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Weinbrief ·

Moulin aux Moines: neue Weiße aus Meursault und Puligny

Preise und Verfügbarkeit: Stand 18. Oktober 2026

Ein Clos aus dem zehnten Jahrhundert, seit 2018 mit dem Pferd gepflügt. Drei Weiße, drei Rote.  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌
Lebendige Weine Weinbrief · 18. Oktober 2026

Clos du Moulin aux Moines · Auxey-Duresses, Côte de Beaune

Die Mühle der Mönche

Hallo,

Ende des zehnten Jahrhunderts bauten Mönche aus Cluny eine Mühle an den Bach, an dem die Täler von Auxey und Meursault zusammenlaufen, dazu Taubenturm, Backofen und einen Weinberg hinter einer Mauer. In tausend Jahren hatte der Hof fünf Besitzer. Ein Beauner Händler führte im achtzehnten Jahrhundert in seinem Verkaufsbuch einen alten Rotwein des Jahrgangs 1735 „près du Moulin Moine“, einer der frühesten Belege dafür, dass man in Burgund Jahrgänge überhaupt lagerte.

Seit 2008 führt Willy Roulendes die Domaine, ein Mann aus dem Languedoc, der bei de Montille gelernt hat. Aus acht Hektar wurden sechzehn in zwanzig Appellationen, seit dem Jahrgang 2021 Demeter, im Clos pflügt seit 2018 ein Pferd. Die Weißen gären in Fässern von 400 Litern im Keller aus dem elften Jahrhundert. „Wir lassen machen und greifen nur ein, wenn es nötig ist“, sagt Roulendes. Anfang 2022 kamen drei Parzellen in Meursault und Puligny dazu, ihre ersten Weine sind jetzt da. Drei Weiße, drei Rote.

Clos du Moulin aux Moines Auxey-Duresses Monopole blanc 2023

Auxey-Duresses „Clos du Moulin aux Moines“ blanc 2023

Chardonnay · Monopol, im Clos · ca. 52,50 €

Der linke Teil des Clos an der Grenze zu Meursault, 2003 gepflanzt, der Fels liegt dicht unter dem Boden. Zwölf Monate im Fass, kaum neues Holz. Weiße Blüten, Zitrus, Steinobst, klar und frisch, mit einer leisen Cremigkeit. Zu Gougères oder Jambon persillé.

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Clos du Moulin aux Moines Meursault Le Pré de Manche 2024

Meursault „Le Pré de Manche“ 2024

Chardonnay · Meursault, 270 m · ca. 83 €

Eine Hangkuppe über den Santenots, neben Monthelie, 0,21 Hektar, Reben von 1990. 2024 war in Burgund ein nasses Jahr mit kleiner Ernte und Weinen voller Spannung. Weißer Pfirsich, Akazie, nasser Kalk, reifer Apfel, salziger Schluss. Zu Poulet de Bresse à la crème.

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Clos du Moulin aux Moines Puligny-Montrachet 1er Cru Les Folatières 2023

Puligny-Montrachet 1er Cru „Les Folatières“ 2023

Chardonnay · Puligny-Montrachet 1er Cru · ca. 185,50 €

Die Lage heißt nach den Follets, den Irrlichtern, die hier umgehen sollen. 0,20 Hektar im unteren Teil nahe Le Cailleret, 1981 gepflanzt. Weißer Pfirsich, Zitrus, Mandel, straff, cremig, lang und salzig. Zu Zander in Beurre blanc.

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Clos du Moulin aux Moines Auxey-Duresses Vieilles Vignes Monopole rouge 2021

Auxey-Duresses „Clos du Moulin aux Moines“ Vieilles Vignes rouge 2021

Pinot Noir · Monopol, Reben von 1952 · ca. 49 €

Der obere Teil des Clos, rote Tonerde über Kalk, gepflanzt 1952 und 1954, vom Pferd gepflügt. Vierzehn Monate in gebrauchten Fässern. Himbeere, Walderdbeere, Tomatenessenz, dazu Laub und Unterholz, seidig, mit feinem Tannin. Zu Œufs en meurette.

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Clos du Moulin aux Moines Volnay Les Famines 2022

Volnay „Les Famines“ 2022

Pinot Noir · Volnay, 230 m · ca. 69 €

Am Fuß des Hügels von Volnay, 0,18 Hektar, Reben von 1996 und 2001. Den Roten der Côte de Beaune hat Jasper Morris für 2022 „that little bit extra“ bescheinigt, Pommard und Volnay voran. Dunkle Beeren, Bergamotte, Waldboden, fleischig, samtiges Tannin, Lakritz am Ende, 12,5 Prozent. Zu Coq au vin.

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Clos du Moulin aux Moines Pommard 1er Cru Clos Orgelot Monopole 2017

Pommard 1er Cru „Clos Orgelot“ Monopole 2017

Pinot Noir · Pommard 1er Cru, Monopol · ca. 82,50 €

Gut ein Hektar oberhalb der Épenots, nach der Familie Orgelot benannt, schon 1831 in Morelots Buch über die Weine der Côte d’Or. Reben von 1920 und 1990, sechzehn Monate im Fass. Sauerkirsche, Feige, Veilchen, Wacholder, Nelke, Eisen, seidig und feinherb. Neun Jahre alt, jetzt offen. Zu Bœuf bourguignon.

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Der Clos Orgelot steht seit 1831 in den Büchern, als Morelot die besten Lagen von Pommard aufschrieb. Unser 2017er ist neun Jahre alt und genau da, wo ich einen Pommard trinken will.

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Herzliche Grüße aus Berlin,
Lisa und das Team von Lebendige Weine

P.S. Der Meursault 1er Cru „Charmes“ 2023 kommt aus einer Parzelle von 0,12 Hektar, die 1950 gepflanzt wurde, mitten in der größten Premier-Cru-Lage von Meursault. Weiße Blüten, gelber Apfel, Nuss und Brioche, seidig und lang. Ca. 165 €.