Weinbeschreibung für Les Manyes 2023 von Terroir al Limit
- Farbe & Aussehen
- Leuchtendes, helles Kirschrot mit zarten, fast transparenten Reflexen — filigran und unaufgeregt, mit einer Anmutung, die unweigerlich an einen großen Pinot Noir aus dem Burgund denken lässt. Kein Gramm Schwere, kein Tropfen Überreife.
- Nase
- Präzise, klar und von bestechender Ursprünglichkeit. Im Zentrum stehen Sauerkirsche und Walderdbeere, begleitet von Holunderbeere und einem Hauch Cassis. Florale Töne — Veilchen, Hibiskus, Lavendel — geben dem Ganzen eine kühle, helle Eleganz. Darunter: Waldboden, Unterholz, Pinienhain und mediterrane Garrigue. Feine Würze aus Piment, Wacholder und Kardamom schließt das Bild ab. Alles wirkt subtil verwoben, nie laut, nie aufdringlich — ein Wein, der im Dialog wirkt.
- Gaumen
- Der Auftakt ist schlank, beinahe ruppig — und genau das macht ihn so fesselnd. Eine hochstehende, belebende Säure treibt den Wein voran und verwandelt sich rasch in einen animierenden Saft aus Sauerkirsche, Brombeere und Holunder. Kühl, leichtfüßig, nie üppig. Immer wieder tauchen Wacholder, Rosmarin und Thymian auf, ohne den Fokus von der Frucht zu nehmen. Der Charakter ist blutig, eisenhaltig, mit einer mineralischen Spannung, die an einen Volnay erinnert — außergewöhnlich trinkig und von großer innerer Klarheit.
- Abgang
- Lang, säuregetragen und animierend. Die feinen, seidigen Tannine hinterlassen eine angenehme Adstringenz, die Mineralität des Kalkbodens klingt noch lange nach. Ein Abgang, der zum nächsten Schluck einlädt.
- Terroir & Herkunft
- Die Reben stehen auf 800 Höhenmetern im Cabaçes-Gebiet des Montsant Natural Park — ein außergewöhnlicher Standort selbst für den Priorat. Der Untergrund aus rotem Ton und Kalk ist für die Region ungewöhnlich und verleiht dem Wein seine charakteristische Frische und Mineralität. Der Jahrgang 2023 war von extremer Trockenheit geprägt; die Lese begann bereits Mitte August und war Mitte September abgeschlossen. Kleine Erntemengen, doch von feiner Balance.
- Rebsorte & Vinifikation
- Aus der Garnacha Peluda — der „haarigen“ Grenache — von 60-jährigen Reben, die hier als Solist brilliert. Manuelle Lese, Vergärung in ganzen Trauben, acht Monate Ausbau im Zement. Kein Holz, kein Eingriff — nur Terroir und Zeit.
- Speiseempfehlungen
- Ein Wein für den Tisch, nicht für die Vitrine. Ideal zu gegrilltem Lamm mit Kräutern der Provence, Entenbrust mit Sauerkirschsauce, Wildschweinragù oder einem schlichten Tomaten-Brot mit gutem Olivenöl. Auch wunderbar zu gereiftem Manchego oder Pilzgerichten.
- Besonderheiten
- Les Manyes gilt als einer der Referenzweine der Garnacha Peluda im Priorat — und zeigt eindrucksvoll, was diese unterschätzte Rebsorte auf Kalk und großer Höhe leisten kann: Eleganz statt Kraft, Spannung statt Wucht. Ein Wein, der die Zukunft des modernen Priorats definiert.
Steckbrief
| Stil | |
|---|---|
| Winzer | Terroir al Limit |
| Land | Spanien |
| Region | Priorat |
| Jahrgang | |
| Farbe | |
| Sorte | Garnacha |
| Typ | |
| Inhalt | |
| Restsüße | |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Hersteller | Terroir al Limit, c/ Baixa Font 12, 43737 Torroja del Priorat / Spain |
| Vollständige Produktbezeichnung | Terroir al Limit – Les Manyes 2023 |







