Gevrey-Chambertin 1er Cru "Clos Saint Jacques" AOC 2023
Ein tiefgründiger, kühler Pinot Noir aus einer der renommiertesten Premier-Cru-Lagen der Côte de Nuits – schlank gebaut, mit straffem Zug und langer Reifezukunft.
Tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen und glänzender Transparenz.
Aroma
Rote Kirsche und Himbeere treffen auf dunkle Beeren, Veilchen, feine Würze und einen Hauch Unterholz und Graphit.
Geschmack
Saftige, klare Frucht mit feiner Herbheit, seidigem Tannin und straffer, salziger Linie; kühler Zug, präzise Länge und mineralischer Nachhall.
Charakter
Schlank gebaut und dennoch tief – ein Burgunder ohne Show, der mit Reife an Komplexität gewinnt und am Tisch brilliert.
Dazu
Lammkarree mit Kräuterkruste, Rebhuhn mit Pilzen oder Boeuf Bourguignon.
Besonderheiten
Clos Saint Jacques gilt als kühler, straffer Gewächs unter den Gevrey-Lagen. Bruno Clair vinifiziert mit 20 bis 50 Prozent ganzen Trauben, Spontangärung und maßvollem Neuholzanteil – ein Wein von nobler Zurückhaltung und großem Lagerpotenzial.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Premier Cru von stiller Größe: kühler gebaut als viele Gevrey-Weine, mit straffem Zug, feiner saftiger Frucht und der salzigen, mineralischen Linie, die das Haus Clair auszeichnet. Dunkle Beeren, florale Anklänge, eine feine Herbheit – dazu seidiges Tannin und ein langer, präziser Nachhall. Schlank gebaut, doch tief; ein Wein, der am Tisch glänzt und mit Reife an Komplexität gewinnt.
Terroir & Herkunft
Der Clos Saint-Jacques in Gevrey-Chambertin gehört zu den renommiertesten Premier-Cru-Lagen der Côte de Nuits – seit Generationen von Kennern fast auf Grand-Cru-Niveau eingeschätzt. Die Domaine Bruno Clair in Marsannay-la-Côte bewirtschaftet 27 Hektar über acht Dörfer der Côte d’Or; aus diesem Erbe von Clair-Daü stammt das Gespür für große Parzellen. Wenig Show, viel Herkunft – das gilt hier besonders.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir, trocken ausgebaut. Im Keller von Bruno Clair gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Spontangärung ist Standard, die Extraktion bleibt maßvoll; je nach Wein kommen 20 bis 50 Prozent ganze Trauben in den Gärbehälter. Der Ausbau erfolgt 18 bis 20 Monate in Barriques, der Neuholzanteil bewegt sich zwischen 20 und 50 Prozent. Die Weine ruhen lange genug, um ohne Make-up abgefüllt zu werden – transparent, schnörkellos, lagerfähig. Seit 2010 führen Edouard, Margaux und Arthur Clair in siebter Generation diese Handschrift fort, behutsam ergänzt durch höhere Ganztraubenanteile und weniger Schwefel.
Speiseempfehlungen
Die feine Struktur und die kühle Linie verlangen nach Gerichten von ähnlicher Eleganz: Entenbrust mit Kirschsauce, Rebhuhn auf Linsen oder Kalbsfilet mit Pilzen. Auch Coq au vin ist hier an seinem rechten Platz, ebenso gereifter Comté oder Epoisses. Am besten einige Jahre Zeit geben – Geduld wird belohnt, mit einem Wein, der Tiefe nicht zur Schau stellt, sondern im Glas beweist.