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de Villeneuve

Die Domaine de Villeneuve lässt sich auf zwei Weine herunterbrechen. Ein Côtes du Rhône namens La Griffe liefert nonchalantes Trinkvergnügen mit Anspruch. Die Hauptenergie fließt in einen sagenhaft fair bepreisten Châteauneuf du Pape Rouge.

An der südlichen Rhône wachsen auf trockenen, kieseligen Böden kraftvolle, würzige Weine. Ob weiß oder rot sind die Weine dieser Herkunft Cuvées auf Basis von bis zu 13 verschiedenen Rebsorten. Komplexität wird durch Vielfalt erreicht. Bei Domaine de Villeneuve sprechen wir in diesem Zusammenhang nur von Rotweinen. Die robusten Weine verfügen über einen gehaltvollen Körper und hohes Alterungspotenzial. Solche Weine gewinnen über die Reife an Authentizität und Charakter. Ihre Dichte und Intensität behalten sie auch im hohen Reifealter.


Mehr über de Villeneuve

Das berühmte Nachbarweingut Château Beaucastel zeugt vom großen Potenzial des Terroirs der Lagen. Bei der Domaine de Villeneuve gedeiht das Cuvée aus Basis von fünf Rebsorten: Grenache, Cinsault, Mourvèdre, Syrah und Clairette. Die 80-jährigen Grenache-Rebstöcke bilden das Rückgrat und dominieren deutlich das Gesamtbild. Bei geringen Erträgen liefern die alten Reben Tiefe, Ausdruck und Finesse.

Gemischter Satz im Süden Frankreichs

Die Herkunftsbezeichnung geht auf ein Dorf im südlichen Rhônetal zurück nachdem die umliegenden Weinberge benannt sind. Der Bezug zum Oberhaupt der katholischen Kirche verrät den Wert der Weine und die Bedeutung innerhalb der Weinwelt. Papst Johannes XXII ließ 1350 einen eigenen Weinberg anlegen, obwohl eigentlich das Burgund die Begeisterung der Geistlichen auslöste. Als Reliquie dieser Zeit hat die Appellation ein geschütztes Markenzeichen. Seit 1938 dürfen die Winzer eine besondere Flasche mit der Prägung in Form der gekreuzten Schlüssel, der Insignie des Papstes, verwenden.

Die Rebsorte Grenache ist meist federführend. Sie tendiert zwar zu hohen Alkoholwerten, generiert jedoch Klarheit und Präzision bei seidigem Mundgefühl. Je höher der Anteil an Syrah und Mourvèdre ist, desto höher liegt das Potenzial für Farbe, Tannin und Konzentration der Weine. Eine absolute Besonderheit der Domaine de Villeneuve ist die Bepflanzung in einer Art gemischter Satz. Die fünf Rebsorten stehen in den Weinbergen gemischt gepflanzt. Durch nur eine Lesevorgang ist dies ihr Ansatz, das Terroir, die Typizität des Jahrgangs und seiner Besonderheiten einzufangen. Diese Herangehensweise hat im Weingut Tradition. Bei den meisten Betrieben entstehen die Weine dagegen durch klassische Cuvées der zahlreichen Rebsorten.

Der Côtes du Rhône La Griffe liefert nicht nur ein schönes Flaschen-Design, sondern auch sehr viel Wein in seiner Preisklasse. Man könnte qualitativ von einem kleinen Châteauneuf du Pape sprechen. Die Lagen befinden sich knapp außerhalb und nördlich der Appellation. Er wird ebenfalls aus den gleichen Rebsorten und von alten Reben gewonnen.

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Domaine de Villeneuve

Geschrieben von Marian Henß
© LebendigeWeine.de