Weinbeschreibung für Riesling Heimbourg 2022 von Domaine Zind-Humbrecht
- Farbe & Aussehen
- Strahlendes, tiefes Goldgelb – ein Wein, der schon im Glas Substanz und Charakter verspricht.
- Nase
- Die Nase verblüfft: Zunächst denkt man unwillkürlich an einen großen Burgunder – so erdgebunden und komplex präsentiert sich der Duft. Steinpilze und eine Andeutung von Trüffel dominieren die ersten Momente. Mit Luft öffnet sich der Wein zu einer eleganten Fruchtfülle: Apfel, Zitronat, Orange und Aprikosenstein gesellen sich hinzu, begleitet von zarter Linden- und Baumblüte. Alles wirkt kraftvoll und doch makellos verwoben – ein Bouquet von seltener Tiefe.
- Gaumen
- Der Einstieg ist präzise und elektrisch: belebende Säure und eine feine salzige Mineralität durchziehen den Gaumen wie ein Silberfaden. Die Frucht – Zitrus, Apfel, ein Hauch grüner Birne – bleibt straff und fokussiert. Kein Gramm Überflüssiges, kein Wackeln: Dieser Riesling ist Präzision in Flüssigform.
- Abgang
- Lang, salzig, mit einem mineralischen Nachhall, der an frisch gespaltenen Kalkstein erinnert. Die Säure trägt den Wein weit, ohne je zu stechen. Mit zunehmender Reife werden erdige, rauchige und würzige Noten den Abgang weiter bereichern.
- Terroir & Herkunft
- Der Heimbourg in Turckheim liegt auf einem oligozänen Kalksteinhügel mit süd-/südwestlicher Exposition – dem Münstertal zugewandt, sonnenverwöhnt und von natürlicher Trockenresistenz geprägt. Ein spektakuläres, schwierig zu bearbeitendes Terroir, dessen Böden selbst in heißen Jahren wie 2022 eine kontrollierte, zügige Reife ermöglichen. Zind-Humbrecht bewirtschaftet nahezu zwei Drittel der Lage – seit jeher biodynamisch, was den Reben eine außergewöhnlich tiefe Verwurzelung und frühe Qualitätsreife beschert.
- Rebsorte & Vinifikation
- Reinsortiger Riesling von jüngeren, biodynamisch erzogenen Reben. Die Gärung verlief außergewöhnlich langsam und vollständig – das Ergebnis ist ein Wein mit nur 13,5 % Alkohol und einem bemerkenswert trockenen Finale. Kein Zucker, der ablenkt – nur Terroir, Säure und Mineralität.
- Speiseempfehlungen
- Die erdige Komplexität des Weines verlangt nach Partnern auf Augenhöhe: Pochiertes Freilandei mit getrockneten Steinpilzen und Estragonschaum spiegelt die pilzigen Tieftöne der Nase meisterhaft wider. Angeräucherter Lachs mit Trüffelöl und Orangenzesten greift sowohl die rauchigen als auch die zitrusfrischen Aspekte auf. Für Fleischliebhaber: Stubenküken gebraten mit Zimt und frischen Mandeln – eine aromatische Brücke zur blumig-würzigen Seite des Weines.
- Besonderheiten
- Wer diesen Wein heute öffnet, sollte ihn mindestens einen Tag dekantieren und nicht zu kalt servieren – am besten aus großen Burgundergläsern, die der Aromatik den nötigen Raum geben. Das eigentliche Versprechen dieses Rieslings liegt jedoch in der Zukunft: In fünf bis zehn Jahren dürfte er zu einem der großen elsässischen Rieslinge seiner Generation heranreifen.
Steckbrief
| Winzer | Domaine Zind-Humbrecht |
|---|---|
| Land | Frankreich |
| Region | Elsass |
| Jahrgang | |
| Farbe | |
| Sorte | |
| Typ | |
| Inhalt | |
| Alkoholgehalt | 13,5% Vol. |
| Restsüße | ■□□□□ |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Hersteller | Domaine Zind Humbrecht, 4 Route de Colmar, 68230 Turckheim / France |
| Vollständige Produktbezeichnung | Domaine Zind-Humbrecht – Riesling Heimbourg 2022 |






