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COS

Hinter dem Akronym COS verbergen sich die Anfangsbuchstaben der drei Gründer des Weingutes: Giambattista Cilia, Giusto Occhipinti und Pinuccia Strano.

Die drei sind keine ausgebildeten Önologen oder Winzer, aber Sizilianer mit Herz und Seele. Ihre gemeinsame Idee ist zu Studienzeiten entstanden. Die Mission ist und war, ihre Heimat schmeckbar zu machen. Autochthone Rebsorten und die besten Lagen der Region Vittoria sind die Wegbereiter zu ihrem Ziel. Auf den kalk- und kreidehaltigen Böden gelingen Nero d´Avola, Frappato, Grecanico und Insolia kühl, straff und elegant. Ein geradezu konträres Bild zur weit verbreiteten Vorstellung von kraftvollen, sonnenbetankten Weinen aus dem südlichsten Zipfel Italiens.

Pioniere der Amphore

Beeindruckend ist der Gedanke hinter Pithos Bianco und Pithos Rosso. Mit über 150 im Boden vergrabenen Ton-Amphoren haben sie ein wahres Refugium dieser antiken Weinbereitungsmethode geschaffen. Die weißen Grecanico-Trauben sowie im Falle des Rosso die Sorten Nero d´Avola und Frappato gären auf der Maische in der Amphore. Erst im späten Frühling nach der Ernte wird die Maische aus den Amphoren gezogen und abgepresst. Die Weine leben von Spannung, Energie und Vitalität. An kaum einem Ort findet man eine ähnlich hohe Zahl Amphoren auf kleinstem Raum. Bei Foradori im Trentino kann man diese Dichte auf vergleichbarem Niveau bewundern.

Weingut COS als Antrieb der sizilianischen Renaissance

Seit 1980er stellte das Trio die Weinwelt auf Sizilien auf den Kopf. Als Inspiration für die folgenden Generationen sind sie maßgeblich am Umdenken und am heutigen Fortschritt der dortigen Weinszene verantwortlich. Heute findet sich eine Vielzahl junger Betriebe, die aktiv mit den heimischen Sorten arbeitet und ganz bewusst Contradas, wie die Einzellagen hier genannt werden, in den Vordergrund stellt. Am Etna gilt Salvo Foti als ein ähnlich prägender Charakter. Arianna Occhipinti, die Nichte von einem der drei Eigentümer, wäre ein weiteres positives Beispiel.

Unter dem Namen Maldafrica verbirgt sich eine Huldigung an den nahe gelegenen Kontinent im Süden. Die Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot überrascht so manchen Kenner in blinder Verkostung. Auffällig ist auch, dass die Rotweine aus Frappato stilistisch stark einem Pinot Noir ähneln. Diese Reise geht also deutlich in Richtung Eleganz, Leichtigkeit und weit weg von Kraft, Opulenz und dunklen Aromenkonzentrationen. Ein absoluter Geheimtipp ist das Olivenöl von COS. Aus der Sorte Tonda Iblea pressen sie ein aromatisch intensives sowie harmonisch Öl.

Geschrieben von Marian Henß, Copyright Lebendige Weine

 

 

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