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Weinbrief ·

Nördliche Rhône: Die feinsten Syrah der Welt

Preise und Verfügbarkeit: Stand 3. Oktober 2026

Pfeffer, Veilchen, Rauch, zwölfeinhalb Prozent. Drei Winzer von Cornas bis Côte-Rôtie. Zwei Pakete zum Mitreisen.  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌

Hallo,

Es gibt einen Geruch, den nur Syrah von der nördlichen Rhône hat:
Pfeffer, Veilchen, Rauch.
Als hätte jemand den Frühherbst über Buche geräuchert, dazu Lorbeer und schwarze Olive.
Zwölfeinhalb Prozent.
Ein Tannin, geschliffen und schön.
Man trinkt das im Oktober, zu Lamm, zu Pilzen, zum neuen Carrère.
Es wird klar, warum die Menschen dort Terrassen mühsam in Hänge gehauen haben, die zu steil für jeden Traktor sind.
Ich kenne keinen anderen Rotwein, der so leicht und so ernst zugleich ist.

Drei Winzer machen den Syrah so, wie ich ihn meine: Matthieu Barret in Cornas, David Reynaud in Crozes-Hermitage, Jean-Michel Stephan in Tupin, wo die Côte-Rôtie anfängt.
Der Brief folgt der Rhône flussaufwärts, von Süden nach Norden. Sie können mit auf diese Reise kommen, mithilfe eines Weinpakets Ihrer Wahl:

Paket 1 · Den Fluss hinauf

Cornas · Crozes · Saint-Joseph 350m · Saint-Joseph D86 · Grand Blanc · Côte-Rôtie

Den Fluss hinauf
6 Weine · ca. 251 € →

Paket 2 · Ganz oben

Cornas 2017 · Condrieu · Tupin 2020 · Bassenon 2022 · Binardes 2022 · L’Ultime 2021

Ganz oben
5 Weine + Condrieu 0,5 l · ca. 708 € →

Es sind Weine, von denen es pro Jahr nur ein paar tausend gibt. Für die ganze Welt.

Ein Klick legt alle sechs in Ihren Warenkorb.
Einzelne können Sie dort weglassen oder tauschen, auch zwischen den beiden Paketen.

Cornas

Cornas heißt auf Keltisch verbrannte Erde, sagt man. Ein Amphitheater aus Granit gegenüber von Valence, nach Süden offen, vom Mistral abgeschirmt. Der alte Ruf von Cornas war der eines Weins, den man kaufte, um ihn seinen Kindern zu vererben, sprich in der Jugend untrinkbar. Matthieu Barret übernahm 1998 mit dreiundzwanzig das Gut seines Großvaters, der die Trauben an Chapoutier und Delas verkauft hatte. Seit 2002 ist es Demeter-zertifiziert. Maultiere und Pferde ziehen den Pflug durch die Terrassen, dreizehn Hektar auf zerbröseltem Granit, den man hier Gore nennt. 2017 hat er sämtliche Holzfässer aus dem Keller geworfen. Seitdem gibt es nur noch Stahl, Beton und Terrakotta. Und er entrappt, was in Cornas, wo man traditionell mit Stielen vergärt, sehr ungewöhnlich ist. Herausgekommen ist ein Cornas, den man nicht vererben muss. Der Wine Spectator nannte Barret eines der aufregendsten neuen Güter der nördlichen Rhône, der Wine Advocate gibt seinen großen Cornas 96 und 97 Punkte. Sein New Yorker Importeur nennt die Weine die begehrtesten Naturweine Frankreichs, die man noch bezahlen kann.

Domaine du Coulet Cornas Brise Cailloux 2022

Cornas „Brise Cailloux“ 2022

Syrah · Cornas · ca. 50 €

Barrets Einstiegs-Cornas. Zwei Drittel der Trauben kommen von jüngeren Reben am Fuß des Hangs, ein Drittel von den alten Terrassen oben. Achtzehn Monate in Tongefäßen und Beton, zwölfeinhalb Prozent. Pflaume, Blaubeere, Veilchen, hinten schwarzer Pfeffer. Nichts davon drängt sich vor. Wenn Sie nur einen Wein aus diesem Brief probieren, nehmen Sie diesen. Dazu Lammkoteletts, oder ein Steinpilzrisotto.

