Weinbeschreibung für Grolleau IGP 2021 von Clau de Nell
- Farbe & Aussehen
- Tiefes Rubinrot mit leuchtenden violetten Reflexen und dichtem, dunklem Kern – ein Wein, der schon im Glas Substanz und Charakter verspricht.
- Nase
- Eindrucksvoll fokussiert und von bestechender Klarheit: Brombeere, Schwarzkirsche, Maulbeere und reife Zwetschge bilden das dunkle Fruchtfundament. Dazu gesellen sich schwarzer Pfeffer, eine Spur Nelke sowie verführerische Anklänge von schwarzen Oliven und Tapenade. Lorbeer, Rosmarin und ein Hauch dunkles Tabakblatt verleihen dem Bouquet mediterrane Tiefe – alles transparent und leichtfüßig, ohne je in Schwere abzugleiten.
- Gaumen
- Der Antrunk überrascht mit einer erfrischenden Lebendigkeit, die man von einem Grolleau kaum erwartet. Die Frucht ist saftig und extraktreich, bleibt aber stets schlank und fließend. Eine reife, belebende Säure treibt den Wein elegant voran, während die feinkörnigen, staubigen Tannine eine samtige Textur erzeugen. Kein Gramm Überfluss – purer Trinkgenuss.
- Abgang
- Lang, sehnig und von einer seidigen Frische getragen. Die dunklen Gewürznoten klingen nach, ohne die Leichtigkeit des Weines zu trüben. Ein Abgang, der zum nächsten Schluck einlädt.
- Terroir & Herkunft
- Die Reben stehen auf schluffig-tonigem Terroir mit Schotter, Kieselstein und rotem Feuerstein in Ambillou-Château an der Loire. Mit einem Alter von über 100 Jahren zählen sie zu den ältesten Grolleau-Stöcken der Region – ein lebendiges Archiv der Loire-Weingeschichte.
- Rebsorte & Vinifikation
- Grolleau, die autochthone Loire-Sorte, selten so überzeugend reinsortig und trocken ausgebaut. Handgelesen, entrappt, 30 Tage Mazeration, dann sanft pneumatisch gepresst. Ausbau zu 30 % in 228-Liter-Burgunderfässern, zu 70 % in großem Holz – insgesamt 14 Monate. Abfüllung im Stahl an einem Fruchttag nach biodynamischem Mondkalender. Ertrag: ca. 25 hl/ha.
- Speiseempfehlungen
- Ideal zu Geräucherter Roter Bete mit Ziegen-Labneh und Wildkräutersalat, zu Kabeljau in Pancetta auf geräuchertem Auberginenpüree oder zum festlichen Täubchen mit Blutsauce, cremiger Polenta und Cime di Rapa.
- Besonderheiten
- Ein Wein, der demonstriert, was biodynamische Bewirtschaftung und uralte Reben gemeinsam leisten können. Das Weingut Clau de Nell, heute im Besitz der Familie Leflaive – bekannt durch das legendäre Burgunder-Weingut Domaine Leflaive – gibt dieser vergessenen Loire-Sorte eine neue, glanzvolle Bühne.
Steckbrief
| Winzer | Clau de Nell |
|---|---|
| Land | Frankreich |
| Region | Loire |
| Jahrgang | |
| Farbe | |
| Sorte | |
| Typ | |
| Inhalt | |
| Alkoholgehalt | 12,0% Vol. |
| Restsüße | ■□□□□ |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Hersteller | Clau De Nell, Rue de Noyers, 49700 Ambillou-Château / France |
| Vollständige Produktbezeichnung | Clau de Nell Grolleau IGP 2021 |






