Riesling Riede Steiner Schreck "This is not a love song" 2019
Ein faszinierendes Riesling-Unikat aus dem Kremstal, das mit straffer Säure, schlanken 11,5% Alkohol und eindrucksvoller mineralischer Ausstrahlung überzeugt.
Abfüller: HM Lang,Steinspreng 6, A-3500 Stein/Donau / Austria
Im Glas
Farbe
Helles bis mittleres Goldgelb mit leicht grünen Reflexen.
Aroma
Nach etwas Belüftung zeigen sich Nuancen von Verbenen, weißen Blüten und Rosen, kombiniert mit Zitronen, Mandarinen, Mirabellen, knackigem Pfirsich, Lanolin sowie kühler Gesteinswürze, Anis und Pfeffer.
Geschmack
Salzig, frisch, kristallin und klar am Gaumen; anfangs mit lebhafter Säure und feiner Kohlensäure, die sich mit Luft in eine seidige, saftige und pikante Textur wandelt.
Charakter
Ein elektrisierender, straffer und zugleich hocheleganter Naturwein mit enormer Dichte und salzigem, mundwässerndem Ausklang.
Dazu
Passt hervorragend zu ceviche von der Makrele, gebratenem Zander auf Fenchelgemüse oder feinen Meeresfrüchten.
Besonderheiten
Demeter-zertifiziert, gewonnen aus 80-jährigen Reben am steilen Steiner Schreck; zwei Tage auf der eigenen 100-Tonnen-Baumpresse gepresst, zweieinhalb Jahre unfiltriert auf der Vollhefe in einer Steingut-Amphore im 9°C kalten Gneis-Tunnel ausgebaut.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Helles bis mittleres Goldgelb mit leicht grünen Reflexen.
Nase
Zu Beginn äußerst dezent und verschlossen. Mit ausreichend Sauerstoff offenbart sich ein vielschichtiges Spektrum aus Verbenen, weißen Blüten, Zitronen, Mandarinen, Mirabellen und knackigen Pfirsichen. Ein Hauch von Lanolin trifft auf eine kühle Würze von Anis, Gesteinsschotter, Pfeffer und sublimen Rosenblättern.
Gaumen
Am Gaumen präsentiert sich der Wein salzig, frisch, kristallin und fokussiert. Eine packende Säure trifft auf eine feine, lebendige Kohlensäure. Das zunächst straffe Mundgefühl wandelt sich im Glas zu einer seidigen, pikanteren Textur von enormer Trinkenergie.
Abgang
Lang, elektrisierend und hochelegant mit einem stark mundwässernden Salzton im Finale, das trotz geringem Alkoholgehalt kraftvoll nachhallt.
Terroir & Herkunft
Stammt aus der steilen Riede Steiner Schreck in Stein an der Donau (Kremstal) auf etwa 320 Metern Seehöhe. Der Boden ist durchwoben von Gföller Gneis und Granit. Die Parzellen sind mit 80 Jahre alten Reben bestockt und werden nach strengen Demeter-Richtlinien bewirtschaftet.
Rebsorte & Vinifikation
100% Riesling, am 8. September 2019 gelesen. Die Trauben wurden über zwei Tage hinweg auf einer selbst entworfenen, 100 Tonnen starken Baumpresse gepresst. Nach gezielter Saftoxidation erfolgte die spontane Vergärung im historischen, 9 °C kühlen Gneistunnel. Für zusätzliche Frische wurden 3–5 % abgebeerte Beeren (interzelluläre Gärung) hinzugefügt. Der Ausbau erfolgte über zweieinhalb Jahre auf der Vollhefe in einer 1.000-Liter-Steingut-Amphore. Im Februar 2021 unfiltriert mit 0 g/l Restzucker, 8,0 g/l Säure und minimaler Schwefelung gefüllt.
Speiseempfehlungen
Ausgezeichnet zu Jakobsmuscheln mit Zitrone und Olivenöl, gebratenem Saibling an Fenchelgemüse oder einem klassisch zubereiteten Wiener Schnitzel vom Kalb.
Besonderheiten
Ein kompromissloses Riesling-Unikat aus einem ehemaligen Weltkriegsbunker, das ingenieursmäßige Akribie und Demeter-Biodynamik vereint. Bei schlanken 11,5% Vol. zeigt der Wein eine phänomenale Dichte, die durch das langsame Pressen an der frischen Luft und die Reifung im Steingut entsteht.