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Agrapart Avize

Fabrice Agrapart in Avize

For forty years, two brothers shared the same estate in Avize. When Pascal and Fabrice Agrapart parted ways around 2020, Pascal retained the famous name Agrapart & Fils, and Fabrice started anew: Agrapart Avize, an individual signature and a portfolio whose cuvées all begin with the letter A. Atoma, Ameunia, Anthocya. Across just over five hectares spanning seven villages in the Côte des Blancs, he produces zero-dosage Champagnes, aged in old wood, unfiltered, and low in sulphites. From every vintage, he holds back a fraction to add to a perpetual reserve started in 2020, a liquid memory of the house. In Avize, far more than just wine is taking shape right now: a cellar, an art project, and a five-star hotel costing twenty-two million euros.




Mehr über Agrapart Avize

Zwei Brüder, ein Name

Vier Jahrzehnte führten Pascal und Fabrice Agrapart das Familienweingut in Avize gemeinsam, ehe sie sich um 2020 trennten, um Platz für die nächste Generation zu schaffen. Pascal behielt Agrapart & Fils samt der gefeierten Cuvées; Fabrice nahm gut vier Hektar aus dem Familienbesitz mit, kaufte in Avize und Oger dazu und gründete ein eigenes Haus. An seiner Seite stehen der Weinbergsverantwortliche Emmanuel Turpin und die schwedische Vertriebspartnerin Johanna Bergsborn Bertilsson; Tochter Prunelle soll einmal übernehmen. Wer die Gegend kennt, findet in Avize dichte Nachbarschaft: Nur ein paar Parzellen weiter arbeitet De Sousa seit Jahren biodynamisch auf demselben Kreidegrund.

Das Team von Agrapart Avize: Emmanuel Turpin, Johanna Bergsborn Bertilsson und Fabrice Agrapart

Warum alle Weine mit A beginnen

Das ganze Sortiment trägt A-Namen, und keiner ist Zufall. Atoma heißt so, weil in jeder Flasche ein Atom jedes Jahrgangs steckt: eine ewige Reserve, die Fabrice 2020 begann und Jahr für Jahr auffrischt. Der Atoma Brut Nature ist ein reiner Chardonnay von den Grand-Cru-Kreidehängen um Avize, Cramant und Le Mesnil. Anthocya wiederum ist ein Rosé, dessen zarte Färbung ausschließlich aus den Anthocyanen des Pinot Noir stammt, gewonnen über ein Verfahren, das Fabrice selbst entwickelt hat. Keine Saignée, keine Rotweinzugabe, nur Farbstoff aus der Schale, weshalb der Champagner zu den blassesten Rosés überhaupt zählt.

Kreide, Holz, keine Dosage

Fabrices Handschrift ist über das Sortiment hinweg dieselbe. Die Trauben wachsen auf reinem Belemniten-Kalk, werden von Hand gelesen und spontan mit den eigenen Hefen vergoren. Ein Teil reift in großen Holzfudern und Demi-muids, der volle biologische Säureabbau bleibt zugelassen, und nach zwanzig bis vierundzwanzig Monaten auf der Hefe kommen die Weine ohne Schönung, ohne Filtration und mit unter 50 Milligramm Schwefel je Liter in die Flasche. Dosiert wird nichts: Brut Nature über die ganze Linie. Zertifikate sucht man vergeblich, denn die Güter stehen erst in der Umstellung auf ökologischen Anbau; gearbeitet aber wird längst nach biodynamischer Praxis. Wie eng Fabrice an seinem Terroir denkt, zeigt der Ameunia: das erste reinsortige Meunier in der Geschichte des Hauses, das er eigens am linken Marne-Ufer der Vallée de la Marne aufspürte.

Flaschenreife im Kreidekeller von Agrapart Avize

Ein Haus, das gerade erst anfängt

Die ersten Flaschen kamen 2024 auf den Markt, in kleinen Mengen und rasch vergriffen. Was hier entsteht, ist kein fertiges Werk, sondern ein Anfang mit großem Plan: In Avize baut Fabrice Agrapart eine Kellerei mit Verkostungsräumen, für 2027 ist ein Kunstprojekt angekündigt, für 2028 ein Fünf-Sterne-Hotel mit Restaurant. Wer diese Champagner heute im Glas hat, verfolgt die ersten Kapitel eines Guts, das seinen Namen gerade neu schreibt.

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