Weinbeschreibung für Mayschosser Spätburgunder 2023 von Bertram-Baltes
- Farbe & Aussehen
- Transparentes, leuchtendes Rubinrot – ein Wein, der seine Leichtigkeit bereits im Glas ankündigt und keine Geheimnisse über seine Herkunft lässt.
- Nase
- Der erste Eindruck gehört der Reduktion – ein klares Zeichen des betont reduktiven Ausbaus. Wer Geduld mitbringt oder zur Karaffe greift, wird belohnt: Darunter entfalten sich zarte Rosen- und Veilchennoten, confierte Walderdbeeren und Himbeeren, unterlegt von einem Hauch Süßholz und Zimt. Ein Bouquet von stiller Eleganz.
- Gaumen
- Mit knapp 11 % Alkohol betritt dieser Spätburgunder den Gaumen mit federnder Leichtigkeit – doch Leichtigkeit ist hier keineswegs Schwäche. Die Textur ist frisch und leicht cremig, eine diskrete Extraktsüße und ein Anflug von Vanille schmiegen sich in die saftige rote Frucht. Das Tannin zeigt sich seidig mit zartem Grip – präzise, nie aufdringlich.
- Abgang
- Mittellang, frisch und trinkfreudig – dieser Wein lädt zum nächsten Schluck ein, bevor der erste verklungen ist. Ein Abgang, der Lust macht, die Flasche zu teilen.
- Terroir & Herkunft
- Die Trauben stammen aus den Lagen rund um Mayschoss an der Ahr – einem Ort, dessen Böden aus steinigem bis leicht lehmigem Schieferverwitterungsgestein bestehen. Dieses Terroir prägt die mineralische Frische und die feine Struktur des Weines auf unverkennbare Weise.
- Rebsorte & Vinifikation
- Reinsortiger Spätburgunder von rund 15 Jahre alten Reben, bewirtschaftet nach biologischen, biodynamischen und den Prinzipien der Permakultur. Die Trauben werden handverlesen, spontan in offenen Edelstahlfermentern vergoren und anschließend in gebrauchten Stück- und Halbstückfässern über zwei Winter ausgebaut. Kein Chaptalisation, minimaler Schwefelzusatz vor der Füllung – ein Wein mit Haltung und Handschrift.
- Speiseempfehlungen
- Ideal zu gegrilltem Lachs, Entenbrust mit Kirschsauce oder einem klassischen Coq au Vin. Auch als Begleiter zu Ziegenfrischkäse oder einer Pilz-Risotto macht dieser Spätburgunder eine hervorragende Figur. Bei milder Serviertemperatur (15–16 °C) zeigt er sich von seiner besten Seite.
- Besonderheiten
- Dieser Ortswein ist das jüngste Kapitel im Portfolio von Julia Bertram und Benedikt Baltes – entstanden aus Reben, die Benedikts Vater pflanzte und die nun in neue Hände übergegangen sind. Ein Wein mit Familiengeschichte, der Dekantieren zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausdrücklich empfiehlt.






