Excelsior 2018 – Luneau-Papin

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Artikelnummer: 9950407015 Kategorien: , , Weingut:
Allergene

enthält Schwefel

Typ

Jahrgang

Sorte

Inhalt

Alkoholgehalt

13% Vol.

Restsüße

■□□□□

Säure

5,2 g/l

Trinktemperatur

12°

Hersteller

Domaine Luneau-Papin, 3 La Grangee, 44430 Le Landreau / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-01

Verkostungsnotiz von vom 07.06.2021, Copyright Sebastian Bordthäuser

Die Domaine Luneau-Papin liegt südöstlich von Nantes und wurde von Pierre Luneau und Monique Papin gegründet. Nachdem sich in den 90er Jahren die Luneau-Brüder im Disput über die angestrebte Bewirtschaftungsform trennten, legten Pierre Luneau und seine Frau Monique Papin ihre Güter zusammen und gründeten die Domaine Luneau-Papin. Der Familienbetrieb wurde seit 2005 von Sohn Jean-Marie und dessen Frau Marie unterstützt, die inzwischen die Betriebsleitung übernommen haben. Man begann die einzelnen Parzellen einzeln auszubauen und näherte sich in behutsamen Schritten immer mehr der biologischen Bewirtschaftung, die inzwischen vom Demeter-Verband zertifiziert ist. Die Weine der Domaine werden ausschließlich aus der Melon de Bourgogne gekeltert, die mit burgundischen Mönchen im 16. Jahrhundert an die Loire kamen.

Der Excelsior stammt von über 80 Jahre alten Reben aus der stark schieferhaltigen Parzelle „La Plécisière“ im Ort Chapelle-Heulin. Die Weingärten werden ausschließlich in Handarbeit bewirtschaftet und mit rein organischem Material gedüngt. Die Erträge liegen bei ca. 30hl/ha. Nach dem Pressen kommt der Saft in die typischen, mit Glas gekachelten Betontanks, in denen er bei gut 20 Grad vergärt, bevor er 36 Monate auf der Hefe reift. Regelmäßiges Aufrühren in dieser Zeit bereitet ihn auf weitere 24 Monate Reife auf der Feinhefe vor, bevor er er ungeschönt und ungefiltert gefüllt wird.

Farbe

Helles Goldgelb mit grünen Reflexen, strahlend und klar.

Nase

Die Nase des 2018 Excelsior der Domaine Luneau-Papin bildet ein gleichschenkliges Dreieck aus Frucht, Hefelager und nassen Steinen, dessen Seitenlängen je nach Belüftung changieren. Obwohl es sich hier „nur“ um einen Muscadet handelt, ist es dringend empfohlen den Excelsior kopfüber in die Karaffe zu stürzen. Dann zeigen sich Noten nach Trockenobst wie Apfelringe und Quitten nebst Aromen nach frischen Küchenkräutern wie Borretsch und Giersch. Das Ganze ist unterlegt von einem massiven Fundament aus nassem Stein und antizipiert am Gaumen ein höchst mineralisches Erlebnis.

Mund

Am Gaumen baut Excelsior mit royalem Selbstverständnis direkt enormen Druck auf und pulsiert wie der pumpende Bass aus den Rohren der Subwoofer. Mit immenser innerer Spannung stürzt er sich erquickend kühl und rauschend wie ein Gebirgsbach die Kehle hinab, ohne dabei Substanz einzubüßen. Vielmehr vereint er bacchischen Hedonismus mit dem Protokoll der gehobenen Tafel im Kelch und verlangt im jugendlichen Stadium genossen eindeutig nach exzellenter Kochkunst auf Augenhöhe. Auch nach einigen Jahren Flaschenreife sollte standesgemäß aufgekocht werden für seine Exzellenz.

Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser

  • Ziegenkäse-Ravioli mit Sesam in Shii Take-Dashi mit Enoki und Frühlingslauch
  • Heilbutt gratiniert mit Champignon Duxelles in Rauchbutter Beurre Blanc
  • Zickleinschulter aus dem Ofen mit Fenchel, Anis und jungem Knoblauch

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