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Du Coulet

Matthieu Barret - Du Coulet Cornas

Stéphane Tissot nannte ihn „Petit Ours Brun“ – kleiner brauner Bär. Der Spitzname blieb hängen und ziert heute Matthieu Barrets Einstiegsweine. Domaine du Coulet in Cornas steht für kompromisslose Syrah von steilen Granitterrassen. Siebte Generation, biodynamisch seit 2002, keine Barriques seit 2017. Maultiere statt Traktoren, Beton statt Holz.




Mehr über Du Coulet

Vom Großvater zum Granit

1997 schloss sich Matthieu Barret seinem Großvater in Cornas an. Ein Jahr später übernahm er die Weinberge, 2000 füllte er seinen ersten Jahrgang ab. Das Weingut hatte zuvor Trauben an Chapoutier und Delas verkauft – jetzt entstehen hier eigenständige Weine mit Bewertungen über 95 Punkte bei Robert Parker. Die 20 Hektar verteilen sich auf steile, nach Süden ausgerichtete Terrassen, die in den Granitfelsen gehauen wurden.

Weinberge von Du Coulet in Cornas im Herbst

Demeter-zertifiziert seit 2002

Matthieu begann vom ersten Tag an biologisch zu arbeiten. Bereits im zweiten Jahrgang erhielt das Weingut die biodynamische Demeter-Zertifizierung. 2012 ging er noch weiter: Traktoren wichen Maultieren und Pferden, Grünflächen rund um die Weinberge fördern die Biodiversität. Die Reben sind durchschnittlich 40 bis 55 Jahre alt, die Erträge liegen bei nur 23 Hektoliter pro Hektar. Sein Credo: 100% Traube, minimaler Schwefel, keine Schönung, keine Filtration.

Beton statt Barrique

2006 begann Matthieu mit Beton-Eiern und rautenförmigen Tanks zu experimentieren. Das Ziel: unverfälschte Frucht ohne Holzeinfluss. Ab dem Jahrgang 2017 eliminierte er Barriques komplett. Der Cornas Brise Cailloux 2022 reift 14 Monate in rautenförmigen 20-Hektoliter-Betontanks und Amphoren. Ganztraubenvergärung mit wilden Hefen, sanftes Unterstoßen des Tresterhutes – mehr braucht Syrah von solchen Terroirs nicht. Auch bei d’Ouréa in Gigondas regiert Beton über Barrique – nur dass dort Grenache statt Syrah vergärt.

Matthieu Barret mit seinen Hunden im Weinberg

Der kleine Bär und seine Geschwister

Der Petit Ours Rouge 2023 trägt den Bärenspitznamen als Hommage an Matthieus Freundschaft mit Jura-Legende Stéphane Tissot. Daneben gibt es Billes Noires von den höchsten Parzellen, La Géniale Patronne und neuerdings auch Côte-Rôtie. Was alle verbindet: Kein neues Holz, keine önologischen Zusätze, nur Schwefel bei der Abfüllung.

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