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Blaufränkisch

Blaufränkisch ist eine dunkelhäutige Rebsorte, die für Rotwein verwendet wird. Blaufränkisch, eine spät reifende Sorte, produziert Rotweine, die typischerweise reich an Tannin sind und einen ausgeprägten würzigen Charakter aufweisen können.

Die Traube wird in ganz Mitteleuropa angebaut, einschließlich Österreich, der Tschechischen Republik (insbesondere Südmähren, wo sie als Frankovka bekannt ist), Deutschland, der Slowakei (wo sie als Frankovka modrá bekannt ist), Kroatien, Serbien (frankovka), Slowenien (bekannt als modra frankinja) und Italien (Franken). In Ungarn heißt die Traube Kékfrankos (auch blau-fränkisch) und wird in einer Reihe von Weinregionen angebaut, darunter Sopron, Villány, Szekszárd und Eger (wo sie eine Hauptzutat in der berühmten Rotweinmischung Egri Bikavér ist). lit. Bull’s Blood), das die Kadarka-Traube weitgehend ersetzt hat). Es wurde wegen seiner Verbreitung und seines guten Rufs in Osteuropa „der Pinot Noir des Ostens“ genannt. In Amerika ist die Traube auch als Lemberger, Blauer Limberger oder Blue Limberger bekannt und wird in Idaho, Michigan, Pennsylvania, Bundesstaat Washington, Michigan, New Jersey, Idaho, New York, Colorado, Ohio, Virginia und Kalifornien angebaut.

DNA-Profiling hat gezeigt, dass Blaufränkisch eine Kreuzung zwischen Gouais blanc (Weißer Heunisch; männlicher Elternteil) und Blaue Zimmettraube (weiblicher Elternteil; Nachkommen von Blauer Gänsfüsser) ist. Historische ampelografische Quellen haben sehr solide Beweise dafür geliefert, dass das geografische Ursprungsgebiet der Sorte die Niedersteiermark (heute slowenische Steiermark) ist. Lange Zeit vor der Anwendung der DNA-Analyse wurde Blaufränkisch aufgrund bestimmter Ähnlichkeiten in der Morphologie und möglicherweise aufgrund seines Namens Gamé in Bulgarien fälschlicherweise als Klon der Gamay-Rebsorte angesehen.

Der deutsche Name Lemberger leitet sich aus der Tatsache ab, dass er im 19. Jahrhundert aus Lemberg in der Niedersteiermark im heutigen Slowenien und dann aus dem österreichisch-ungarischen Reich nach Deutschland importiert wurde. Ein Export von Lembergerreben nach Deutschland im Jahr 1877 wurde registriert. Der fast identische Name Limberger bezieht sich auf Limburg in Maissau in Niederösterreich, wo im späten 19. Jahrhundert „ungepfropfte Limberg-Blaufränkisch-Reben“ zum Verkauf angeboten wurden.