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Domaine du Coulet Cornas La Géniale Patronne 2017

Cornas „La Géniale Patronne“ 2017

Syrah · Cornas · ca. 69 €

Neun Jahre alt, und wir haben noch welche, was ich für einen Glücksfall halte. Junge und alte Reben aus der Hangmitte, fünfundzwanzig Hektoliter pro Hektar. Gärung im Stahl, Reife im Betonei, dreizehneinhalb Prozent. Brombeere, Maulbeere, eine pfeffrige Länge. Das Tannin hat die neun Jahre genutzt. Laut Importeur hält er bis 2030, ich würde nicht so lange warten. Dazu geschmortes Rind. Oder ein reifer Picodon, der Ziegenkäse der Ardèche.

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Crozes-Hermitage, die Ebene

Crozes-Hermitage ist das, was von Hermitage übrig bleibt, wenn man den Hügel abzieht. Elf Gemeinden, über zweitausend Hektar, die größte Appellation des Nordens. Und die am wenigsten verstandene, weil die Hälfte der Ernte an die Genossenschaft in Tain geht und das Etikett deshalb wenig verrät. David Reynaud hat die Genossenschaft im Jahr 2000 verlassen. Was er vorhatte, war Biodynamie, seit 2005 mit Biodyvin-Zertifikat. Sein Gut liegt im flachen Süden am Ufer der Isère, auf dem Plateau des Chassis. Lehm und Kalk über Flussgeröll, das tagsüber Wärme speichert und sie nachts an die Reben abgibt. Siebenundzwanzig Hektar, siebenundachtzig Prozent Syrah, ein Keller, in dem nur die Schwerkraft pumpt. Ich mag an Reynaud, dass er die Ebene nicht entschuldigt. Er muss es auch nicht. JancisRobinson.com nannte schon seinen einfachsten Crozes „pure and delightful“, mit erstaunlicher Konzentration. Crozes hat viele Erzeuger und eine Handvoll, die man kennen muss. Reynaud gehört dazu.

Domaine Les Bruyères Crozes-Hermitage Les Croix Vieilles Vignes 2022

Crozes-Hermitage „Les Croix“ Vieilles Vignes 2022

Syrah · Crozes-Hermitage · ca. 39 €

Les Croix ist die Parzelle, die Reynaud selbst für sein bestes Stück hält. Reben über fünfzig Jahre, Lehm über Kalkfels mit Geröll. Vier Wochen auf der Maische, ein Jahr in alten Fässern und ein halbes im Beton, dreizehn Prozent. Thymian, Lorbeer, Rosmarin, frischer Pfeffer, ein Hauch Rauchfleisch. Die Revue du Vin de France hat ihm 93 Punkte gegeben. Ich erwähne das, weil es für einen Crozes aus der Ebene ungewöhnlich ist. Für 39 € der ernsthafteste Wein, den mir die Appellation bisher gezeigt hat. Dazu Wildschweinragout. Oder ein Saint-Marcellin, der weiche Käse von der Isère.

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Saint-Joseph, fünfzig Kilometer

Saint-Joseph ist weniger eine Lage als ein Band von fünfzig Kilometern am rechten Ufer, von gegenüber Valence bis kurz vor Condrieu. 1969 waren das keine hundert Hektar, heute sind es fünfzehnhundert. Der Name auf dem Etikett sagt deshalb weniger als der Name darunter. Zwei Enden des Bandes sind im Paket: Reynauds Granitplateau auf dreihundertfünfzig Metern und Barrets Parzellen an der Departementsstraße 86 bei Sarras, am oberen Rand der Appellation.

Domaine Les Bruyères Saint-Joseph 350m 2021

Saint-Joseph „350m“ 2021

Syrah · Saint-Joseph · ca. 33 €

Der schlankste Rote des Pakets, und ich meine das als Empfehlung. Zerdrückte rote Beeren, sechs Gramm Säure, zwölfeinhalb Prozent. Aus dem kühlen, frostigen 2021er, einem Jahrgang, der der Syrah im Norden gut bekommen ist, weil er sie zur Zurückhaltung gezwungen hat. Dreißig Jahre alte Reben auf einem Granitplateau, das auf dem Etikett Haut Plateau de Gneiss heißt. Entrappt, ein Jahr teils im Halbstück, teils im Beton. Dazu Kalbsleber mit Salbei. Oder Linsen aus Le Puy, mit viel Thymian.

