Weinbeschreibung für Grüner Veltliner Riede Steiner Schreck „Dritter Akt“ unfiltriert 2019 von HM Lang
- Farbe & Aussehen
- Mittleres Strohgelb, unfiltriert und mit natürlicher Trübung – ein ehrlicher Wein, der seine Herkunft nicht verschleiert.
- Nase
- Zurückhaltend und introvertiert beim ersten Kontakt, doch mit Geduld und Sauerstoff entfaltet sich eine beeindruckende aromatische Komplexität. Zitrische Saftigkeit dominiert, begleitet von weiß- und gelbfleischiger Frucht, Kräutern und einer prägnanten mineralischen Steinigkeit. Dezente Noten von Lanolin und reifem Holz verleihen dem Wein eine noble Tiefe. Die Nase vibriert förmlich – hell, klar und druckvoll.
- Gaumen
- Eine Offenbarung an Textur: Der Wein kleidet den Gaumen mit samtiger Fülle und feinem Gerbstoff aus – ungewöhnlich für einen Grünen Veltliner und Zeugnis der maischevergorenen Traubenanteile. Mundfüllend und hedonistisch präsentiert sich der Dritte Akt, mit angenehmem Druck und subtilen oxidativen und hefigen Tönen. Die Säure zeigt sich reif und unterschwellig, trägt aber eine tiefe Mineralität in sich, die an die Gneis- und Granitböden der Steiner Schreck erinnert. Noch wirkt eine gewisse Zurückhaltung, die Handbremse ist angezogen – die volle Dimension der Komplexität lässt sich erahnen, will aber noch nicht ganz erfasst werden. Das Finale besticht durch Salzigkeit, Cremigkeit und sinnliche Eleganz.
- Abgang
- Lang, salzig und von bemerkenswerter Frische getragen. Die Mineralität hallt nach, begleitet von einer feinen Kräutrigkeit und zarter Frucht.
- Terroir & Herkunft
- Die Riede Steiner Schreck bei Krems zählt zu den Spitzenlagen Österreichs. Extreme Steilheit, schmale Terrassen auf Gföller Gneis und Granit, 320 Meter Seehöhe – hier stehen hundertjährige Wurzelstöcke, die nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet werden. Eine Lage, die Weine von außergewöhnlicher Präzision hervorbringt.
- Rebsorte & Vinifikation
- Extreme Frühleseam 6. September 2019, nur 65 Tage nach der Blüte, bei physiologischer Reife und pH 3,0. Zweitägige Pressung auf der 100-Tonnen-Baumpresse, spontane Vergärung mit 3–5% interzellulär vergärten ganzen Trauben, zweijähriger Ausbau auf der Vollhefe im 1.000-Liter-Holzfass. Unfiltiert abgefüllt im März 2022. Der niedrige Alkoholgehalt von nur 11,5% ist bemerkenswert und unterstreicht die Finesse.
- Speiseempfehlungen
- Gebratener Steinbutt, Kalbsbries in Butter, Comté oder Gruyère, Spargel mit Sauce Hollandaise, Jakobsmuscheln oder cremige Risotti.
- Besonderheiten
- Ein Wein, der an große burgundische Perrières-Lagen erinnert – kontemplativ, tiefgründig und mit enormem Reifepotenzial. Markus Langs radikaler Ansatz verbindet Tradition mit innovativer Kellertechnik.
Steckbrief
| Winzer | HM Lang |
|---|---|
| Land | Österreich |
| Region | Krems |
| Jahrgang | |
| Farbe | |
| Sorte | |
| Typ | |
| Inhalt | |
| Alkoholgehalt | 11,5% Vol. |
| Restsüße | ■□□□□ |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Hersteller | HM Lang,Steinspreng 6, A-3500 Stein/Donau / Austria |
| Vollständige Produktbezeichnung | HM Lang Grüner Veltliner Riede Steiner Schreck "Dritter Akt" unfiltriert 2019 |





