom Kalkstein.
Geschmack
Saftig und frisch mit weichen Tanninen, roter und dunkler Frucht, würzigen Noten und einem kreidig-mineralischen, langen Nachhall statt opulenter Wärme.
Charakter
Überraschend kühl und elegant für einen spanischen Süden-Blend – fast burgundisch im Ton, mit Herkunftsbezug statt Fruchtkonzentration, typisch für die Höhenlagen-Philosophie des Hauses.
Dazu
Lammkoteletts vom Grill, Pilzpfanne mit Polenta oder gereifter Manchego.
Besonderheiten
Bio-zertifiziert seit 2002, Bodenbearbeitung mit Pferden und Verzicht auf Bewässerung; alte Reben an 70 Parzellen des Montejurra, vinifiziert von Önologe Olivier Rivière mit dezentem französischem Barrique-Einsatz, der die Mineralität betont statt sie zu überdecken.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Rotwein, der mehr von seinem Boden als von seiner Frucht erzählt. Die Assemblage aus Garnacha, Cabernet Sauvignon und Merlot zeigt sich kühl, gradlinig und von feiner Mineralität geprägt – beinahe burgundisch in der Gangart, obwohl sie aus dem Norden Spaniens stammt. Kein Opulenz-Wein, sondern einer von Frische, Präzision und herkunftsbezogener Tiefe.
Terroir & Herkunft
Dicastillo in Navarra, am Montejurra-Massiv: Hier verteilen sich die Weinberge auf 70 Parzellen zwischen 400 und 700 Metern Höhe, wurzeln alte Reben – einige Garnacha-Stöcke sind 80 Jahre alt – tief in Kalkstein. Die kühlen Nächte in der Höhe schenken den Trauben eine lange Reifezeit bei moderaten Temperaturen; das Ergebnis ist jene charakteristische Mineralität und Lebendigkeit, die man am Gaumen sofort spürt. Die Familie Valerio ist seit dem 14. Jahrhundert hier verwurzelt, Weinbau am Montejurra geht bis zu den Benediktiner-Mönchen vor über tausend Jahren zurück. An klaren Tagen blickt man von den Lagen auf die Pyrenäen.
Rebsorte & Vinifikation
Die Garnacha – hier mit besonderer Höhenlagen-Eleganz statt südlicher Wärme – trifft auf die französischen Klassiker Cabernet Sauvignon und Merlot. Das spiegelt auch die Philosophie des Hauses wider: Der französische Önologe Olivier Rivière, der mit seiner Bordeaux-Erfahrung nach Navarra kam, versteht es, die Eigenart des Terroirs herauszuarbeiten, ohne einen fremden Stil aufzudrängen. Das Gut ist seit 2002 bio-zertifiziert; im Weinberg wird mit Pferden gearbeitet, Bewässerung gibt es nicht – die Reben müssen sich selbst helfen. Im Keller setzt Rivière auf französische Barriques, jedoch mit subtiler Hand: Das Holz soll die Mineralität des Kalksteins stützen, nicht überdecken. Die Reifedauer im Holz bleibt stets so dosiert, dass die Frische der Höhenlagen erhalten bleibt.
Speiseempfehlungen
Der trockene, mineralische Charakter und die feine Säure machen diesen Wein zum vielseitigen Tischgenuss. Wunderbar zu Lammkarree mit Rosmarin, Rinderfilet in Rotweinjus oder Entenbrust mit Kirschen. Auch zu herzhafter Landküche wie Pilzragout mit Polenta, Spanferkel oder würzigen Tapas – etwa Chorizo al Vino – eine stimmige Wahl. Dazu reift Manchego oder ein mittelalter Schafskäse aus Navarra vortrefflich. Kurzum: ein Wein für den gedeckten Tisch, nicht für die Theke.