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Matthieu Barret Saint-Joseph D86 2024

Saint-Joseph „D86“ 2024

Syrah · Saint-Joseph · ca. 30 €

Zwölf Prozent. Ich schreibe die Zahl voran, weil sie das Erste ist, was auffällt. Das Zweite ist, dass man sie nicht schmeckt: Lorbeer, Pflaume, schwarze Olive, ein ganzer Wein. Zwei Parzellen an der Straße, nach der er heißt, Reben über fünfundzwanzig Jahre auf verwittertem Granit, nach Osten. Entrappt, spontan vergoren, in Terrakotta und Beton. Der Saint-Joseph für den Dienstagabend, an dem trotzdem jemand kocht. Dazu Lammschulter, oder Auberginen aus dem Ofen.

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Vérin, am Rand von Condrieu

Jean-Michel Stephan hat seinen ersten Hektar mit vierzehn gepflanzt. Gelernt hat er im Beaujolais, bei Jean-Paul Brun. Das erklärt, warum seine Côte-Rôtie mit ganzen Trauben vergoren wird wie ein Morgon. 1991 gründete er in Tupin, 1997 traf er Yvon Métras und Marcel Lapierre. Seitdem so gut wie kein Schwefel, in keiner Stufe. Das hatte in der Côte-Rôtie vor ihm niemand gewagt. Sein amerikanischer Importeur nennt ihn einen der wahren Meister des Naturweins an der nördlichen Rhône, und ausnahmsweise übertreibt ein Importeur nicht. Seine Côte-Rôties sind die begehrtesten der Appellation, schreibt Idealwine. Fünf Hektar Côte-Rôtie, halbe Erträge, also sehr wenig Wein. Man findet diese Weine auf den besten Weinkarten von Paris, San Francisco und Tokio. Wir haben ihn seit 2018 in jedem Jahrgang, was ich nicht für selbstverständlich halte. Die Söhne Romain und Dorian arbeiten mit. Aus zwei Hektar sind zehn geworden, die Hälfte außerhalb der Appellation, in Vérin und rund um Condrieu, auf vierhundert Metern. Von dort kommen die beiden Weißen.

Maison Stephan Le Grand Blanc 2024

Le Grand Blanc 2024

Roussanne, Marsanne, Viognier · Vérin · ca. 29 €

Roussanne, Marsanne und Viognier von Reben aus 2018 auf Schwemmboden und Granit. Acht Monate im Stahl, zwölfeinhalb Prozent. Kamille, Schafgarbe, Austernschale, salzig und straff und trotzdem cremig, was die Marsanne beisteuert. Wir haben davon mehr als von jedem anderen Wein des Hauses, und ich finde, mit Recht. Für 29 € ein Weißer von der Rhône, der nicht nach Aprikosenmarmelade schmeckt. Dazu Austern, oder gar nichts.

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Maison Stephan Condrieu Le Tinal 2024 500 ml

Condrieu „Le Tinal“ 2024, 0,5 l

Viognier · Condrieu · 0,5 l · ca. 95 €

Condrieu ist der Ort, an dem die Viognier gerettet wurde, als in den Sechzigern kaum noch zehn Hektar übrig waren. Le Tinal ist ein Stück von 0,17 Hektar in Vérin, Granit mit Biotit, nach Süden. Reben aus Massenselektion von 1986, ein Jahr im Fass, zwölfeinhalb Prozent. Zitrus, weißer Pfirsich, Jasmin, und dann Salz, wo bei vielen Condrieu der Zucker anfängt. 2024 war im Norden ein großes Weißweinjahr. Stephan füllt ihn nur im halben Liter. Ich halte das für die ehrlichste Flaschengröße für Viognier: Man trinkt ihn jung und zu zweit. Dazu Jakobsmuscheln.

