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Weinbrief ·

Chardonnay – Alles oder Nichts

Preise und Verfügbarkeit: Stand 26. September 2026

Von sich aus riecht die Sorte nach fast nichts. Deshalb kann sie alles werden, je nachdem, wo sie steht. Sechs Orte, zwölf Weine, zwei Pakete.  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌

Hallo,

es gab eine Zeit, in den Neunzigern, da galt es in Amerika als Zeichen von Geschmack, Chardonnay abzulehnen. „Anything but Chardonnay“ hieß der Spruch, und er war die Quittung für ein Jahrzehnt, in dem man die Sorte mit neuem Holz und viel Malolaktik zu einer Art flüssiger Vanillebutter verarbeitet hatte. Der Traube selbst konnte das gleichgültig sein. Sie ist, und ich meine das als Kompliment, alles oder nichts: Von sich aus riecht sie nach fast nichts, und genau deshalb kann sie alles werden, das Beste, was Chablis, Meursault oder die Champagne hergeben, oder eben nichts, die Vanillebutter aus dem Supermarkt. Je nachdem, wo sie steht und wer sie in den Keller holt. Was man aus ihr macht, entscheidet der Winzer. Was sie aus sich macht, entscheidet der Boden.

Mich interessiert an Chardonnay weniger die Traube als der Ort. Deshalb dieser Brief: sechs Orte, an denen die Sorte etwas Bestimmtes wird, und von jedem zwei Weine, der Wein, mit dem das Haus seinen Alltag bestreitet, und der aus seiner besten Lage. Zwei Pakete, ca. 212 € und ca. 552 €. Der Unterschied ist zum größten Teil Burgund, und dazu komme ich gleich.

Paket 1 · Sechs Orte

Chablis 2025 · Bourgogne VV 2023 · Pouilly-Vinzelles Zen 2023 · Bassgeige 2023 · Ried Sulz 2021 · Brut Réserve

Sechs Orte
6 Weine · ca. 212 € →

Paket 2 · Sechs Orte. Das Beste.

Vaudésir 2023 · Charmes 2024 · Au Vignerais 2023 · Kirchberg GG 2022 · Steilriegel 2020 · Caudalies

Sechs Orte. Das Beste.
6 Weine · ca. 552 € →

Ein Klick legt alle sechs in Ihren Warenkorb.
Einzelne können Sie dort weglassen oder tauschen, auch zwischen den beiden Paketen.

Chablis

Chablis liegt gut hundert Kilometer nördlich der Côte d'Or auf einem Kalk aus dem Jura-Meer, der voller winziger versteinerter Austern steckt. Die Geologen nennen die Schicht nach dem Dorf Kimmeridge in Dorset, wo sie an der englischen Küste zutage tritt, was erklärt, warum die Engländer Chablis immer als ihren eigenen Weißwein betrachtet haben. Die Domaine de l'Enclos ist jung und alt zugleich. Romain und Damien Bouchard haben sie 2016 gegründet, nachdem ihr Vater Pascal sein Handelshaus an Albert Bichot verkauft und die Reben behalten hatte, was ich für die klügere Hälfte des Geschäfts halte. Rund 36 Hektar, bio-zertifiziert, ein Keller, den sie halb in den Boden gebaut haben. Die Lese 2025 begann in Chablis am 18. August, nach zwei Hitzewellen. Noch vor zwanzig Jahren wäre das undenkbar gewesen, und der Verband nennt den Jahrgang trotzdem ausgewogen, mit moderatem Alkohol.

Domaine de l'Enclos Chablis 2025

Chablis 2025

Chardonnay · Chablis · ca. 26 €

Zwölf Hektar Parzellen rund um Chablis, Reben um die dreißig Jahre, Stahltank. Grüner Apfel, Austernschale, zitronig, mit Schnitt. Kein Holz, kein Fett, keine Pose. Für 26 € habe ich lange keinen besseren Chablis getrunken.

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Domaine de l'Enclos Chablis Grand Cru Vaudésir 2023

Chablis Grand Cru Vaudésir 2023

Chardonnay · Chablis Grand Cru · ca. 77 €

Grand Cru ist in Chablis eine einzige Hangflanke über dem Serein, 99 Hektar, sieben Namen, anderthalb Prozent der Ernte. Vaudésir ist das kleine Seitental darin, und das Stück der Bouchards, 0,57 Hektar am Südhang, hat ihr Vater 1992 gepflanzt. Reife Zitrone, Quitte, Honig, darunter Stein, breit und seidig und noch verschlossen. Ein Grand Cru von Chablis für 77 € ist, verglichen mit dem, was die Côte d'Or für ihre großen Lagen verlangt, beinahe ein Versehen.

