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Trossos del Priorat

Acht Parzellen, acht Geschichten – denn „Trossos“ heißt auf Katalanisch nichts anderes als „Stücke“. Trossos del Priorat ist ein Familienprojekt der Familie Vives, 2004 gegründet im Herzen des Priorat in Gratallops. Önologin Eva Escudé gilt als die Seele des Weinguts. Ihre Philosophie: Die Qualität der Traube entscheidet, nicht die Hand des Kellermeisters. Auf 21 Hektar Llicorella-Schiefer wachsen Grenache und Carignan, deren Wurzeln tief in den kargen Boden greifen müssen, um Wasser zu finden – was Weine von Konzentration und mineralischer Eleganz hervorbringt.
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Acht Trossos, ein Terroir
Was einen Priorat-Wein ausmacht, lässt sich bei Trossos del Priorat in den Händen erspüren: Llicorella, der charakteristische Schiefer der Region, zerfällt beim Anfassen in glitzernde Plättchen. Dieser Boden bietet kaum Nährstoffe, speichert aber tagsüber die Hitze und gibt sie nachts an die Reben ab. Die 21 Hektar biologisch bewirtschafteten Weinberge verteilen sich auf acht Parzellen rund um Gratallops – jede mit eigenem Mikroklima, eigener Geschichte. Grenache und Carignan, die klassischen Priorat-Sorten, werden ergänzt durch Cabernet Sauvignon und Syrah für Tiefe und Struktur. Dazu kommt Weißwein aus Grenache Blanc, Macabeo und Viognier.

Die Handschrift von Eva Escudé
Wenn Eva Escudé über Wein spricht, geht es nie um Technik. „Einer der größten Irrtümer ist es, dem Önologen zu viel Bedeutung beizumessen“, sagt sie, „das Wichtigste ist, hervorragende Trauben zu haben.“ Diese Haltung prägt jeden Wein des Hauses – vom 90 minuts, dessen Name auf die Fahrzeit von Barcelona anspielt, bis zum Lo Món, dem Flaggschiff aus alten Grenache- und Carignan-Reben. Eva Escudé verbindet Konzentration mit Frische, Kraft mit Eleganz – Weine, die das Priorat zeigen, ohne es zu karikieren. Auch bei Clos Erasmus, dem legendären Nachbarweingut, schätzt man ihre Arbeit.

Architektur im Einklang mit der Landschaft
Der Keller von Trossos del Priorat ist ein Statement: Modern, aber eingebettet in die Landschaft. Der Architekt Lluís Escarmís nutzte das natürliche Gefälle des Geländes, um die Trauben per Gravitation zu bewegen – weniger Pumpen, schonendere Vinifikation. Beton, Stahl und Glas fügen sich in die Hänge aus Schiefer und Weinreben. Wer nach Gratallops kommt, kann hier nicht nur Weine probieren, sondern auch übernachten – die Ferienwohnungen bieten Blick über die Weinberge bis zu den Bergen der Serra de Montsant.







