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Sextant - Julien Altaber

Julien Altaber kommt aus der Auvergne, südlich des Burgunds. Nach Stationen im Beaujolais und Mâconnais begannt er bereits 2002 mit und für Dominique und Catherine Derain in der gleichnamigen Domaine in Saint Aubin zu arbeiten. Die beiden haben ihm naturnahen Weinbau vorgelebt, mit den biodynamischen Methoden identifiziert. Letzten Endes ist es eine Lebenseinstellung als Landwirt, wenn man diesen Rhythmus – privat wie auch im Weinbau – verinnerlichen und ausleben möchte. Julien hat dieses Wissen wie ein Schwamm aufsaugen können.

Schon früh hat Julien sein eigenes Weingut – Sextant – gegründet und zunächst mit zugekauften Trauben gearbeitet. Der Ausbau erfolgte stets im Keller der Derains. Langsam aber stetig wuchs sein Nebenprojekt. Lagen wurden gekauft, Material angeschafft und schließlich in 2013 ein Keller übernommen.

Mittlerweile ist er drauf und dran die Domaine Derain von Dominique zu übernehmen. Beide Weingüter sollen aber unter ihren Namen weiterlaufen. Denn die Stile sind kardinal unterschiedlich. Derain könnte man eher als klassisch bezeichnen.

Weinstil von Sextant

Bei Sextant reizt Julien dagegen die Möglichkeiten aus. Klare, präzise Weine aus Aligoté, Chardonnay, Pinot Noir und Gamay.

Daneben maischevergorene, oxidativ ausgebaute oder komplett natürlich belassene Weine finden bei ihm großen Zuspruch. Die Bandbreite ist groß. Die Profile sind vielfältig.

Sein Ziel ist es nicht, mit den großen Namen der Region in Konkurrenz zu stehen. Er verfolgt ganz andere Ziele. Ehrliche, authentische Weine, die Rebsorte und Herkunft zeigen, ohne vom Holz geprägt zu sein. Und dies beherrscht er in weiß wie auch in rot. Er kann auf Reben aus den berühmtesten Ortschaften des Burgunds zurückgreifen, aber sein Stil ist äußerst eigenständig, nicht austauschbar und charaktervoll.

Seine Weine liefern auch gerade in Zeiten, in denen im Burgund die Preise zu explodieren scheinen, einen vertretbaren Einstieg. Ob nun der klassische Chardonnay aus dem kleinen Holzfass aus Saint-Aubin oder sein Pet Nat aus zwölf Monate lange auf der Maische vergorenem Aligoté.

Er greift in den Prozess des Wein-werdens so wenig wie möglich ein. Die gesunden Trauben kommen von top bewirtschafteten Lagen und dies ist für ihn der größte Segen. Schwefel wird keinem seiner Weine zugesetzt. Julien strebt es an, bekömmliche, geradlinige Weine zu erzeugen, die großes Trinkvergnügen bereiten.

Text und Weinexpertise: Marian Henß.