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Château Climens

Der „Lord of Barsac“ macht jetzt trockene Weine. Château Climens, Premier Cru Classé seit 1855 und berühmt für edelsüße Meisterwerke, überrascht seit 2018 mit einer neuen Generation: Lilium, Asphodèle, Petite Lily – allesamt trockene Weißweine aus reinem Sémillon, vom selben Demeter-zertifizierten Kalksteinplateau. Keine Holzaromen, keine Kompromisse, nur purer Terroir-Ausdruck. Ein Paradigmenwechsel aus Bordeaux.
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Die trockene Revolution
2018 wagte Bérénice Lurton das Undenkbare: einen trockenen Weißwein aus purem Sémillon, vom selben Premier-Cru-Terroir wie der legendäre Süßwein. Pascal Jolivet aus Sancerre half beim ersten Jahrgang. Asphodèle war geboren – frühe Lese, Edelstahltanks, keine zugesetzte Hefe, kein Holz. Kristalline Reinheit, die Sémillon-Skeptiker verstummen ließ.
Mit Lilium ging man weiter: Reifung in Wineglobes, 220-Liter-Glaskugeln, die weder oxidieren noch Holzaromen abgeben. Seidige Textur, volle Eleganz. Petite Lily macht den Einstieg zugänglich – frisch, unkompliziert, ein Sémillon für jeden Tag.

30 Hektar, eine Rebsorte
Was Climens einzigartig macht: 100% Sémillon, ob süß oder trocken. 30 Hektar auf Kalksteinplateau, ein einziger Block, die beste Drainage der Appellation. Die Mineralität, die daraus entsteht, prägt jeden Wein – lebendig, vibrierend, nie schwer. Bei Huet an der Loire sieht man dieselbe Konsequenz: ein Terroir, eine Rebsorte (dort Chenin Blanc), und daraus entstehen sowohl große Süßweine als auch trockene Klassiker.

Vom Frost zum Neuanfang
Fünf Jahre Frost, von 2017 bis 2021, brachten Climens an den Rand des Ruins – kaum Trauben, kein Wein, kein Einkommen. 2022 verkaufte Bérénice Lurton die Mehrheit an Jean-Hubert Moitry, bleibt aber als Beraterin. Die trockenen Weine, einst Experiment, wurden zur wirtschaftlichen Rettung. Der erste Jahrgang unter neuer Führung – 2022 – wurde von Kritikern gefeiert.
Biodynamie auf Kalkstein
Seit 2010 arbeitet Climens biodynamisch, seit 2014 Demeter-zertifiziert. Kamille und Wacholder aus eigenem Anbau, getrocknet auf dem Dachboden über dem Chai. Schafe zwischen den Reben. Das Kalksteinplateau mit seiner natürlichen Drainage macht es möglich – wo andere Güter kämpfen, kann Climens auf Pestizide verzichten.

Das Ergebnis schmeckt man in jedem Schluck: präzise, klar, lebendig. Der „Lord of Barsac“ hat sich neu erfunden.



