5 · Pannonien — Neusiedlersee und Weinviertel
Pannonisches Klima, warmer Osten Österreichs. Zwei Adressen, die seit zwei Jahrzehnten den österreichischen Naturweinbau prägen — mit zwei sehr verschiedenen Antworten auf die Frage, wie ein Rosé ohne (oder fast ohne) Schwefel klingt.
Naturwein-Cuvée
Einstieg · ca. 12 €
Heinrich naked rosé 2024
Die Adresse, die mit der Pannobile-Gruppe das österreichische Naturwein-Burgenland geprägt hat — Demeter seit langem, ein Sommer-Rosé für jeden Tag.
Neusiedlersee, eine Cuvée aus Zweigelt, Sankt Laurent und Blaufränkisch, direkt gepresst, spontan vergoren, minimal geschwefelt nur bei der Füllung. Gernot und Heike Heinrich sind Mitbegründer von Pannobile. 12 % Alkohol, lachsrosa, in der Nase Erdbeerblatt und Johannisbeere. Am Gaumen knackig, fast tänzerisch — ein Rosé, der den ganzen Sommer hält, ohne anstrengend zu werden. Zu Tafelspitz mit Apfelkren, zu Fischsuppe — auch zu Salzstangen am Rand des Pools.
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3 Jahre Vollhefe
Klassik · ca. 32 €
Zillinger NUMEN Sankt Laurent 2021
Der wahrscheinlich kompromissloseste Naturwein-Rosé Österreichs — Sankt Laurent, drei Jahre auf der Vollhefe im großen Holz, dichtes Purpur im Glas.
Weinviertel, biodynamisch seit 2008. Sankt Laurent — die österreichische Pinot-Verwandte, dünnschalig, früh reifend. Maischegärung in Amphoren, dann drei Jahre Vollhefe in Akazien- und Eichenfass, ohne Filtration. In der Nase Sauerkirschkern und Sternanis, dazu Holunder. Am Gaumen Hagebutte, Rote Bete und eine wachsige Hefenote über einer geradlinigen Säure. Zu Wildgerichten, zu Entenbrust mit Rotkohl — als Apero zu reifem Bergkäse und Brotzeitbrot.
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