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d'Ouréa

520 Meter über dem Meer, am Südhang der Dentelles de Montmirail, liegt die höchste Parzelle von Gigondas. Domaine d’Ouréa – benannt nach dem griechischen Gott der Berge – bewirtschaftet hier 20 Hektar in Vacqueyras und Gigondas. Adrien Roustan übernahm 2009 Teile des Weinbergs seines Großvaters Raymond Bertrand und stellte konsequent auf Bio um. Seit 2020 arbeitet er biodynamisch.
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Ouréa – Der Gott der Berge
In der griechischen Mythologie ist Ouréa der Sohn der Erdmutter Gaia und Gott der Berge. Der Name ist Programm: Die fünf Gigondas-Parzellen liegen zwischen 400 und 520 Metern Höhe am Grand Montmirail – die höchsten Weinberge der gesamten Appellation. Die Temperaturen sinken hier pro 100 Höhenmeter um ein Grad, dazu kommen kühle Winde von den Dentelles. Das Ergebnis: Weine mit Frische und Spannung statt südlicher Schwere.

Von Bio zu Biodynamik
Adrien Roustan stellte bereits 2010 auf biologischen Anbau um – die Zertifizierung folgte 2012. Nach zehn Jahren Bio-Erfahrung ging er 2020 den nächsten Schritt: biodynamische Bewirtschaftung. Seine Überzeugung: Die Weine gewinnen an Bewegung, Dynamik und Vitalität. Alle 18 Parzellen werden von Hand bearbeitet – vom Rebschnitt bis zur Ernte. Auf önologische Zusätze verzichtet er komplett, nur eine homöopathische Dosis Schwefel kommt zum Einsatz.
Vier Terroirs, vier Appellationen
Die 20 Hektar verteilen sich auf vier verschiedene Appellationen: AOC Gigondas, AOC Vacqueyras, AOC Côtes du Rhône und den Vin de France „Tire-Bouchon“. Die Rebsorten spiegeln die südliche Rhône: 65% Grenache, 20% Syrah, dazu Cinsault, Carignan und Mourvèdre. Der Gigondas 2023 zeigt, was Höhenlage bewirkt: 70% Grenache von alten Reben, vergoren ohne Entrappen, ausgebaut ausschließlich in Betontanks. Kein neues Holz, keine Tricks – nur Terroir.
Weine mit Höhenluft
Die kühlen Nächte auf 500 Metern bewahren die Säure und verleihen den Weinen eine alpine Frische, die man in Gigondas selten findet. Der Vacqueyras „Les Vignes du Parc“ 2023 stammt von einer Einzellage mit 60-jährigen Reben. Vinifikation wie beim Gigondas: ganze Trauben, Beton, Geduld. Dieselbe Handschrift prägt auch Matthieu Barrets Du Coulet in Cornas – beide setzen auf Ganztraubenvergärung und den Verzicht auf neues Holz.