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Meursault

Meursault hat keinen Grand Cru, und es braucht keinen. Rémi Jobard, Sohn von Charles und Neffe von François, macht den Wein seit Anfang der Neunziger, seit 1994 ohne Herbizide, seit 2011 mit Bio-Zertifikat, und er ist einer der wenigen im Dorf, die man noch ohne Beziehungen kaufen kann. Seine Trauben liegen mindestens sechs Stunden in der Presse, meist die ganze Nacht, ohne dass jemand den Trester aufschüttelt, weil der Saft so klarer kommt. Ausgebaut wird zur Hälfte in Barriques und zur Hälfte in großen Fudern, fast alles vom österreichischen Küfer Stockinger, ein Fünftel davon neu. Das Holz ist bei Jobard ein Möbel, kein Gewürz.

Rémi Jobard Bourgogne Côte d'Or Vieilles Vignes 2023

Bourgogne Côte d'Or Vieilles Vignes 2023

Chardonnay · Bourgogne · ca. 46 €

Sechs Parzellen in der Gemarkung Meursault, unterhalb des Dorfes, Reben über vierzig Jahre alt. Auf dem Etikett steht Bourgogne, weil die Ebene keinen Dorfnamen tragen darf. Im Glas steht Meursault. Gelber Apfel, Haselnuss, Brotteig, dicht, mit Stein am Ende. Wenn Sie den Unterschied zwischen einem Bourgogne und einem Bourgogne verstehen wollen, fangen Sie hier an.

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Rémi Jobard Meursault 1er Cru Les Charmes 2024

Meursault 1er Cru Les Charmes 2024

Chardonnay · Meursault Premier Cru · ca. 184 €

Les Charmes ist mit 31 Hektar der größte Premier Cru des Dorfes, und Jobards sechzehn Ar liegen oben, an Perrières, wo die guten liegen. 2024 war ein Jahr, das die Winzer lieber vergessen: Regen bis September, Frost im April, Hagel im Mai, ein Viertel weniger Chardonnay an der Côte d'Or. Was übrig blieb, ist präzise und gespannt, ohne ein Gramm Fett. 184 € sind viel Geld und für einen Meursault Premier Cru inzwischen der Normalfall. Nicht vor 2029 öffnen.

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Mâconnais

Wenn ich Burgund-Trinkern einen Rat gebe, dann diesen: nach Süden schauen. Das Mâconnais ist das Ende des Burgund und die Gegend, in der Chardonnay noch bezahlbar ist, und die Brüder Jean-Philippe und Jean-Guillaume Bret sind der Grund, warum man dort nicht nur nach dem Preis kaufen sollte. Sie haben La Soufrandière in Vinzelles im Jahr 2000 übernommen, viereinhalb Hektar, die ihre Großeltern 1947 gekauft hatten, und von der ersten Lese an biodynamisch gearbeitet, Demeter seit 2006. Ihre Zen-Weine bekommen während Gärung und Ausbau keinen Schwefel und vor der Füllung zehn bis zwanzig Milligramm pro Liter, wo Demeter neunzig erlaubt. Geschönt und filtriert wird nicht, und die Brüder bitten darum, diese Weine nicht wärmer als fünfzehn Grad zu lagern. Ich würde mich daran halten.

La Soufrandière Pouilly-Vinzelles Cuvée Zen 2023

Pouilly-Vinzelles Cuvée Zen 2023

Chardonnay · Pouilly-Vinzelles · ca. 36 €

Pouilly-Vinzelles hat fünfzig Hektar, das Nachbardorf Pouilly-Fuissé achthundert. Die Reben in Les Quarts sind um die fünfzig Jahre alt, der Boden ist roter Ton auf Kalk, der Sommer 2023 war heiß. Gelber Apfel, Honigmelone, rund und saftig, mit einer salzigen Kante, die den Wein aufrecht hält. Dazu ein Brathähnchen, und niemand wird fragen, was das gekostet hat.

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La Soufrandière Pouilly-Fuissé 1er Cru Au Vignerais Zen 2023

Pouilly-Fuissé 1er Cru Au Vignerais Zen 2023

Chardonnay · Pouilly-Fuissé Premier Cru · ca. 59 €

Pouilly-Fuissé bekam erst mit dem Jahrgang 2020 Premiers Crus, 22 Lagen, und Au Vignerais an der Südflanke des Felsens von Solutré ist eine davon. Früher ging der Wein von hier als Most an Händler. Die Brets haben einen halben Hektar, fünfunddreißig Jahre alte Reben, elf Monate altes Holz. Weißer Pfirsich, Quitte, warmer Stein, kräftiger als der Vinzelles bei demselben Zug. Ein Premier Cru für 59 €. In Meursault kostet dasselbe Wort das Dreifache, und ich bin nicht sicher, ob der Unterschied im Glas immer so groß ist.

