Friardel 2017

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Artikelnummer: 9990009106 Kategorien: , Weingut:
Allergene

enthält Schwefel

Typ

,

Jahrgang

Sorte

Inhalt

Alkoholgehalt

5% Vol.

Restsüße

■□□□□

Trinktemperatur

11°

Hersteller

Lesuffleur, 14 290 La Folletière-Abenon / France

Verkostungsnotiz von vom 20.07.2021, Copyright Marian Henß

Info

Verkostungsnotiz von Christoph Raffelt vom 15.09.2018, Copyright Christoph Raffelt

Die Familie von Benoit Lesuffleur baut seit mehreren Generationen Äpfel und Birnen in der Normandie an. Seit rund 50 Jahren verkauft sie den Ertrag an große Cidre-Produzenten. Benoit Lesuffleur, gerade einmal 30 Jahre alt, ist Wine Broker in Paris. Er vertritt unter anderem die Häuser Fourrier, Henri Germain und Champagne Tarlant im Pariser Handel und in der Gastronomie. Von Namensvetter Benoit Tarlant weiß er sehr genau, wie Spitzenchampagner entsteht, und so hatte er das Ziel, auf diesem Niveau auch Cidre zu vinifizieren. Seine Familie allerdings war jahrelang strikt dagegen. Nun aber hat er sie überzeugt. Seine Cidre entstehen tatsächlich nach der méthode traditionel aus zwölf unterschiedlich süßen, sauren und tanninstarken Apfelsorten. Es wird natürlich von Hand gearbeitet, die 16 Hektar Fläche befinden sich in Konversion zum biologischen bzw. biodynamischen Anbau, der Apfelsaft wird spontanvergoren, und nach dem Blending der verschiedenen Sorten verweilt der Cidre für zwölf Monate sur lattes.

Friardel ist eine Plantage in der gleichnamigen normannischen Commune Friardel im Calvados-Gebiet. Diese wurde von Benoits Großvater in den 1960er Jahren erworben. Die dort schon vorhandenen Halbstämme waren damals schon recht alt und werden nun nach und nach von Benoit ersetzt, wobei der Anteil alter Stämme immer überwiegen soll. Bei der Cuvée handelt es sich zu 50 % um die bitteren Sorten Mettais und Frèquin, zu 36 % um die bittersüßen Sorten Binet rouge und Bisquet sowie zu 14 % um säurereiche Sorten wie Rambeau und René Martin. Sie stehen auf einem Boden aus blauem Feuerstein mit kalkig-kreidigem Unterboden.

Farbe

Bernsteinfarben mit goldenen und orangenen Reflexen, deutliche Perlage, auffälliges Mousseaux

Nase

Dunkel und würzig zeigt sich der Friardel. Die Äpfel hinterlassen einen herben und reifen Eindruck. Total mostig und einladend süßlich. Karamellisierte Quitten und eine feine Honignote ergänzen dies herrlich. Genial! Bienenwachs, Karamell und geröstete Nüsse kommen unterstützend hinzu. Gebackenes Kernobst und Butterscotch liefern Würze, Wohlfühlaromen und Wärme. Im Hintergrund wirken Gartenkräuter, nasser Stein und Orangenschale. Auch getrocknete Orangen und eine feine Brise Zimt erschließen sich.

Gaumen

Das Mousseaux erfüllt den Gaumen zunächst. Mit Einsetzen der Säure löst es sich so langsam auf und mündet in ein herbes, trockenes Finale. Eine sehr gute Balance aus bitteren und süßlichen Akzenten. Diese beiden Geschmäcker funktionieren bekanntermaßen besonders gut in der Kombination mit viel Spielraum für Eckpunkte. Die Frucht kommt deutlich hindurch und erinnert an die gewonnen Eindrücke aus der Nase. Vor allem die Wachs- und Honignoten spielen am Gaumen Pingpong mit Orange und dem gebackenen Kernobst. Schön vom Karamell geprägt und angenehm fruchtig zugleich.

Speiseempfehlungen von Marian Henß

  • Auswahl an Rotschmier- und Weißschimmelkäsen mit Früchtebrot und Nüssen
  • Apfel-Kohlrabi-Salat mit Leindotteröl-Vinaigrette und gehackten Walnüssen
  • Geräucherte Forelle, Meerrettichschaum, geröstetes Sauerteigbrot

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