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Tupin: ein Hang, zwei Weine

Hier ist der Hang, von dem oben die Rede war. Die Côte-Rôtie beginnt bei Tupin-et-Semons, am Südende, auf Gneis statt Glimmerschiefer. Die Legende von Côte Brune und Côte Blonde spielt weiter nördlich. Dafür gibt es hier die Sérine, die alte Form der Syrah, mit kleineren Beeren und halbem Ertrag. Die Rebschulen hätten sie mit ihren Klonen fast ausgemerzt. Stephan hat sie 1991 in Tupin gefunden, Reben von 1941. Am selben Hang liest Matthieu Barret seine Côte-Rôtie-Trauben, in Partnerschaft mit Stephan. Derselbe Ort, zwei Handschriften: Barret entrappt und baut fünfzehn Monate im Betonei aus. Stephan vergärt ganze Trauben und lässt den Wein zwei Jahre in alten Fässern aus dem Wald von Jupille liegen. Man kann beides kaufen und den Unterschied selbst schmecken. Das ist, ehrlich gesagt, der Grund für dieses Paket.

Matthieu Barret Côte-Rôtie Tupin's 2023

Côte-Rôtie „Tupin’s“ 2023, Matthieu Barret

Syrah · Côte-Rôtie · ca. 69 €

Die günstigste Côte-Rôtie, die ich kenne, und ich habe lange gesucht. Himbeere, Cassis, Penja-Pfeffer, dreizehn Prozent, aus dem 2023er, dem Jahrgang, der der Côte-Rôtie besser bekommen ist als dem Rest des Nordens. Dreißig Jahre alte Reben auf Granit und Sand. Zwei Wochen auf der Maische, fünfzehn Monate im Betonei, zwei Gramm Schwefel auf den Hektoliter. Für 69 € bekommt man anderswo in der Appellation einen Namen. Hier bekommt man den Hang. Dazu Entenbrust, oder ein Kartoffelgratin.

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Maison Stephan Côte-Rôtie Coteaux de Tupin 2020

Côte-Rôtie „Coteaux de Tupin“ 2020, Maison Stephan

Sérine · Côte-Rôtie · ca. 150 €

Nur Sérine. Ein halber Hektar Leukogneis mit Quarzadern, gepflanzt 1941 und 1993. Fünfzehn bis zwanzig Hektoliter pro Hektar, also etwa die Hälfte dessen, was erlaubt wäre. Zwei Jahre im Jupille-Fass, dreizehn Prozent. Vinous notierte schwarze und blaue Frucht, kandiertes Veilchen, Olivenpaste und gab 95 Punkte. Der 2020er ist offen, was bei Stephan nicht selbstverständlich ist. Ein Jahrzehnt hat er trotzdem vor sich. Dazu Wildschweinkeule. Oder ein Gratin mit Trüffel.

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Bassenon, Binardes, und ein Frostjahr

Stephans andere beiden Lagen. Les Binardes liegt direkt hinter dem Keller, zwei Hektar mit vierzig Prozent Gefälle. Von dort holt er den Quarz, den er zermahlt und als Hornkiesel-Präparat über die Reben sprüht. Bassenon liegt an der Grenze zu Condrieu, dunkler Migmatit, die ältesten Reben von 1896. Für mich der große Wein des Hauses. Und dann der April 2021: minus sieben Grad, die Ernte winzig. Stephan hat alle Lagen in eine Cuvée gelegt und sie L’Ultime genannt. Man darf hoffen, dass der Name eine Übertreibung bleibt.

Maison Stephan Côte-Rôtie Coteaux de Bassenon 2022

Côte-Rôtie „Coteaux de Bassenon“ 2022

Syrah, Sérine, Viognier · Côte-Rôtie · ca. 150 €

Je vierzig Prozent Syrah und Sérine, zwanzig Prozent Viognier, gemeinsam vergoren. Die Appellation erlaubt das, kaum jemand macht es noch in diesem Umfang. Zwei Jahre im alten Tronçais-Fass, dreizehneinhalb Prozent. Rauchfleisch, Kräuter, exotische Gewürze, sehr lang. James Suckling gab 96 Punkte, Vinous 94. Ich erwähne das nur, weil die beiden einmal einer Meinung sind. Stephan selbst trinkt ihn zum Steinbutt, und das funktioniere erstaunlich gut, sagt er. Ich glaube ihm das.

