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Casa Coste Piane

Casa Coste Piane Eigentümer Loris Follador stammt aus einer langen Reihe von Bauern in Valdobbiadene. Seine Familie hatte Weinreben an den steilen Hängen, als die flachen Bereiche des Tals noch Weideland und Rübenfelder waren und die wichtigsten lokalen Industriezweige die nahe gelegenen Töpfer- und Fliesenfabriken waren. Jetzt sind diese Ebenen voller Weinreben, und kommerzieller Prosecco ist die Hauptwirtschaft der Region.

Dank seines Vaters und Großvaters mussten Loris und seine beiden Söhne noch nie eine Rebe pflanzen. Das ist gut so, denn ihre Weinberge sind absurd steil und die Bodenschicht sehr dünn und trifft in wenigen Zentimetern auf festen Kalk- oder Sandsteinfelsen. Infolgedessen haben sie Rebstöcke, die 60 Jahre oder älter sind und in hoher Pergola an steilen Hängen gepflanzt sind. In der Hochsaison erwecken die Weinberge den Eindruck eines uralten Weinwaldes. Die Folladors sind sich dieses glücklichen Erbes sehr wohl bewusst und behandeln es mit der Ehrfurcht und Achtung, die es verdient. [su_spoiler title=“Weiter lesen“ icon=“chevron“]Es werden keine Herbizide, Pestizide oder Düngemittel verwendet. Es ist unmöglich hier zu pflügen, aber es ist nicht wirklich notwendig, bei Reben dieses Alters. Sie haben ihre Nährstoff- und Wasserquellen vor langer Zeit tief in der darunter liegenden Steinformation gefunden und stehen in keiner Konkurrenz zur Oberflächenvegetation.

Die Ernte erfolgt natürlich von Hand und scheint gerade an den steilsten Stellen nahezu unmöglich. Das Hauptaugenmerk bei der Weinbereitung und der Kellerarbeit liegt darauf, die potenzielle Mineralität und das Terroir dieser Reben so einfach und direkt wie möglich auszudrücken.

Loris folgt einer Tradition der Weinbereitung, die ihm von früheren Generationen überliefert wurde, ohne die Methoden und „Verbesserungen“ zu übernehmen, die dem wirtschaftlichen Aufschwung der 60er Jahre folgten, aber mit einem gewissen Augenmerk auf technologische Innovation. Die Trauben werden sofort mit einer pneumatischen Presse gepresst (eine relativ moderne Erfindung, die effizienter ist und saubereren, frischeren Saft als eine vertikale Presse ermöglicht). Der Most wird dann teilweise fermentiert und die Hefen und der Saft werden getrennt und die Hefen werden durch Filtration gereinigt. Früher wurde eine Stoffmembran verwendet, die einem sehr großen Teesack ähnelt, heute wird jedoch eine Papiermembran verwendet. Der gereinigte Saft und die gefilterte Hefe werden im Spätwinter und im Früh- bis Hochsommer zusammen in die Flasche zurückgeführt, wodurch eine Perlage und eine Kohlendioxidumgebung entstehen, die eine Oxidation verhindert. Deshalb muss hier auch kein Schwefel verwendet werden. Bei Casa Coste Piane wird nicht degorgiert.

Die abgestorbenen Hefen verbleiben also in der Flasche, was zu einer weiteren Komplexität, aber auch zu einer gewissen Trübung führt. Der Wein kann vom Depot abdekantiert werden. Oder aber zusammen mit den natürlichen ( und völlig harmlosen) Trurbstoffen genossen werden. In jedem Fall bleibt der Geschmack unverändert und die Mineralität unverkennbar.

Dies ist eine leicht trinkbare Art von sehr trockenem Prosecco, der Rückgrat, Rasse und prägnante Mineralität aufweist.[/su_spoiler]