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Kaiserstuhl

Dass Deutschland Chardonnay erst 1991 zuließ, gehört zu den Kuriositäten des deutschen Weinrechts, das der Sorte jahrzehntelang misstraute, während der Weißburgunder nebenan als heimisch galt. Franz Keller in Oberbergen pflanzte ihn ungefähr in diesem Jahr in den Oberrotweiler Kirchberg, mit Reben aus dem Burgund. Der Kaiserstuhl ist ein Vulkan, seit fünfzehn bis neunzehn Millionen Jahren still, und in der Eiszeit hat der Wind Löss darüber gelegt. Die beiden Weine zeigen genau diese zwei Schichten. Chardonnay macht bei Keller nur acht Prozent der Fläche aus, was mich bei diesem Großen Gewächs wundert. Das Haus hat 2022 auf Bio umgestellt und ist seit dem Jahrgang 2024 zertifiziert, die beiden Weine hier stammen aus der Umstellung.

Franz Keller Oberbergener Bassgeige Chardonnay Erste Lage 2023

Oberbergener Bassgeige Chardonnay Erste Lage 2023

Chardonnay · Kaiserstuhl · ca. 21 €

Löss über Vulkangestein, ein Jahr im Barrique. Aprikose, Quitte, Feuerstein, dann Salzbutter, cremig, aber mit Zug. Der günstigste Wein im Brief, und der, bei dem ich am längsten auf das Etikett geschaut habe. Dazu Kürbis aus dem Ofen.

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Franz Keller Kirchberg Oberrotweil Chardonnay GG 2022

Kirchberg Oberrotweil Chardonnay GG 2022

Chardonnay · Kaiserstuhl, Große Lage · ca. 77 €

Der Kirchberg öffnet sich zur Burgundischen Pforte und ist deshalb kühler, Kellers Parzelle liegt am Hangfuß auf hellem Phonolith-Schotter. Ein Jahr im Holz, ein Drittel davon neu, dann ein halbes Jahr auf der Hefe im Stahl. Limettenschale, Zitronengras, kalte Asche, schlank, kalkig, salzig. Neben der Bassgeige der strengere von beiden, und der, der in fünf Jahren mehr zu erzählen hat. Dazu Zander mit brauner Butter.

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Südsteiermark

Die Steirer nennen die Sorte Morillon, und lange wussten sie nicht, dass sie Chardonnay im Weinberg hatten. Bis in die Achtziger galt Morillon als Spielart des Weißburgunders, und erst importiertes französisches Rebmaterial brachte an einem Detail des Blattes die Wahrheit ans Licht. Zugelassen wurde die Sorte in Österreich 1986. Manfred Tement war 1976 sechzehn, als sein Vater starb und er drei Hektar übernahm. Heute sind es knapp hundert, zwanzig davon in Slowenien, und seine Söhne Armin und Stefan machen den Wein. Bio seit 2018, Demeter seit dem Jahrgang 2022, unsere beiden Weine sind älter und tragen noch kein Demeter-Siegel.

Tement Ried Sulz Morillon Erste STK Lage 2021

Ried Sulz Morillon Erste STK Lage 2021

Morillon · Südsteiermark · ca. 35 €

Die Sulz ist eine Kessellage nach Süden, blauer und brauner Kalkmergel, bis 470 Meter hoch. Zwei Jahre auf der Hefe im alten Holz, unfiltriert, vierzehn Prozent. Gelber Apfel, Birne, ein Rauchton vom Fass, Schmelz und Kraft, von der Säure gerade gehalten. Falstaff gab dem Nachfolger 2022 95 Punkte, und ich finde den 2021er nicht schlechter, nur runder. Dazu Backhendl.

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Tement Ried Zieregg Steilriegel Morillon Große STK Lage 2020

Ried Zieregg Steilriegel Morillon Große STK Lage 2020

Morillon · Südsteiermark · ca. 61 €

Der Zieregg ist ein Korallenriff, sechzehn Millionen Jahre alt, und Tements Stammlage. Seit die Lagenverordnung 2022 keine Parzellennamen mehr erlaubt, hat die Familie die Ried mit dem Jahrgang 2020 in vier Rieden geteilt. Der Steilriegel ist der älteste Familienbesitz darin, zu über neunzig Prozent Morillon, und das hier ist sein erster Jahrgang, 96 Falstaff-Punkte. Frischer Apfel, Wiesenkräuter, Limette, straff und hell, mit Pfirsich im Abgang. Ein Chardonnay, den man in Meursault nicht erkennen würde, und das ist als Lob gemeint. Dazu Saibling aus dem Rauch.