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Maison Stephan Côte-Rôtie Les Binardes 2022

Côte-Rôtie „Les Binardes“ 2022

Syrah, Viognier · Côte-Rôtie · ca. 109 €

Der leichteste der drei Lagenweine, zwölfeinhalb Prozent, ein Jahr im Tank und kein Holz. Neunzig Prozent Syrah, zehn Viognier, Reben von 1986 bis 1994. 2022 war das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Côte-Rôtie hat es weich und samtig überstanden, was man dem Wein anmerkt. Wenn ich eine Côte-Rôtie für den Alltag empfehlen müsste, einen Alltag, der 109 € verträgt, dann diese. Dazu Taube. Oder eine Rigotte de Condrieu, der Ziegenkäse vom Nachbarhang.

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Maison Stephan Côte-Rôtie L'Ultime 2021

Côte-Rôtie „L’Ultime“ 2021

Syrah, Viognier · Côte-Rôtie · ca. 135 €

Alle vier Lagen in einer Cuvée, weil der Frost nichts anderes übrig ließ. Zwei Jahre im Tronçais-Fass, zwölfeinhalb Prozent. James Suckling gab 97 Punkte und schrieb, die Feinheit der Tannine nehme einem den Atem. Ich bin selten mit ihm einer Meinung, aber hier. Rote Frucht, Veilchen, eine Säure, die nicht aufhört. Ein Wein, den es nur gibt, weil ein Jahr schiefging. Dazu Rinderfilet, oder ein alter Comté.

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Womit fangen Sie an?

Wenn Sie die Kiste öffnen: den Grand Blanc zuerst, gut gekühlt. Dann den D86 und den 350m, beide bei sechzehn Grad, nicht wärmer. Syrah verzeiht Wärme nicht. Les Croix und Brise Cailloux eine Stunde vorher aufmachen. Den Tupin’s zum Schluss, im großen Glas.

Den Fluss hinauf:
1× Le Grand Blanc 2024 → Kamille und Austernschale
1× Saint-Joseph D86 2024 → zwölf Prozent, Lorbeer und Olive
1× Saint-Joseph 350m 2021 → zerdrückte Beeren, sechs Gramm Säure
1× Crozes Les Croix 2022 → Thymian, Lorbeer, Rauchfleisch
1× Cornas Brise Cailloux 2022 → Pflaume, Veilchen, Pfeffer
1× Côte-Rôtie Tupin’s 2023 → Himbeere, Cassis, Penja-Pfeffer

Und „Ganz oben“: der Condrieu, die drei Lagen von Stephan, L’Ultime und der neun Jahre alte Cornas. Fangen Sie mit dem Cornas an, er ist der Einzige, der schon fertig ist.

Ein Klick legt alle sechs in Ihren Warenkorb. Einzelne können Sie dort weglassen oder tauschen.

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Herzliche Grüße aus Berlin,

Lisa und das Team von
Lebendige Weine

P.S.: Von Barrets Cornas „Gore“ 2015 haben wir noch Magnums, was ich für ein Versehen des Marktes halte. Gore ist das Wort für den zerbröselten Granit. Die Reben stehen oben am Sommet des Arlettes, fünfzig Jahre alt. Der Wein lag zwei Jahre im Betonei mit zehn Milligramm Schwefel. Der Wine Advocate gab 97 Punkte: zerstoßener Stein, Himbeere, Cassis. Eine Magnum reift langsamer als die normale Flasche, diese hat noch bis 2033 Zeit. Das Geschenk für den Menschen, der schon alles hat, außer Cornas. Ca. 259 €.

BUDGET-WEIN DER WOCHE

Matthieu Barret Petit Ours rouge 2024

Côtes du Rhône „Petit Ours“ rouge 2024, Matthieu Barret

Syrah · Visan, Côtes du Rhône · ca. 16,50 €

Stéphane Tissot aus dem Jura hat Matthieu Barret einmal Petit Ours Brun genannt, kleiner brauner Bär. Barret hat den Namen behalten, für sich und für seinen günstigsten Wein. Die Trauben wachsen in Visan, also im Süden, auf Ton und Kies. Entrappt, acht Monate im Beton, dreizehneinhalb Prozent. Brombeere, Schwarzkirsche, schwarzer Pfeffer, ohne jeden Ehrgeiz, und genau deshalb gut. Ca. 16,50 €, der Syrah für die Woche, in der Sie auf das Paket warten. Dazu Pasta mit schwarzen Oliven.

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