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Champagne, Côte des Blancs

Die Côte des Blancs südlich von Épernay ist reine Kreide, und sechs ihrer Dörfer sind Grand Cru: Chouilly, Oiry, Cramant, Avize, Oger und Le Mesnil-sur-Oger. Ein Blanc de Blancs von hier ist Chardonnay ohne Beimischung und, das ist meine feste Überzeugung, der am meisten unterschätzte Weißwein zum Essen. Die guten halten am Tisch so lange durch wie ein Meursault. Unsere beiden kommen aus Chouilly, dem nördlichsten der sechs Dörfer, und aus Avize.

Vazart-Coquart Brut Réserve Blanc de Blancs Chouilly Grand Cru

Vazart-Coquart Brut Réserve Blanc de Blancs Grand Cru

Chardonnay · Chouilly · ca. 46 €

Jean-Pierre Vazart bewirtschaftet elf Hektar in dreißig Parzellen, alle in Chouilly, die Reben im Schnitt 45 Jahre alt. Seit 1982 führt die Familie eine Réserve perpétuelle, einen Reservewein, aus dem jedes Jahr rund vierzig Prozent entnommen und mit der neuen Ernte ersetzt werden. Das Haus ist seit 2020 bio-zertifiziert, diese Cuvée wegen der alten Reserve nicht, und ich finde diese Ehrlichkeit sympathischer als manches Siegel. Croissant, Salzbutter, Aprikose, cremig und gerade, niedrig dosiert, mit Kreide im Abgang. Decanter gab dem aktuellen Los 94 Punkte.

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De Sousa Cuvée des Caudalies Blanc de Blancs Grand Cru Extra Brut

De Sousa Cuvée des Caudalies Blanc de Blancs Grand Cru Extra Brut

Chardonnay · Avize · ca. 92 €

Erick de Sousa stellte Avize 1999 auf Biodynamie um, Demeter seit 2013. Er starb im Januar 2023, seine Kinder Charlotte, Julie und Valentin führen das Haus. Die Caudalies kommen von über fünfzig Jahre alten Reben, gären vollständig im Holzfass, die Hälfte ist Reservewein aus einer Solera seit 1995, die Dosage liegt bei etwa fünf Gramm. Eine Caudalie ist eine Sekunde Abgang, und der Name ist keine Übertreibung. Clementinenschale, Zimt, Süßholz, cremig, lang, salzig am Ende, breiter und tiefer als der Vazart. Dieser Champagner bleibt beim Essen auf dem Tisch.

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Womit fangen Sie an?

Mit dem Champagner bei acht Grad. Chablis und Mâconnais gut gekühlt, die übrigen Weißen bei zwölf Grad, also eine halbe Stunde vor dem Essen aus dem Kühlschrank, sonst schmeckt man den Ort nicht. Meursault und Steilriegel vertragen Luft.

1× Chablis → Austernschale
1× Meursault → Haselnuss und Stein
1× Mâconnais → ohne Schwefel bis zur Flasche
1× Kaiserstuhl → Vulkan und Löss
1× Südsteiermark → Morillon
1× Côte des Blancs → Chardonnay, der schäumt

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Wir führen über 170 Chardonnays, von gut zwanzig Euro bis zu Premiers Crus aus Meursault und Puligny. Drei, die knapp draußen blieben: der Clos Béru, ein ummauerter Weinberg mitten in Chablis, ca. 99 €. Der Auxey-Duresses Monopole vom Clos du Moulin aux Moines, ca. 52 €. Und der Chardonnay aus dem Clos Windsbuhl von Zind-Humbrecht, ca. 35 €.

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Herzliche Grüße aus Berlin,

Lisa und das Team von
Lebendige Weine

P.S.: Die Weißburgunder-Verwechslung hat auch das Burgenland erwischt. Velich in Apetlon pflanzte 1961 Setzlinge aus einer steirischen Rebschule, verkauft als Weißburgunder. Es war Morillon, und aus diesen Reben kommt der Tiglat, einer der bekanntesten Chardonnays Österreichs. Der 2022er kostet bei uns ca. 81 €.

BUDGET-WEIN DER WOCHE

Heinrich Chardonnay Leithaberg DAC 2024

Chardonnay Leithaberg DAC 2024, Heinrich

Chardonnay · Leithaberg, Burgenland · ca. 18 €

Gernot und Heike Heinrich in Gols arbeiten seit 2006 biodynamisch, Demeter-zertifiziert, und haben respekt-BIODYN mitgegründet. Der Leithaberg ist der Kalk- und Schieferrücken am Westufer des Neusiedler Sees, und der Chardonnay von dort ist das Gegenteil von dem, was der Spruch aus den Neunzigern meinte: zwölfeinhalb Prozent, straff, Apfel und Stein, keine Butter. Für 18 € mein Alltags-Chardonnay in diesem Herbst. Dazu gebratener Fisch, oder gar nichts.

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